Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt. (Otto Fürst von Bismarck)




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 Betreff des Beitrags: Nachtgestalten
BeitragVerfasst: 01.06.2009, 22:34 
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Faramirs Tröster
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Nachtgestalten

Pairing: Sirius x Severus

Warnung: Slash (ach ne), AU

Disclaimer: nix meins, nur die Idee, alle Orte und Personen gehören Joanne K. Rowling, Geld verdiene ich natürlich keins... leider. Vllt sollte ich die Idee an Joanne verkaufen? Und auch der Refrain des Liedes gehört nicht mir, der hin und wieder vorkommt...

Widmung: Ich widme es LittleRedRoaster, da sie das Pairing so liebt und mir den Titel ausgesucht hat

Inspiriert hat mich das Lied: Ich bin nicht verliebt von Matthias Reim. Wer‘s hören will: http://www.youtube.com/watch?v=qGlsM7044d8
Für den Rest werde ich den Text am Ende bringen.

Vorwort: Es geht um Severus und Sirius. Sie treffen das ersten Mal in einer Bar aufeinander. Es gab weder ihren Streit, noch Voldemort. In der Schulzeit haben sie mehr oder weniger unbemerkt aneinander vorbei gelebt.
Ach und es ist in Ich-Form und Präsenz geschrieben, eigentlich etwas, was ich nicht so mag, aber ich kann mir die Ich-Form von den Drabbles nicht mehr abgewöhnen.. das Präsenz liegt daran, dass ich finde, dass es hier besser passt, immerhin sind das die Gedanken der beiden.
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Kapitel 1

Severus PoV

Nachdem ich heute den ganzen Tag im Labor gestanden habe, genieße ich es nun richtig, hier in der Bar in einem ruhigen Ecken zu sitzen und ein Feuerwhisky zu trinken. Ich bin nur selten hier und wenn, dann nur unter der Woche, denn dann sind weniger Menschen hier.
Ich hasse Menschenmengen, habe sie schon immer gehasst.

Ich bin so sehr in Gedanken vertieft, dass ich dich erst bemerke, als du mich ansprichst. Ich hebe meinen Blick und muss mich zusammen nehmen, damit ich mir nicht allzusehr anmerken lasse, dass du mich verwirrst. Du fragst mich, ob du dich zu mir setzten darfst. Da du mich mit deinem ganzen Auftreten und deinem Aussehen nahezu überfährst, kann ich nicht anders, als zu nicken.
Du setzt dich lächelnd und bestellst dir ein Butterbier, während ich versuche, mich zu sammeln. Was ist nur mit mir los, dass ich mich so überrumpeln lasse? Das passiert mir doch sonst nie.
Aber es ist schon allein seltsam, dass du dich ausgerechnet zu mir setzt. Es sind noch genügend andere freie Tische hier oder zumindest weit mehr ansprechendere Gestalten als mich, zu denen du dich setzten könntest.
Ich kenne die Meinung der Menschen, die mich sehen: sie empfinden mich als hässlich, düster und abweisend.
Mag vielleicht auch stimmen, aber was soll’s? Ich bin gern allein.
Umso mehr frage ich mich, warum jemand wie du sich zu mir setzt. Und, noch wichtiger, warum habe ich überhaupt zugestimmt? Das ist doch sonst nicht meine Art...

Anfangs rede ich nicht viel mit dir, ich kenne dich ja schließlich nicht! Zudem bin ich ein recht schweigsamer Mensch, der nur redet, wenn es wichtig ist.
Du stellst dich mir als Sirius Black vor. Sofort kommt mir Sirius – der Hundestern in den Sinn. Vage erinnere ich mich, den Namen schon einmal gehört zu haben und nach kurzem Nachdenken, fällt es mir wieder ein – du warst in meiner Jahrgangsstufe. Allerdings erinnere ich mich nur daran, dass du viel Unfug angestellt hast... und dass du miserabel im Brauen warst.
Den Namen Black kenne ich. Er war von jeher ein Zeichen von Schwarzmagieren. War sicherlich ein Skandal, als du nach Gryffindor kamst. Aber das ist mir egal, es gehört einfach zu meinem Basiswissen.
Zunächst versuchst du Smalltalk mit mir zu treiben – etwas, das ich verabscheue – doch irgendwann triffst du ein Thema, das mich interessiert.

Stunden später sitzen wir noch immer hier und plaudern. Ich hab mich selten so gut und niveauvoll unterhalten. Hätte ich dir gar nicht zugetraut, doch du hast durchaus eine Menge im Kopf.
Und auch dir scheint es viel Spaß zu machen, dich mit mir auszutauschen, deine Nachtblauen Augen leuchten jedenfalls gutgelaunt. Auch hast du noch nicht die Flucht ergriffen, so wie es viele andere bei meiner zynischen Art getan haben. Doch dich schreckt das nicht ab.
Zu Anfang warst du mir schon sofort sympathisch, etwas, das sehr selten der Fall ist – für gewöhnlich verstehe ich mich nie mit jemandem auf Anhieb – jetzt muss ich, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, zugeben, das daraus Zuneigung geworden ist. Irgendwie macht mir das schon etwas Angst, doch andererseits ist das auch sehr schön.

Dann jedoch stehst du auf und sagst, dass du nun gehen musst. Ich nicke wortlos. Was soll ich auch schon Großartiges sagen? ´Bleib hier?´ oder gar ´Komm doch mit zu mir?´ Wohl kaum, das ist nicht mein Stil. Zudem ich nicht einmal weiß, was du über mich denkst und von welchem Ufer du bist. Was wenn du auf Frauen stehst?
Ich würde mich schrecklich blamieren. Nein, das muss ich nicht haben. Nicht noch einmal.


Ich bin nicht verliebt, schon gar nicht in dich.
Wie kommst du darauf, das ist lächerlich.
Seh ich denn so aus, als ob ich so einer wär‘.
Ich bin unverwundbar, das passiert mir nicht mehr.
Ich bin nicht verliebt, selbst wenn das so wär‘, würd‘ ich’s dir nicht sagen, das wär‘ völlig verkehrt.
Solang ich nicht weiss, ob es dir auch so geht, bin ich nicht verliebt und du tust mir nicht weh.
Ich bin unverwundbar.


Auch ich erhebe mich, um dich zu verabschieden, auch wenn ich das gar nicht will. Ich will nicht, dass du gehst. Heute Abend hab ich mich so gut wie schon lange nicht mehr gefühlt - und nun soll das alles vorbei sein? Ich dich nie wieder sehen? Nein, der Gedanke erscheint mir unerträglich. Und doch sage ich nichts, lasse dich ziehen.
Du reichst mir, über den Tisch hinweg, deine Hand, lächelst mir dabei zu. Doch in deinen Augen scheine ich Bedauern zu lesen. Stimmt das? Nein, das werde ich mir wohl einbilden. Man sieht lediglich das, was man sehen will. Warum solltest du es auch bedauern, zu gehen? Und doch wünsche ich mir, dass es wahr ist.

Dann geschieht ein Wunder –dabei glaube ich an so etwas gar nicht – Du fragst mich, ob ich morgen wieder hier wäre. Ich nicke und erkläre dir, dass ich häufiger hier sei. Das ist eine glatte Lüge, aber das musst du ja nicht wissen. Hauptsache ich zeige dir nicht, dass mich diese Frage freut und ich da sein werde, weil du da sein wirst.
Nicht, dass ich mir Hoffnungen machen mache, dass etwas passieren wird, aber freuen darf man sich doch, oder?


#######

Ich weiß, kurz, hoffe es gefällt euch trotzdem, es gibt noch drei weitere Kapitel.. falls die Geschichte ankommen sollte...

Hier der Versprochene Liedtext:

Songtext gelöscht von Boromirs Bride - Begründung: Abmahnwelle vor einiger Zeit durch unausgelastete Anwälte, die Betreiber von Seiten, die Songtexte veröffentlicht hatten, zu hohen Geldstrafen verdonnerten

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachtgestalten
BeitragVerfasst: 22.07.2009, 09:52 
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Wieso hab ich diese Story übersehen???? :|

seth, diese Geschichte find ich richtig schön! Du hast Severus' Gefühle nach meinem Dafürhalten sehr schön widergegeben. Ich fühl da richtig mit ihm mit. *hach*

Von der Zeit her isses also nach der Schule, aber sie sind noch recht jung, ja?

Bleibt's bei dem einen Kapitel? Wenn ja, macht es absolut nichts, denn so ein offener Schluss hat was! Find ich gut! :)

Allerdings hab ich den Songtext mal gelöscht. Das halten wir hier so, dass keine Songtexte gepostet werden (zumindest nicht komplett, höchstens mal auszugsweise), seit mal diese Abmahnwelle von diesen unaugelasteten Anwälten durchs Internet rauschte. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachtgestalten
BeitragVerfasst: 24.07.2009, 22:15 
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freut mich, das es dir gefällt, hab schon gefürchtet, das es niemand ließt ^^

oh, wusst ich ned ^^" dachte nur, man wills vllt wissedn ^^

ne des is abgeschlossren mit 3 weiteren kapis. hiers nächste

das sele nochml aus siris sicht:

Kapitel 2

#####

Sirius` PoV

Nach einem anstrengenden Arbeitstag gönne ich es mir noch, das ein oder andere Butterbier, vielleicht auch einen Feuerwhisky, in der nächsten Bar zu trinken.
Ich mag das ruhige Ambiente hier - man kann ungestört für sich sitzen, aber auch neue Leute kennen lernen.
Ich lasse den Blick schweifen und bleibe dabei an dir hängen, du wirkst abweisend und sitzt allein in einer ruhigen Nische. Eigentlich niemand, den ich zweimal ansehe...
Und doch, du ziehst mich wie magisch an, du wirkst so düster... und allein. Also beschließe ich kurzerhand, zu dir zu gehen.

Ich weiß um mein sehr gutes Aussehen und wie ich auf andere wirke, hab daher normalerweise ein großes, ja fast schon gigantisches Selbstvertrauen....
Normalerweise... ich weiß nicht warum, doch bei dir bin ich nervös wie ein Schulmädchen bei ihrem ersten Ball. Doch ich lasse mir nichts anmerken. Lächelnd trete ich an deinen Tisch und frage dich, ob ich mich zu dir setzten darf.
Du wirkst kurz überrumpelt, erlaubst mir aber, mich zu setzten.

Ich bestelle mir zunächst nur ein Butterbier, bemerke nebenbei, dass du schon Feuerwhisky trinkst. Dabei ist es doch erst 21.00 Uhr.
Anfangs sitzen wir schweigend da. Du scheinst nicht sehr gesprächig zu sein und ich will mich nicht aufdrängen. Doch Stillsein lag mir noch nie sonderlich gut, daher spreche ich dich dann doch an, stelle mich dir vor und frage nach deinem Namen. Severus... der Name passt zu dir, klingt schon etwas düster und doch schön.

Ich plaudere eine Weile, worauf du nur sehr sporadisch antwortest, bis ich ein Thema treffe, das dich anscheinend interessiert, denn plötzlich taust du auf. Wir sind irgendwie auf unsere Berufe gekommen. Du erzählst mir, dass du gerade deinen Meister in Zaubertränke gemacht hast und nun in der Forschung tätig bist. Deine vorher so kalten Augen fangen bei deinen Erzählungen richtig zu leuchten an, wie mir auffällt. Das steht dir.
Irgendwann brichst du etwas verlegen ab, hast anscheinend mehr erzählt als geplant. Du redest ansonsten nicht viel, hm? Jedenfalls kommen wir so auf meinen Beruf zu sprechen. Ich erzähle dir, dass ich gerade meine Ausbildung zum Auror fertig habe und zusammen mit meinem besten Freund unter Moody arbeite. Von dem hast du schon gehört.
Ich finde es schade, dass du nicht mehr soviel redest, wie beim Thema Tränke, dennoch wirkst du nun mehr bei der Sache.
Über unsere Berufe kommen wir zurück in unsere Schulzeit. Hier fällt mir auf, dass wir in derselben Jahrgangsstufe waren und ich erfahre, dass du damals ein Slytherin warst. Kurzzeitig lodert in uns die alte Häuserfeindschaft auf, doch dann muss ich lächeln. Wie albern das doch im Nachhinein ist. Zumal ich mit meiner Abneigung gegen Slytherin etwas verpasst habe – dich. Jetzt wo ich so an damals denke, erinnere ich mich doch daran, dass du mir manchmal aufgefallen bist. Du saßest oft irgendwo allein, immer mit einem dicken Wälzer vor der Nase... du warst schon damals einsam, oder? Jedenfalls schimmert heute ein verlorener Ausdruck in denen wunderschönen Augen, wenn du dich zurückerinnerst.
Daher wechsle ich das Thema. Wir landen bei der Politik und ich merke schnell, dass du sehr intelligent bist. Du bist mir mehr als nur sympathisch.

Die Stunden zerfallen wie Staub. Ohne es zu bemerken, ist es plötzlich halb zwei als ich auf die Uhr sehe. Höchste Zeit für mich, aufzubrechen. In gut vier Stunden muss ich schon wieder aufstehen. Dennoch gehe ich nur sehr ungern. Innerlich seufzend stehe ich auf und erkläre dir, dass ich nun gehen muss. Sehe ich da für einen Moment Trauer in deinen Augen? Fände ich schön. Doch du nickst mir nur zu.
Würdest du mich bitten hier zu bleiben, hier bei dir, ich würde es sofort tun. James würde mich sicher bei Moody entschuldigen, doch du lässt mich ziehen, obwohl ich es möglichst lange hinauszögere.



Ich bin nicht verliebt, schon gar nicht in dich.
Wie kommst du darauf, das ist lächerlich.
Seh ich denn so aus, als ob ich so einer wär‘.
Ich bin unverwundbar, das passiert mir nicht mehr.
Ich bin nicht verliebt, selbst wenn das so wär‘, würd‘ ich’s dir nicht sagen, das wär‘ völlig verkehrt.
Solang ich nicht weiss, ob es dir auch so geht, bin ich nicht verliebt und du tust mir nicht weh.
Ich bin unverwundbar.



Mir kommt eine Idee, als ich in der Tür stehe. Ich drehe mich noch mal zu dir um und frage dich, ob du morgen vielleicht wieder hier bist, so um dieselbe Zeit? Du erwiderst, dass du häufiger hier wärst. War das Hoffnung in deinen Augen? Freude? Du verbirgst es gut. Ich weiß nur eins, du bist morgen unter Garantie wieder hier... und dieser Gedanke lässt mich lächeln und endlich gehen. Ich freue mich schon auf den nächsten Abend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachtgestalten
BeitragVerfasst: 03.08.2009, 18:59 
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Faramirs Tröster
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Kapitel 3

Sorry das es so lang gedauert hat
Sev´s sicht

##########

Den ganzen Tag stehe ich schon in meinem neuen Labor und forsche an neuen Tränken, doch irgendwie kann ich mich nicht so recht konzentrieren. Das heißt, während dem Brauen an sich schon, doch jedesmal, wenn einer der Tränke Zeit zum Ziehen braucht, schweifen meine Gedanken zu heute Abend – zu dir.
Ich bin nervös und doch freue ich mich schon sehr darauf, dich wieder zu sehen. Das ist etwas vollkommen Neues für mich, denn ich liebe das Alleinsein und gehe eigentlich nur selten weg.
Hin und wieder, wenn Albus unbedingt will, trinke ich mit ihm einen Tee. Immerhin macht er es mir möglich, die Dinge zu erforschen, die ich will. Professor Dumbledore war in meiner Schulzeit mein Talent in Zaubertränke aufgefallen und nachdem ich meinen Meister darin gemacht hatte, war er einer der Ersten, der mir eine Stelle anbot, die ich jedoch abschlug.
Lehrer zu werden ist nun wirklich nichts für mich. Diese widerlichen kleinen Bälger konnte ich noch nie leiden... durch das Angebot waren wir allerdings ins Gespräch gekommen und ich erzählte ihm, dass ich gerne eigenständig wäre, mir jedoch kein Labor leisten könne. So kam eins zum anderen und er hat mir dieses Labor in den Kerkern von Hogwarts‘* zur Verfügung gestellt. Ich muss nur eine geringe Miete zahlen und soll hin und wieder für die Krankenstation Heiltränke oder dergleichen brauen. Ansonsten ist alles vollständig meiner Kontrolle überlassen. Dafür erträgt man schon manchmal mit ihm einen Tee zu trinken...

Kontrolle.. ja das ist etwas, das mir sehr wichtig ist, vorallem die Selbstkontrolle. Meine Kindheit war nicht unbedingt... schön. Mein Vater hasste mich dafür, dass ich ein Zauberer bin und das hat er mich spüren lassen. Nicht selten war ihm die Hand ausgerutscht. Und Tränen waren ein Zeichen der Schwäche bei ihm. Das hat noch heute Auswirkungen auf mich. Noch immer kann ich Gefühle nur schwer zeigen. Zumal man es auch in Slytherin eingetrichtert bekam, dass dies Schwäche ist. Doch nun, nun bin ich endlich mein eigener Herr! Weder mein Vater, für den ich nur noch Verachtung übrig habe –Hass ist ein zu starkes Gefühl, das ist er nicht Wert - noch irgend ein Vorgesetzter entscheidet, was ich tue.

Mühsam richte ich meine düsteren Gedanken wieder auf die Gegenwart und auf unser bevorstehendes Treffen. Mein Blick fällt auf die Uhr. Schon so spät? Ich sollte mich langsam fertig machen, immerhin will ich früher da sein. Du sollst nicht auf die Idee kommen, dass ich extra wegen dir da bin.
Ich weiß, irgendwie ist das albern, immerhin sind wir doch verabredet... aber ich kann nicht aus meiner Haut raus und eigentlich will ich das auch gar nicht. Immerhin habe ich früh gelernt, dass es besser ist, mit seinen Gefühlen nicht hausieren zu gehen. Und auch später, nach der Zeit in Slytherin, habe ich das auf schmerzhafte Weise bestätigt bekommen. Es tut weh, abgewiesen zu werden...
Deshalb bin ich auch bei dir eher skeptisch und warte ab, was von deiner Seite kommt.

Rasch kontrolliere ich die beiden Tränke, die ich gerade parallel braue. Der eine ist ein Heiltrank für den Krankenflügel, während der andere meine neueste Forschung ist. Ich versuche einen Wolfsbann-Trank zu entwickeln. Wenn ich mir den patentieren lasse, bekomme ich sicher genug Geld, für ein eigenes Labor... Aber nicht nur deswegen forsche ich an dem Trank. Es ist einfach die Herausforderung, die mich reizt und...
Oh, nun muss ich mich wirklich beeilen. Meine Tränke bringen mich doch immer wieder ins schwelgen.
Ich lösche die Feuer unter den Tränken, ehe ich sie in Flaschen abfülle. Morgen kann ich daran weiter machen...
Dann gehe ich schnell duschen und ziehe mich an. Kurz überlege ich, mich besonders herauszuputzen, doch kommt mir das dann doch albern vor. Ich bin doch kein verliebtes Schulmädchen oder so etwas.

Eine Stunde bevor du, voraussichtlich, auftauchen wirst, bin ich der Bar. Dort setze ich mich an denselben Tisch, an dem ich auch gestern saß und bestelle mir ein Butterbier.
Tief in Gedanken warte ich darauf, dass du kommst, dabei etwas nervös werdend.
Ich bin doch so ein Narr! Was erhoffe ich mir eigentlich? Das ist doch nichts weiter als ein freundschaftliches Treffen, um sich nochmals gut zu unterhalten.
Kann man eigentlich schon von Freundschaft sprechen? Wir haben uns gestern erst kennengelernt. Und doch... irgendwas ist da zwischen uns. Zumindest ich muss ständig an dich denken. Geht es dir genauso? Ich würde mir wünschen, dass dies so wäre, aber das ist irgendwie unrealistisch.
Ich meine, ich spiele doch nicht einmal in derselben Liga wie du. Du gehörst zu den Schönen und Reichen. Ich jedoch weder zu dem einen noch zu dem anderen...
Und doch hab ich mich in dich verliebt. Nicht in dein Aussehen und noch weniger in dein Geld, sondern in den Charakter, den du mir gestern offenbart hast. Natürlich, dein Aussehen ist auch nicht zu verachten, aber nicht wichtig.

Wie gestern überraschst du mich, während ich in meinen Gedanken vertieft bin. Und wieder ist da dieses atemberaubende Lächeln auf deinen Lippen. So ein Lächeln sollte verboten werden...
Du bestellst dir, auch heute, ein Butterbier, ehe du mir von deinem Tag berichtest.
Du und dein Partner, der zugleich dein bester Freund ist, habt heute einen Verkäufer von schwarzmagischen Artefakten festgenommen. Du erzählst, wie dieser sich gewehrt hatte. Es ist offensichtlich, dass es dir viel Spaß gemacht hat, mit ihm zu kämpfen. Ein friedliches Abführen wäre dir anscheinend zu langweilig gewesen.
Ich kann nicht so recht verstehen, was du so toll daran findest, mit Flüchen beschossen zu werden, aber deine Augen strahlen so voller Lebensfreude, dass ich nicht anders kann, als zu lächeln.
Eigentlich ist es ja nur ein kurzes Nachobenzucken meiner Mundwinkel, aber ich lächle ohnehin nur selten, also ist es etwas Besonderes. Doch das weißt du natürlich nicht, hast es vermutlich nicht einmal bemerkt.

Die Zeit vergeht auch dieses Mal wie im Flug und die Bar hat sich ziemlich gefüllt. Das ist der Grund, warum ich normalerweise nie am Wochenende in Kneipen gehe. Die meisten Leute haben morgen frei, so dass sie feiern gehen, sich mit Freunden auf einen Drink treffen.
Mir ist das ganze immer sehr unangenehm, da ich ja keine Menschenmassen mag. Und nach meinen früheren Erfahrungen weiß ich, dass dieser überfüllte Zustand anhalten wird, bis die Bar gegen 5.00 Uhr schließen wird.
Ich weiß nicht, ob dir aufgefallen ist, dass ich beginne, mich hier unwohl zu fühlen, oder ob es auch dir zuviel wird - immerhin versteht man kaum noch das eigene Wort - jedenfalls schlägst du vor, nach draußen zu gehen. Dort ist es immerhin ruhig und vielleicht würden wir ja noch ein gemütliches, ruhiges Plätzchen finden, an dem man sich weiterhin unterhalten könne.
Ohne lange zu überlegen stimme ich dem Vorschlag zu. Alles ist besser als diese Enge!

Draußen begrüßt uns ein angenehm kühler Wind. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie warm und stickig es drinnen war, so dass die frische Luft eine richtige Wohltat ist.
Mein Blick wandert in den Himmel, welcher unbewölkt ist. Die Sterne strahlen sehr hell heute Nacht, da der Mond nur eine schmale Sichel ist. Ich interessiere mich ja nicht sonderlich für die Sternenbilder, doch ich komme nicht umhin deinen Namensgeber, den Hundestern, zu bemerken.
Ich richte meinen Blick wieder mehr nach hier unten und bemerke, dass du mich beobachtest. Etwas verlegen neige ich den Kopf so, dass mir die Haare wie ein Vorhang ins Gesicht fallen.
Obwohl ich geduscht habe, sind sie schon wieder fettig, was mich für einen Moment ärgert.

Um diese peinliche Situation aufzulösen laufe ich etwas planlos voran. Du folgst mir und bist kurz darauf auf gleicher Höhe mit mir. Eine Weile schweigen wir, ehe du die Stille durchbricht. Mir ist schon gestern aufgefallen, dass du wohl die Stille und Einsamkeit nicht gut erträgst. Sobald es dir zu still wird, beginnst du zu reden, auch wenn es totales Nonsens ist und aus deinen Erzählungen bisher geht hervor, dass du eigentlich nie etwas alleine machst. Ich frage mich, was der Grund dafür ist.
Bisher hab ich mir nie so viele Gedanken um und über eine Person gemacht, wie bei dir. Du bist etwas besonderes, auch wenn ich es an nichts festmachen kann. Was ist an dir bloß so faszinierend, dass du mich so in deinen Bann ziehst?

Wir setzen uns in ein Café, das sogar noch um diese Uhrzeit offen hat, jedoch nur recht wenig besucht ist. Zumindest ist im Moment nicht viel los hier. Genau richtig für uns.
Wir setzen uns hinein und bestellen uns Kaffee. Während ich dabei bleibe, bestellst du dir noch ein Stück Schokoladentorte. Wie kann man bloß um diese nachtschlafende Zeit noch etwas essen? Ich meine, in Ordnung, ich esse nie viel, aber dann auch noch um 2.00 Uhr morgens?
Und dann die Art wie du isst!
Es reicht dir anscheinend nicht, nur einfach das Kuchenstückchen mit den, so weich aussehenden, Lippen von der Gabel ab zu ziehen, nein, du musst auch noch versuchen, jedes noch so kleine bisschen Schokolade davon abzulecken. Dabei schließt du auch jedesmal die Augen... mir wird da ganz anders beim Zusehen.
Um zu vermeiden, dass mir dieser aufreizende Anblick ein unschönes Problem beschert, widme ich mich betont desinteressiert meinem schwarzen Kaffee. Ich reagiere doch sonst nicht so sensibel auf visuelle Reize! So sehr ich auch versuche mich mit meinem Getränk zu beschäftigen, mein Blick bleibt doch immer wieder an dir hängen...
Jetzt hat sich ein frecher Krümel auch noch dreist an deinen Mundwinkel gehängt. Dieser Anblick erinnert mich an ein kleines, unbeholfenes Kind. Bei jedem anderen würde mich das ärgern, vielleicht auch anwidern, doch bei dir komme ich nicht umhin es goldig zu finden.
Hat dir irgendwer mal gesagt, dass du süß bist?
Den Gedanken behalte ich lieber für mich...


Du scheinst es nicht einmal zu bemerken, dass du dich bekleckert hast. Für mich jedoch ist der Anblick fast schon hypnotisierend, so dass ich mich ein Stück von meinem Platz erhebe, mich über den Tisch beuge und sanft mit dem Finger den Krümel wegwische. Meine Finger erscheinen mir kalt im Vergleich zu deiner warmen Haut.
Als mir auffällt, was ich hier gerade mache, wie nahe ich dir gekommen bin, will ich peinlich berührt meine Hand wieder wegziehen und mich hinsetzten. Doch du machst mir einen Strich durch die Rechnung, indem du meine Hand fest hältst. Gebannt und leicht fragend sehe ich in deine wunderschönen Augen, warte ab, was du jetzt tust oder sagst.
Mir stockt der Atem, als du nach, wie mir scheint, endlosen Minuten deine Lippen auf meine Handfläche drückst. Sie sind tatsächlich so weich, wie sie aussehen!, schießt es mir als erstes durch den Kopf, ehe ich langsam wieder zu atmen beginne, dich weiterhin stumm, wie paralysiert ansehend. Meine Gedanken scheinen Achterbahn zu fahren, sind einfach nicht greifbar, während meine Gefühle nicht wissen, ob sie Schmetterlinge fliegen lassen sollen.. oder ob Panik angesagt ist. Ist das nur ein Spiel? Willst du nur sehen, wie ich reagiere? Ob du jemanden wie mich glauben lassen kannst, dass jemand wie du sich zu mir hingezogen fühlen kann? Oder... oder bedeute ich dir wirklich dasselbe wie du mir?

Durch den ganzen Gedanken- und Gefühlswirrwar wäre mir beinahe deine nächste Reaktion entgangen. Leise wehen die Worte „Ich liebe Dich“ von dir zu mir herüber. Sofort verschwinden meine Zweifel, als ich deinen liebevollen Blick und dieses so sanfte Lächeln sehe.
Dennoch muss ich wohl immer noch eine ganze Weile ohne Reaktion vor dir gestanden oder eher gebeugt haben, denn in deinen mitternachtsblauen Augen zeigt sich Sorge und Angst, während deine Hand meine langsam loslässt. Ehe du dein Gesicht abwenden kannst, schließt sich meine Hand um dein Kinn und ich beuge mich noch weiter vor, um dich zu küssen.

Sofort habe ich das Gefühl, eine ganze Kiste Filibusters Feuerwerk würde in meinem Bauch explodieren. Sachte erwiderst du den Kuss. Das Feuerwerk klingt langsam ab und macht einem anderen Gefühl Platz... ein Gefühl wie... wie einen komplizierten Trank, den niemand anders brauen konnte, fehlerfrei zu brauen... ein unbeschreibliches Glücksgefühl... und noch etwas anderes fühle ich, etwas, von dem ich geglaubt habe, es nie zu fühlen... absolute Geborgenheit.
Ich werde nie wieder einsam sein, nicht solange du bei mir bleibst.

+++++

* Severus gehört für mich da einfach hin XD

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachtgestalten
BeitragVerfasst: 28.02.2013, 18:49 
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mir fällt gerade auf, dass ich nie fdas letzte kapitel hochgeladen habe

Kapitel 4

++++++
James und ich haben es endlich geschafft! Wir haben den Verkäufer der schwarzmagischen Artefakten endlich und nach hartem Kampf hinter Schloss und Riegel gebracht! Seit wir mit unserer Aurorenausbildung fertig sind, waren wir hinter dem Kerl schon her, doch bisher hatte er es immer geschafft, dass wir ihm nichts nachweisen konnten. Doch heute, heute haben wir von einem Informanten den Tipp bekommen, dass unser Ziel eine neue Lieferung der verbotenen Ware bekommen würde. Natürlich waren wir vor Ort, als es zur Übergabe kam.
Der Verkäufer war zwar überrascht, doch er handelte schnell, hechtete hinter eine Mülltonne und griff uns mit einigen Flüchen an. James erwischte er am Arm, so dass dieser einen tiefen Schnitt abbekam und heftig blutete.
Doch schließlich konnten wir ihn mit einem Stupor außer Gefecht setzten.
An dem Grinsen meines Freundes konnte ich erkennen, dass ihm das Ganze, trotz seiner Verletzung, deren Blutung ich mit einem Zauber stoppe, gefallen hatte. Und auch ich muss zugeben, dass es irgendwie sehr belebend ist, so einen Kampf auszufechten.
Gut gelaunt schlägst er vor, dass wir noch zusammen unseren Triumph feiern gehen, doch mit einem Gedanken an unser baldiges Treffen muss ich dies leider ablehnen. Sein eben noch zur Schau getragenes grinsen fällt ihm förmlich aus dem Gesicht, da ich ihn noch nie versetzt habe. Immerhin ist er mein bester Freund, ja schon fast ein Bruder für mich. Niemand war wichtig genug, um ihn und Remus, ein weiterer Freund seit Hogwarts, zu versetzten... ja war, denn du bist es wert auch James einmal zurück zu stellen. Zudem bin ich mit Remus morgen ohnehin zum Grillen bei ihm eingeladen. Wer weiß, vielleicht kann ich dich ja dahin mitnehmen?
Natürlich lässt mein bester Freund zunächst nicht locker, will unbedingt wissen, warum ich ihn versetzten. Ja, er war schon immer sehr neugierig, eine Eigenschaft, die ich, wie auch das Streiche aushecken, mit ihm teile. Obwohl wir uns normalerweise alles sagen, halte ich dicht.
Falls du meine Gefühle nicht erwidern solltest, will ich nicht, das James es jetzt schon weiß.
Ich war nie jemand, der an Liebe auf den ersten Blick glaubte, doch das gestrige Treffen mit dir hat mich etwas anderes gelehrt.
Mit leicht verträumtem Blick verabschiede ich mich von James und appariere nach Hause. Der Papierkram hat bis Montag zeit...

Daheim angekommen schalte ich zuerst das Radio ein. Ich ertrage weder die Stille noch die Einsamkeit, habe es noch nie!
Daran sind nur meine Eltern schuld. Da ich nie nach ihrer Pfeife tanzte, haben sie mich oft bestraft, da ich mich jedoch recht resistent gegen Schmerz zeigte – als ob mich das weichkochen könnte! - haben sie mich ´daheim´ - welch unpassende Titulierung – immer isoliert. Sie sperrten mich die gesamten Ferien in einen eiskalten Kerker tief unter Black-Manor. Mein einziger Besucher war unser bösartiger Hauself, der mir zweimal täglich etwas zum essen brachte.
Irgendwann bin ich schließlich abgehauen und wurde von den Potters freundlich aufgenommen, fast wie ein verlorengegangener Sohn.
Gedankenverloren bereite ich mir etwas zu Essen vor und lausche der Musik, die aus dem Radio kommt. Ich muss wieder zurück ins Hier und Jetzt kommen! Immerhin treffe ich mich bald mit dir, da will ich gut drauf sein. Vergangenes ist vergangen, ändern kann man ohnehin nichts mehr. Meine Zukunft ist nun wirklich wichtiger, ebenso die Gegenwart.
Nach dem Essen gehe ich duschen, ehe ich mich wie immer herausputze, immerhin will ich einen guten Eindruck machen, vorallem auf dich. Durch das viele Nachdenken habe ich viel zu viel Zeit vergeudet, dass ich mich beeilen muss, um pünktlich zu sein, immerhin habe ich gesagt, dass ich zur selben Zeit wie gestern kommen würde.
Nachdem ich fertig bin, appariere ich zu der Bar.

Ich finde dich, wie auch schon am Abend zuvor, in der etwas abgedunkelten Nische der Bar. Irgendwie frage ich mich, warum du dich dorthin gesetzt hast, es gibt hier doch so viele hellere Plätze. Vielleicht, um geheimnisvoller zu wirken? Oder scheust du die Blicke der anderen? Andererseits passt du perfekt in dieses leicht düstere, Ambiente.
Du wirkst, als wärst du in Gedanken. Was dich wohl beschäftigt? Nahezu lautlos geselle ich mich zu dir. Du brauchst einen kurzen Moment, ehe du mich wahrnimmst. Sanft lächle ich dir zu, ehe ich mich dir gegenüber hinsetze. Bei der Kellnerin, die kurz darauf auftaucht, bestelle ich mir ein Butterbier. Dann betrachte ich dich eingehend. Dein langes Haar hängt wie ein Vorhang in dein Gesicht. Wie gestern ist es fettig, doch es stört mich nicht. Du hast mir ja schließlich erzählt, dass du Tränkebrauer bist und ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit und an Zaubertränke. Kaum war man eine halbe Stunde diesen Dämpfen ausgesetzt, sieht man aus, als hätte man wochenlang nicht geduscht.... und dir steht das auch noch gut, es passt zu deiner dunklen Aura, welche mich so fasziniert.

Als mein Bier da ist, erzähle ich dir von meinem Tag, berichte begeistert von der gelungenen Festnahme. Ich merke, dass du meine Begeisterung nicht ganz nachvollziehen kannst (ich kann deine für Tränke auch nicht verstehen) und doch bist du ehrlich interessiert.
War das gerade ein kurzes Lächeln? Ich bin mir sicher, es war eins!
Das Gefühl, welches dieses Lächeln in mir auslöst beweist mir, dass ich das Richtige getan habe, als ich James absagte.

Die Zeit vergeht, es wird immer voller hier, von den vielen Nachtschwärmern. Ich gehöre normal auch zu dieser Gruppe und störe mich eigentlich nicht daran, dass es voll ist. Immerhin bin ich eigentlich fast immer unterwegs, ziehe von Club zu Club oder von Bar zu Bar, wenn weder James noch Remus Zeit für mich haben, um der Einsamkeit meiner Wohnung zu entfliehen. Bis vor einem halben Jahr war es noch nicht ganz so schlimm, damals teilten der Werwolf und ich uns noch ein Apartment, aber seit dieser mit Kingsley zusammen war, war er natürlich zu diesem gezogen, nachdem er Ewigkeiten gebraucht hatte, bis er an Kingsleys Gefühlen glaubte. Armer Moony, nur weil er ein Werwolf ist, fürchtet er immer, dass man ihm nicht wirklich traut.
Eine Bewegung von dir holt mich aus den Gedanken zurück. Du scheinst dich hier zunehmend unwohler zu fühlen. Es ist dir ein zu großes Gedränge, nicht? Ich habe schon bemerkt, dass dir Menschenmassen nicht geheuer sind und mir wird es ehrlich gesagt nun auch zuviel. Man versteht kaum noch das Wort des anderen. Daher schlage ich dir vor, nach draußen zu gehen und uns vielleicht ein neues Plätzchen zu suchen.
Zu meiner Freude willigst du ein.

Kaum sind wir draußen, atmen wir beide synchron auf. Da drinnen war es doch lauter und stickiger gewesen, als ich dachte, aber hier draußen ist es angenehm kühl und wesentlich ruhiger. Mein Blick fällt auf dich. Fasziniert beobachte ich, wie du in den Himmel siehst. Ein leichter, elektrisierender Schauer jagt mir dabei über den Rücken. Du wirkst so schön und gleichzeitig etwas verloren.
Als du bemerkst, dass ich dich beobachte, senkst du den Kopf, so das deine Harre dein Gesicht verbergen. Schämst du dich? Wie süß!
Plötzlich gehst du los, willst vermutlich den dir peinlichen Moment hinter dir lassen. Leicht lächelnd folge ich dir, zunächst schweigend, doch schließlich wird mir die Ruhe zu viel und ich beginne damit über ein paar belanglose Dinge zu reden und dich hin und wieder etwas zu fragen. Es ist ein so schönes Gefühl mit dir zu reden oder dir einfach nur zuzuhören. Immer wieder muss ich sanft lächeln und auch du wirkst sehr entspannt.

Ohne, dass du es bemerkst, lenke ich unsere Schritte in die Richtung eines Cafés von dem ich weiß, dass es um diese Zeit noch immer geöffnet hat. Da es doch recht frisch ist, setzten wir uns gemeinsam hinein. Hier ist es gemütlich warm und – ein weiterer Pluspunkt - recht ruhig, da nur wenig los ist. Ist um diese Uhrzeit aber auch nicht weiter verwunderlich.
Hier ist der perfekte Ort, um auszutesten, ob ich eine Change bei dir habe, ob du tatsächlich auf Männer stehst.. oder ob dich nur eine neue Freundschaft reizt. Was bin ich für dich? Eine nette Bekanntschaft? Ein Freund? Oder vielleicht doch mehr? Hier werde ich es herausfinden! Hoffe ich zumindest... hoffentlich mach ich damit nicht etwas kaputt... nein! Keine Zweifel jetzt!
Wir bestellen uns Kaffee. Du trinkst das Gesöff tatsächlich schwarz? Igitt! Ich muss da immer eine halbe Tonne Zucker reinkippen, um es genießbar zu machen. Zu meinem Kaffee bestelle ich mir noch Schokoladentorte. Eine Sucht, die ich von Remus übernommen habe.
Da ich herausfinden will, ob du auf Männer im Allgemeinen und auf mich im Besonderen stehst, esse ich absichtlich sehr aufreizend. Immer wieder lecke ich provozierend jedes Quentchen Schokolade von der Kuchengabel, lasse diese sinnlich zwischen meinen Lippen verschwinden und wieder auftauchen, so dass man einfach auf anrüchige Gedanken kommen muss.
Und tatsächlich, ich bemerke, wie du versuchst überall hinzusehen, nur nicht zu mir und doch bleiben deine schwarzen Onyxe immer wieder an meinen Lippen hängen. Und ist das eine zartrosa Verfärbung auf deinen Wagen?
Ich spüre wie mir ein Krümel an meinem Mundwinkel hängenbleibt. Gerade noch rechtzeitig unterdrücke ich den Impuls ihn wegzuwischen. Mal sehen, wie du reagierst, wirst du es für mich machen? Oder wirst du mich darauf aufmerksam machen? Ein weiterer Test, um herauszufinden, wie du zu mir stehst.

Und tatsächlich, es klappt! Du beugst dich rüber, um es mir wegzuwischen. Deine Finger sind kühl und leicht rauh, vermutlich vom Brauen. Schnell greife ich nach deiner Hand, sehe dir dabei fest in diese wunderschönen, einmalig schwarzen Augen, ehe ich einen Kuss auf deine Handfläche hauche.
Du siehst mich elektrisiert an und ich wage es, dir zu gestehen, dass ich mich in dich verliebt habe.
Lange kommt von dir keine Antwort, so dass ich Angst bekomme, dass ich die Signale falsch gedeutet habe. Fühlst du doch nicht dasselbe wie ich? Hab ich jetzt einen Fehler gemacht und dich für immer verloren? Oh bitte nicht! Tu doch was!
Und dann, endlich, du beugst dich vor und küsst mich. Ich glaube, ich war noch nie so erleichtert und glücklich wie jetzt. Ich spüre, dass das hier halten wird. Anders wie alles zuvor.

+++++
soo hier ist das vierte und letzte kapitel. Hoffe euch hat mein ffchen gefallen ^^

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