Die Unvollendete....

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Die Unvollendete....

Beitrag von Alienne » 23.11.2009, 17:15

Ja, diese Geschichte ist unvollendet. Aber falls sich jemand findet, die/der mich antreibt, könnte sie vielleicht doch noch ein Ende finden.

2006 begann ich, diese Geschichte zu schreiben. Als Jahresgeschichte. Jeden Monat ein Kapitel, hatte ich mir vorgenommen. Und dann kam mir mein Klinikaufenthalt in die Quere.
Als ich nach Monaten wieder daheim war, schaute mich die angefangene Geschichte zwar herausfordern an, aber dabei blieb es auch.

Dieser Zustand wurmt mich aber doch sehr. Und indem ich die ersten vorhandenen Kapitel hier poste und evtl. Unterstützung finde, möchte ich versuchen, die Geschichte weiter zu schreiben.

Auch wenn der Anfang in der realen Welt spielt, so ist es dennoch eine Fantasy-Geschichte und im Laufe der Zeit könnten euch Figuren bekannt vorkommen, die früher schon in meinen Geschichten eine rolle spielten.

Und eigentlich sollte die Geschichte auch "anständig" bleiben. Sollte sich doch noch etwas ändern, ... nun ja, dann sehen wir weiter.


Na, wie steht's? Jemand Lust?
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Niniel » 27.12.2009, 17:51

Huch... warum hab ich das denn verpasst?
Also ich würde die Geschichte sehr sehr gerne lesen. Fantasy ist immer gut :) und wenn Du daran beteiligt bist sowieso :). Also los los los... schreiben, posten und auf gehts!
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Alienne » 28.12.2009, 10:37

Nini, das ist echt lieb von dir. Ich hab ja schon ein schönes Stück auf Halde, das setz ich dann mal peu à peu hier rein. Ich hoffe, dass ich dann auch endlich einen Schluss dafür finde. :)
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Alienne » 29.12.2009, 09:38

OK, Nini, erster Teil. ;)

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1.

Als sie in ihr dampfendes Schaumbad stieg, hatte sie das Bild der "Schaumgeborenen" vor Augen. Venus. Oder auch Aphrodite. Je nachdem.
Irgendwie hatte sie sich gewundert, als sie Botticellis Bild „Geburt der Venus“ zum ersten Mal sah. Kein Schaum, sondern eine Muschel. Trotzdem. Für sie war die Venus immer eingehüllt in Berge von Schaum.

Der Venus war außerdem die Rose zugeordnet. Die gab es auf dem Bild auch zu sehen. Aber man musste danach suchen, fand sie.

Sie selbst hieß eigentümlicherweise Rosa. Aber anders als die Göttin auf dem Bild hatte sie dunkle Haare, fast schwarz, mit einem kleinen Blauschimmer darin. Bei dem sie zugegebenermaßen etwas nachgeholfen hatte. Ein starker Kontrast zu ihrer weißen Haut, die eher zu einer Rothaarigen gepasst hätte. Musste im Sommer gut geschützt werden, damit sie nicht innerhalb kürzester Zeit eine flammende Röte annahm.

Die Fingernägel hatte sie sich in einem grellen Lila lackiert. Ganz zum Unverständnis ihrer Mutter. Aber ihre Mutter hatte ja auch keine Ahnung! Von gar nichts! Und außerdem hatte ihr ihre Mutter gar nichts mehr zu sagen.



Das Wasser in der Wanne war heiß. Unmöglich, sich sofort lang zu machen. So hatte sie eine ganze Weile darin gestanden bis sie sich endlich hineinkniete, dann setzte und langsam – Stück für Stück – ihren Rücken zurücksinken ließ. Als sie endlich in den sich auftürmenden Schaumbergen ausgestreckt lag, atmete sie tief durch, schloss die Augen und begann sich zu entspannen.



Eine turbulente Zeit lag hinter ihr.



Angefangen hatte alles am Morgen des 24. Dezember.

Genüsslich schlürfte sie eine Tasse heißen Kakao zum Frühstück und durchblätterte dabei die Zeitung. Eben war sie beim Lokalteil angelangt, als ihr Blick auf ein Bild mit einem großen beleuchteten Weihnachtsbaum fiel und die darüber prangende Schlagzeile:


Weihnachtsbaum von Marktplatz verschwunden !



Was? Die Tanne war weg? Fast fünf Meter einfach in Luft aufgelöst? Das war eine Höhe von mehr als zwei Zimmer übereinander! Man konnte sich einen solchen Baum doch nicht einfach unter den Arm klemmen und sich aus dem Staub machen!

Rosa schüttelte den Kopf und nahm gedankenverloren einen tiefen Schluck aus ihrer Tasse. Sie war dabei gewesen, als der Baum aufgestellt wurde. Angeliefert mit einem Lastwagen, auf dem ein kleiner Kran montiert war, hatten sich fünf starke Männer abgemüht, das Ding auf der Mitte des Marktplatzes in Position zu rücken. Das war ein paar Tage vor dem ersten Advent gewesen. Und kaum, dass der Baum gestanden hatte, waren schon die ersten Budenbesitzer da und bauten ihre weihnachtlichen Stände auf.

Der Weihnachtsmarkt war zwar recht klein, aber es gab jedes Jahr eine kleine Eisbahn. So manche Stunde hatten sie und ihre Freunde dort seit ihrer Schulzeit ihre Runden gedreht. Auch jetzt noch nahmen sie die Gelegenheit wahr. Schon allein deshalb, weil der Weihnachtsbaum mit dem Licht aus seinen unzähligen Glühbirnchen eine gemütliche Atmosphäre aus dem nebligen Grau der Dezembernachmittage zaubern konnte.

Und nun sollte er weg sein? Verschwunden? Futschicato? Einfach so?

Heiliger Abend, Jahreswechsel, Heilige Drei Könige sollten ohne das Baumritual stattfinden? Dafür kam sie extra für so viele Tage angereist?
Zum Jahreswechsel siebenmal den Baum umrunden! Das musste sein! Sonst hatte man im Neuen Jahr kein Glück! Das konnte ja wohl nicht wahr sein! Empört warf sie die Zeitung auf den Tisch.

Sie griff nach ihrer dicken Jacke, Schal und Handschuhen, schnappte sich den Schlüssel und stürmte aus dem Haus.

Das wollte sie mit eigenen Augen sehen!

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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Niniel » 29.12.2009, 19:17

Hach wie schön. Der erste Teil. Und er ist auch gleich ziemlich weihnachtlich. Das passt so richtig in diese Zeit. Also quasi perfekt gewählt mit dem Beginn und den Rest kannst und darfst Du uns nicht vorenthalten.

Der Beginn ist schon richtig schön. Man wird langsam in die Geschichte gezogen und steht nicht gleich mittendrin. Ich mag solche gemächlichen Anfänge. Und mir ist Rosa schon jetzt sehr sympatisch. Awww und dieses Ritual. Wie cute. Da kann es natürlich nicht sein, dass der Baum weg ist. Und überhaupt - wer klaut einen Weihnachtsbaum? Wie klaut man einen SO großen Weihnachtsbaum? Und was hat Rosa vor?
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Alienne » 30.12.2009, 09:21

Hach, Nini, du hast wirklich eine Supergabe Reviews zu schreiben. Ich bin jedes Mal wieder total fasziniert. Ich wollte, ich könnte mir davon eine Scheibe abschneiden. Echt.
Ganz herzliches Dankeschön. :umarm:

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Auf dem Weihnachtsmarkt war ein Riesengetümmel. Es schien als hätte sich jeder einzelne Dorfbewohner auf dem Platz eingefunden um den fehlenden Baum zu besichtigen. Sie schmunzelte bei diesem Gedanken. Was gab es schon zu besichtigen, wenn der Baum doch gar nicht da war?
Es war offensichtlich, dass das Ereignis etwas ganz Herausragendes im sonst geruhsamen Leben der Bewohner war, und das wollte sich niemand entgehen lassen. Dicht an dicht standen die Menschen. Wie gepökelte Heringe in ihrem Fass. Nur, dass Heringe dabei nicht einen Höllenlärm veranstalteten. Hier wusste jeder etwas zu sagen. Und alle taten es gleichzeitig.

„Ohrenbetäubend“, dachte Rosa. Sie legte die Hände über ihre Ohren, drückte und löste sie in schnellem Wechsel wie sie es als Kind gerne getan hatte, wenn ihre Mutter mit ihr schimpfte.

„Bei einem Wettbewerb <Unser Dorf muss lauter werden > hätten wir sicher den ersten Preis!“ Sie lachte, obwohl ihr der Auflauf hier gar nicht passte. Sie hätte allein sein wollen, um den ‚Ort des Geschehens’ in Ruhe unter die Lupe zu nehmen.

Sie liebte Detektivgeschichten. Und hier hatte sie eine Leibhaftige vor Ort! Einen ‚Fall’, den sie lösen könnte. Wenn, ja wenn nicht schon alle Spuren verwischt bzw. vertrampelt wären – falls es je welche gegeben hatte.



Plötzlich schlug ihr jemand mit der flachen Hand auf den Rücken.

Verärgert fuhr sie herum und holte aus um dem Übeltäter eine Ohrfeige zu verpassen, als sie in Moritz’ lachendes, sommersprossiges Gesicht blickte. Seine roten Locken, die vorwitzig unter seiner Pudelmütze hervorguckten, untermalten sein spitzbübisches Grinsen.

Moritz hieß eigentlich Ludwig. Rosa kannte ihn schon seit ihrer Schulzeit. Sie war mit ihm und seiner Zwillingsschwester in dieselbe Klasse gegangen. Diese hieß Maximiliane, wurde aber wegen der Länge des Namens nur Max gerufen. Da war es nicht lange ausgeblieben, dass Ludwig zu Moritz wurde. Und ‚Max und Moritz’, das Spitzbubenpärchen, passte durchaus auf die beiden. Sie standen den zwei Wilhelm-Busch-Buben in nichts nach. So manches Mal musste ihre Mutter einen verärgerten Dorfbewohner oder Lehrer milde stimmen.



„Hey, Moritz! Wann bist du denn angekommen? Gestern?“

Sie nahm ihren Jugendfreund in den Arm und drückte ihn liebevoll um ihn dann in den Po zu kneifen.

„Au!“ Moritz rieb sich theatralisch die gepeinigte Stelle.

„Tja“, sagte Rosa, „man sollte seine Freunde nicht auf den Rücken schlagen. Da fliegt einem ja das Frühstück aus dem Hals! Außerdem bin ich dir das noch schuldig für den Streich, den du mir beim letzten Treffen gespielt hast.“

Moritz gab vor, Reue zu zeigen. Schließlich war er auf der Schauspielschule und nutzte jede Gelegenheit um zu üben.

Dann stippte er ihr seinen ausgestreckten Zeigefinger in die Magenkuhle und sagte: „Und was sagt unsere Meisterdetektivin zu diesem Fall?“

„Hm, jaaaa...“ Rosa war geschmeichelt, dass er sie so nannte, obwohl sich ihre detektivischen Leistungen bisher darauf beschränkt hatten, beim Lesen der Kriminalromane möglichst früh den Täter benennen zu können. Aber darin war sie wirklich gut. Sie führte Katalog über die Bücher, die sie gelesen hatte, und hielt fest, auf welcher Seite sie wen in Verdacht hatte. In einer Extraspalte vermerkte sie per Kreuz, ob es ihr gelungen war, den Täter vor der Auflösung zu ermitteln. 78,4 Periode 3 Prozent, hatte sie nach ihrem letzten Lesevergnügen berechnet.
Klar, es gab immer Bücher, da ging es ruckzuck. Die würden ihre Quote heben. Aber schließlich hatte sie ihren Stolz. Und ein Vergnügen war es auch nicht gerade, quasi schon nach den ersten zehn Seiten zu wissen, wie es ausgehen würde. Da konnte sie ja gleich den Schluss zuerst lesen! Max tat das. Sie las kein Buch, von dem sie nicht wusste, wie es ausging. Gab es kein ‚Happy End’, las sie es erst gar nicht.

„Langweilig“, dachte Rosa und schüttelte sich innerlich.

Moritz riss sie aus ihren Gedanken.

„Was ist also? Schon ’ne Idee, wer’s war? DAS wäre mal ’ne Sache, rauszufinden, wer den Baum geklaut hat. Ich wette, sonst macht sich da niemand drüber her. Zu geringfügig, dieses Vergehen.“ Er grinste. „Oder ist dir das auch zu popelig? Wo du’s doch sonst meist mit Morden zu tun hast.“

Er lachte lauthals. Um ihn herum wurde es für einen Moment still und etliche Augenpaare richteten sich auf ihn. Köpfe wurden geschüttelt. „Der wieder“, tönte es aus der Menge.

Moritz zog gekonnt den Kopf zwischen die Schultern. So machte er es seit jeher, wenn er auf diese Weise ein „Tschuldigung“ vorgeben wollte. Dann packte er Rosa am Ärmel und dirigierte sie in die kleine Dorfkneipe gegenüber, die wegen des außergewöhnlichen Ereignisses bereits geöffnet hatte. Es war schwierig einen Platz zu finden. Zum Glück gab es die kleine Kegelbahn, an die noch niemand gedacht hatte. Und so holten sich die zwei einen heißen Tee und verzogen sich dorthin.
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Niniel » 30.12.2009, 19:35

*sich artig verbeugt* habt Dank, Mylady.
Dabei schreibe ich einfach drauf los... so wie ich auch drauflos plappern würde. Und damit mach ich gleich mal weiter.

Eine Detektivgeschichte!!!! Wie genial. Sowas mag ich ja... weil ich kann meine Fingerchen auch nie davon lassen, mitzuraten. Wer könnte es sein, was könnte der Grund sein usw. Dummerweise habe ich net so eine tolle Quote wie Rosa. Aber das hält mich von nichts ab *g*.

Bisher sind mir Rosa und auch Moritz sehr sympathisch. Ein bisserl verrückt und nicht so schrecklich erwachsen. Stößt Max auch noch zu dem dynamischen Duo? Dann könnten die drei Musketiere zusammen ermitteln. Zu dritt macht es sicher noch mehr Spaß und ich bin mir sicher, dass der Fall gelöst wird. Wer in Büchern den Täter enttarnt, kann das auch bei so einem Fall. Außerdem scheint mir Rosa sehr aufgeweckt zu sein. Plus Moritz als angehender Schauspieler... perfekt.

Ich bin schon sehr sehr sehr gespannt.
Wenn, ja wenn nicht schon alle Spuren verwischt bzw. vertrampelt wären – falls es je welche gegeben hatte.
Ja warum müssen all diese Leute auch die Attraktion bestaunen, die gar net da ist. Viel zu sehen gibt es da nicht. Nämlich nichts. Und nichts ist doch den meisten zu langweilig. Also erst mal viel Lärm um dieses Nichts und natürlich Behinderung der Ermittlungen. Menschen ;).
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Lacrima » 01.01.2010, 21:41

Hm, da bin ich ja mal gespannt.

Ich fand die Einstiegsszene sehr gelungen - so steige ich auch ins Wasser. Ich lasse nebenher noch kaltes nach, wenns zu heiß ist und wirbel wild das Wasser durcheinander, damit mir die Füße nicht ganz abfallen. Leider habe ich ja keine Badewanne *wein*, aber ich hab schon vorgeheizt und gehe gleich toll und ausgedehnt duschen. :D

Was ich auch gut finde, welcher Kriminalromane etc. -leser kann sich nicht mit Rosa identifizieren? Ich weiß auch immer sofort den Täter und es gibt nur wenige gute und spannende Bücher (und Filme!) bei denen ich länger brauche oder ganz selten mal komplett falsch liege.
Nini, Moritz als Teil des dynamischen Duos ist ja klar. Kennst du einen Mann, der nicht im Herzen noch ein kleiner Junger ist, wenn man ihn lässt? ^^ Gilt ja für Frauen auch, nur können wir das auch mal verbergen. *fg*

Der Weihnachtsbaumdieb - schließt sich da eine große kriminologische Geschichte an? Ich bin gespannt. Ansonsten dachte ich grad an Erika, falls du dich erinnerst, Stiefschwiema. Dieses Jahr gabs noch Oblomow aus der Feder desselben Autors. Wenns eine jugendfreie Geschichte bleibt, passt sie schon jetzt als Buch aus der Reihe in mein Regal. :D

Wobei ich mir aber noch nicht sicher bin, was ich lieber möchte. Immerhin hast du auch schon sehr heiße Geschichten geschrieben! Ich warts einfach mal ab.
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von dark bat » 04.01.2010, 15:31

Der Anfang brachte einen ja auf eine ganz andere Fährte!
Aber daß das eine Detektivgeschichte wird...

Und Spuren fehlten? Wo ist Grissom, wenn man ihn braucht ;)

*gespannt ist*
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Gabriel Teufel » 05.01.2010, 19:43

Ich finde das ja so klasse, dass du diese geschichte wieder hervorkramst. damals fand ich das alles schon so verdammt spannend, und ich habe immer mal wieder daran gedacht, was wohl daraus geworden ist. und vor allem, WIE sie wohl ausgehen wird

also, wenn es ums anfeuern geht, ich bin ja so was von dabei,..*puschel schwenkt* yeah you, du machst das!!!
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Paul » 06.01.2010, 10:27

Oh wie schön. Nun haben sich doch noch einige Leser mehr eingefunden. Ich hoffe vor allem auf Unterstützung, wenn ich zu dem Punkt komme, als ich nicht mehr weiter kam. :?
Klasse, dass Gabriel hier reinschnuppert. Vielleicht gibt es später ja doch noch ein bissl Sex. *lach*
Ja, Battie, du hast Recht. Immer ist Grissom nicht da, wenn man ihn braucht. Aber wozu haben wir Rosa? ;)
Ja, Stiefschwiegertöchting, was die Rosa betrifft, da ist in ihrer "krimminellen Seite" doch etwas von mir selbst aufzufinden. *g* Was Erika und Oblomow so direkt mit der Geschichte zu tun haben, hat meine kriminalistische Ader aber noch nicht so ganz entdeckt. :holmes:


Öhm, jetzt war ich im eifer des Gefechts doch tatsächlich noch als Paul eingeloggt. :x

...............................................................................................................................................

Die kleine Gestalt löste sich aus der Menge und folgte unauffällig den beiden schwatzenden jungen Leuten, die zielstrebig auf die Dorfkneipe zusteuerten. Sie trug einen umhangartigen Mantel in erdigem Braun und hatte die Kapuze ins Gesicht gezogen. Trotzdem hätte man bei genauem Hinsehen erkannt, dass es sich um eine ältere männliche Person handelte. Doch die Dorfbewohner standen eng gedrängt in ihre Gespräche vertieft und achteten nicht darauf, wer sich gerade durch die Reihen drängte.

So konnte der Mann unbehelligt die Kneipe betreten und ließ nun dort seinen Blick über die vielen Köpfe schweifen. Die beiden jungen Leute konnte er nirgends entdecken.

Er zögerte. Dann hielt er auf die Theke zu und schob sich dort mühevoll auf den für ihn viel zu hohen Barhocker.

Eine runde Frau, die hinter dem Schankthresen unermüdlich zwischen Zapfhahn und Spülbecken hin und her pendelte, sah auf und betrachtete ihn misstrauisch ehe sie ihn ansprach.

„Sie sind aber nicht aus dem Dorf?“, fragte sie neugierig und fügte dann schnell hinzu: „Was darf’s denn sein, ein Bier?“

Ihr Gegenüber nickte mit dem Kopf und ließ die Fragende grübeln, ob sich dieses „Ja“ wohl auf das „nicht aus dem Dorf“ , das Bier oder gar beides bezog.

Sie entschloss sich, nicht weiter darauf einzugehen und lieber später ihren Mann, der in diesem Moment von einem der Tische zurück an die Theke kam, zu fragen, ob der vielleicht diesen Fremden kannte.

Ihr Mann warf einen kurzen Blick auf den braun Gekleideten, legte seiner Frau dann einen Bestellzettel hin und drängelte unwirsch: „Nun mach mal zu und quatsch hier nich rum. Fünf Bier und fünf Korn für Tisch zwei.“

„Die Bierzufuhr leckt immer noch“, sagte sie ohne darauf einzugehen. „Hattest du das nicht in Ordnung bringen wollen?“

„Hab ich doch. Da fehlt aber noch ne Unterlegscheibe. Die is wech. Aber ich glaub kaum, dass es daran liegen kann. Naja, ich guck später noch mal. Jetz is zu viel los.“

Er schnappte sich ein Tablett mit vollen Gläsern, das seine Frau ihm zuschob, und entschwand zum Servieren im Schankraum.

Die Wirtin sah ihm kopfschüttelnd nach.

„Zwei linke Hände“, sagte sie vor sich hin. „Besser is, ich guck selber mal.“

Dann ließ sie noch einmal Bier in Gläser nachlaufen, so dass sich eine schöne Schaumkrone auftürmte und setzte dann ihr Spülen fort.

„Und?“ Sie wandte sich wieder dem Alten zu, der direkt vor ihrer Nase saß, „auf der Durchreise, denk ich mal. Unser kleines Kaff ist ja nicht gerade mit touristischen Angeboten gesegnet. Da bleibt doch niemand um Ferien zu machen.“ Dann besann sie sich und meinte: „Wir haben aber ein paar Zimmer. Vier, um genau zu sein. Wenn Sie also eins brauchen?“

Sie wartete auf Antwort.

Er hob nicht einmal den gesenkten Kopf.

„Hm?“, setzte sie nach. Dann schob sie ihm mit der Rechten ein Bier zu, während ihre Linke weiterhin ein Glas in das Spülwasser tauchte.
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von Niniel » 06.01.2010, 13:17

Oh ein alter Mann mit Kapuze. Sehr verdächtig. Was der wohl will? Es heißt ja immer, dass der Verbrecher an den Ort des Verbrechens zurückkehrt. Vielleicht hat er den Baum geklaut. Wobei er doch klein ist. Mhm.

Und in so einem kleinen Ort fällt immer auf, wenn jemand auf der Durchreise ist oder fremd. Da kommt dann auch die Neugierde vor. In einem Wirtshaus sowieso. Kann der denn nicht sprechen? Irgendwie mysteriös.
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Re: Die Unvollendete....

Beitrag von dark bat » 08.01.2010, 11:10

Ihr Gegenüber nickte mit dem Kopf und ließ die Fragende grübeln, ob sich dieses „Ja“ wohl auf das „nicht aus dem Dorf“ , das Bier oder gar beides bezog.
DAS war gut!

Mhm, ein Fremder im Cape...Aragorn kann es nicht sein ;) ...der ist größer...

My, Du machst es spannend!
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