Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt. (Otto Fürst von Bismarck)




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 Betreff des Beitrags: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 08:05 
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Sams Schwimmlehrer
Sams Schwimmlehrer

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Meine Eltern!

Wir waren 5 Geschwister.
Dann kam der Tag ,wo sich von heute auf morgen alles änderte!
Ich war 4 Jahre alt. Mein ältester Bruder Hans 12Jahre. Dann mein Bruder Karl mit 6 Jahren. Meine Schwestern Christel mit 2 Jahren und Monika mit 1 Jahr.

Plötzlich saßen 2 fremde Frauen bei uns am Tisch. Vor uns lagen 2 Tafeln Schokolade. Sowas leckeres bekamen wir ganz selten.
Die 2 Frauen erzählten uns das sie uns alle mitnehmen wollen.
Meine Mutter war mit 32 Jahren an Krebs gestorben. Nur zu dem Zeitpunkt hatte ich das nicht begriffen.
Ich dachte immer sie kommt wieder....
So kamen wir in ein Kinderheim nach Vechta.
Zu der damaligen Zeit war es noch nicht so, das der Vater die Kinder grosszog.

Dort waren wir in einer Gruppe mit 18 Kindern,
Ein Aufenthaltsraum, wo auch gegessen wurde, 2 Schlafräume, 4 Waschbecken. 1 Toilette und eine Badewanne,
Ich war die Nummer 8. in den Kleidern, auf dem Zahnbecher war eine 8.

Unsere Gruppe wurde von einer Nonne betreut. Statt Liebe gab es Hiebe. Wir Kinder standen abends Schlange vor der Besenkammer, um uns nacheinander die Prügel abzuholen. Zwischendurch gab es Prügel mit der Rückseite vom Handfeger, Auch wurden uns die Ohren langezogen. Ich musste deswegen später an den Ohren operiert werden. Mein Trommelfell war zerstört.


Auch wurden wir damit bestraft , das wir 2 Stunden in eine kleine Kammer eingesperrt wurden, ohne Licht. Da stand ein Bänkchen drin damit man sich wenigstens hinsetzen konnte. Ich war jedesmal froh wenn ich da reinkam. Dann hatte ich meine Ruhe......guckte dann immer neugierig durchs Schlüsselloch um zu sehen was da draussen so passierte.
Ist schon bedenklich das ich da keine Angst hatte. Kinder bekommen normalerweise Panik.

Aber sind geschlagene Kinder normal? Glaub ich nicht.

Unser Vater kam uns regelmäßig besuchen. Er war so lieb. Einmal gingen wir auf eine Kirmes. Dort schoß er mir die Kirmespuppe mit diesem tollen Ballerinakleid. Die Puppe war fast so gross wie ich. Mir wurde daraus ein Karnevalskostüm gemacht.Es wurde einfach ein Stück Stoff in Bauchnähe eingenäht. Nähen konnte die Nonne. Was nicht von Kindern aufgetragen wurde hat sie genäht. Ich war ein schmächtiges Kind. Und ziemlich klein.

Wir waren 2 Jahre im Heim, als mein Bruder Hans mir alleine draussen im Hof mitteilen sollte, das unser Vater tot war. Ich habe geschrien und bin mit Fäusten auf ihn losgegangen......er war doch selber am weinen und sehr traurig. Haben dann noch lange draussen gesessen und uns weinend umarmt! In diesem Moment waren wir zwei ganz allein.......durften erst reinkommen als wir uns beruhigt hatten.

Mein Bruder Hans war zu der Zeit in einem anderen Heim. Da kamen die Kinder rein die in die Lehre geschickt wurden. Auch diese Trennung habe ich schwer verkraftet. Beim Abschied klammerte ich mich an ihn und wollte ihn nicht gehen lassen, Habe bitterlich geweint, man riß mich gewaltsam von ihm weg. Habe ihn dann erst mit 13 Jahren wiedegesehen......

Mit 8 Jahren kam ich zu Pflegeeltern nach Königswinter. Sie waren zwar schon über 50 Jahre alt , aber gut zu mir. Sie hatten es manchmal nicht leicht mit mir. Dort war ich Einzelkind. Hatte ein eigenes Zimmer in dem ich mich immer zurückzog...wollte viel alleinsein. Dort versank ich dann in meine Traumwelt. Immer noch glaubte ich daran meine Eltern irgendwann wiederzusehen. Wusste nicht das der Tod etwas entgültiges ist......

Ich war schon gestört. Hatte einen sogenannten "Tick".......verzog immer ruckartig mein Gesicht nach links....dies legte sich aber nach einem halben Jahr.

Lange Zeit nannte ich meine Plegeeltern beim Nachnamen. Sie boten mir an sie Tante oder Onkel zu nennen...denn das Mama und Papa sagen wollte ich noch nicht. Als ich plötzlich Mama und Papa sagte hatten beide Tränen in den Augen.... Dort blieb ich bis zu meiner Volljährigkeit. Auch wenn sie längst verstorben sind, bin ich ihnen dankbar dafür, daß sie mich aus dem Heim geholt haben. So war wenigstens der Rest meiner Kindheit noch schön

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 08:05 
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Sams Schwimmlehrer
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Die Nonne und der Handfeger....

Ich war 6 Jahre alt....
Ich weiss nicht mehr was ich angestellt hatte, aber ich sollte bestraft werden. Mit dem Handfeger dessen Oberfläche noch aus Holz war.

Dazu mussten wir unsere Fingerkuppen mit der umgedrehten Hand nach vorne halten. Dann sollten schläge auf die Finger erfolgen.

Sie versuchte meine Finger zu treffen. Da das aber weh tat zog ich sie beim niedersausen des Handfegers immer zurück. Das wiederholte sich mehrmals. Die Nonne lief gefählich rot an. Panik ergriff mich...drehte mich blitzschnell rum und rannte...rannte um mein Leben. Aus dem Gruppenraum nach draussen in den Flur. Die ganzen Treppen runter über den Hof zu dem Büro der Heimleiterin, die das Heim leitete. Meine Nonne wütend hinterher.

Plötzlich stieß ich mit jemanden zusammen...es war die Heimleiterin. sie sah meine Todesangst und nahm mich mit ins Büro. Dort erzählte ich alles.
Kaum vorstellbar welche Angst in einem Kind dann ist!
Eine ganze Weile war meine Nonne netter zu mir.

Balkon-Strafe....

Noch eine Strafe hat sich meine Nonne ausgedacht. Wenn die Kinder unartig waren mussten sie eine Stunde auf den kalten Balkon. Diese Strafe wurde im Winter und Sommer durchgeführt.

Währenddessen durften die anderen Kinder im Hof und angrenzenden Garten spielen. Dort war alles was ein Kinderherz begehrte. Schaukeln und Turngeräte.

Dreiräder und Roller gab es dort auch.
Ein Fahrrad lernte ich erst mit fast 8 Jahren bei meinen Pflegeeltern.


Das Schultor....

Im ersten Schuljahr passierte es, das jemand das Schultor zuschlug. Ich hatte meine Hand dazwischen. Mein rechter Ringfinger wurde eingeklemmt.
Es hat fürchterlich geblutet. Daraufhin holte mich jemand vom Heim ab.
Natürlich musste ich bitterlich weinen. Aber anstatt Trost gab es nur geschimpfe weil ich das weinen aufhören sollte. Mein Finger wurde verbunden. Musste dann in den Schlafsaal gehen und durfte erst wieder rauskommen als ich nicht mehr weinte.
Der Nagel entzündete sich immer wieder. Einen Arzt habe ich nie gesehen.
Deshalb dauerte es eine Weile bis er verheilt war. Daraufhin begang er sich zu lösen. Ganz ab ging er erst als ich bei meinen Pflegeeltern lebte. Sie gingen mit mir sofort zum Arzt. Dort wurde er erst richtig behandelt. Es dauerte 2 Jahre bis er wieder nachgewachsen war.


Meine Ohren....

Als ich zu meinen Pflegeeltern kam, fiel ihnen auf das ich unangenehm am Kopf roch. Sie dachten es wären die Haare. Also musste ich mehrmals in der Woche in die Badewanne. Dort hat meine Pflegemutter mir immer die Haare gewaschen. Ich schrie dabei immer Au...Sie meinte daraufhin, stell dich doch nicht so an. Ich sagte wie immer........nichts!

Mehrmals in der Woche musste mein Kopfkissen erneuert werden. Es war immer voller Flecken.
Nur ich alleine wusste was es war. Traute mich aber nicht etwas zu sagen. ich war es ja gewohnt zu schweigen. Wurde mir so im Heim so beigebracht.

Meine Ohren taten höllisch weh....es lief andauernd Eiter raus. Lief heimlich schon mit Toilettenpapier rum um das Nasse da wegzuwischen. Merkte selber das es unangenehm roch.

Dann fingen meine Pflegeeltern an mich heimlich zu testen ob ich gut hören kann. Natürlich war es nicht der Fall. Daraufhin gingen sie mit mir zum Arzt.

Der schimpfte direkt mit meiner Mutter. Aber lautstark: Was fällt ihnen ein mit ihrer Tochter erst jetzt zu kommen! Daraufhin erklärte sie ihm das ich aus einem Heim komme.
Der Arzt musste mich sofort operieren in beiden Ohren war mein Trommelfell zerstört. Ein halbes Jahr später und ich wäre taub gewesen.

Auch da kannte nur ich den Grund....wir wurden immer brutal an den Ohren gezogen wenn wir was falsch machten. Besonders gerne machte sie es , wenn sie uns bei den Hausaufgaben kontrollierte. War einiges falsch....drehte sie einem brutal das Ohr um. Hört sich zwar lustig an...tat aber höllisch weh!

Und wie immer....schwieg ich!
Fürchtete sogar noch bei meinen Pflegeeltern ihre Rache, wenn ich es erzähle. Diese Nonne verfolgte mich noch ein paar Jahre in meinen Träumen.....


Der Kakao....

Es gab im Heim öfters warmen Kakao. Dieser setzt ja bekanntlich beim kaltwerden eine Haut oben ab. Diese Haut war eklig für mich. So eklig das ich schon bei dem Gedanken den trinken zu müssen würgte. Aber wir mussten ihn trinken. Einmal weigerte ich mich. Daraufhin musste ich am Tisch sitzen bleiben. Die anderen Kinder durften raus zum spielen. Nach endlosen Stunden kam eine andere Nonne zu uns in die Gruppe, um mit der Nonne über irgendwas zu sprechen.
Sie fragte mich warum ich hier sitzen würde. Ich sagte es ihr. Sie zog den Löffel hoch und sagte....iiihhhh....und durfte raus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 08:12 
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Sams Schwimmlehrer
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Dadurch, das ich zu Pflegeeltern kam, verlor ich meine Geschwister aus den Augen.
Mit 13 Jahren stellte ich Nachforschungen an.
Ich schrieb an das Einwohnermeldeamt nach Vechta, wo das Heim war. Meine Konfirmation sollte bald sein. Dazu wollte ich meine Geschwister wiedersehen.

Ich bekam auch tatsächlich Antwort.

Mein Bruder Hans wohnte in Dinslaken.
Meine 2 Schwestern kamen zusammen zu Pflegeeltern nach Wilhelmshafen. Dort haben wir sie ein Paar Tage besucht. Zur Konfirmation konnten sie nicht kommen.
Nur mein Bruder kam mit seiner Verlobten.
Mein Bruder Karl war nicht zu finden. Mit 20 Jahren erfuhr ich das er in Bremen gelandet war. Da fand ich ihn dann. Wir haben uns auch ein paarmal getroffen.

Ich habe sie aber alle wieder aus den Augen verloren. Sie hatten ihre eigene Welt.
Es ist schade wenn Geschwister so brutal getrennt werden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl war von ihnen nicht da.

Von wegen: Blut ist dicker als Wasser!

Oh mein Papa...........

Durch meinen Bruder lernte ich auch meinen Onkel Rudi und meine Tante (namen vergessen) kennen. Onkel Rudi lebte allein. Meine Tante war verheiratet. Sie hatte auch 5 Kinder.
Mein Onkel erzählte mir die Wahrheit über meinen Vater......... Bis dahin wusste ich noch nicht wie er gestorben war. Mein Vater hat sich mit Tapletten das Leben genommen......... Er hat den Tod seiner Frau und den Verlust seiner Kinder nicht verkraftet!
Auch hat er versucht eine Frau zu finden. Doch es wollte keine einen Mann mit 5 Kindern !!!!! Ich war geschockt. Kaum lernt man die Verwandtschaft kennen, freut sich so viele zu haben. Dann bekommt man knallhart die Wahrheit über den Tod des Vaters gesagt. Ohne Vorwarnung.
War sogar auf dem Friedhof an seinem Grab! Musste bitterlich weinen. Es war auch sehr vernachlässigt. Überall Unkraut. Die wussten doch alle das ich kam. War sehr enttäuscht von denen.

Habe dort festgestellt das ich aus einer ALKOHOLIKERFAMILIE kam. Vor allendingen war Onkel Rudi sternhagel voll...

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 08:16 
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Sams Schwimmlehrer
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Wie lernte ich meinen Exmann kennen....

Durch eine Annonce lernte ich ihn kennen. Es war Liebe auf dem ersten Blick. Und das mit 42 Jahren.

Erst nach ein paar Tagen erfuhr ich die ganze Wahrheit.
Er war 10 Jahre nirgens gemeldet, hatte mit einer Frau zusammengelebt die auch ein Sohn von ihm bekommen hat. Er hielt sich auch meistens in seiner Gartenlaube auf. Er hatte einen Schrebergarten der auf dem Namen seiner Eltern angemeldet war. Seit 1 1/2 Jahren war diese Beziehung beendet und er wohnte nur noch in der Gartenlaube. Geflüchtet, da er Unterhaltspflichtig war für 4 weitere Kinder.

Ich verlangte von ihm das er sich ordnungsgemäß bei mir anmeldete. Er wollte auch das ich mir ein Auto zulegte. Muss dazu sagen....er bekam vor Jahren den Führerschein entzogen wegen wiederholtem fahren unter Alkoholeinfluss.
Deswegen saß er auch ein halbes Jahr im Gefängnis.

Ich wusste das er wieder fahren wollte. DAS wollte ich aber nicht!

Darauhin schlug er mir mein Gesicht grün und blau. Es war angeschwollen und ich konnte 3 Wochen nicht vor die Tür. Bekannte die mich daraufhin zur Polizei und Krankenhaus fuhren dachten mein linkes Auge sei zerstört. Das linke Auge war ganz zu und das rechte ein wenig geöffnet. Blut lief aus dem linken Auge...
Ich sah aus wie Frankenstein.

Zum Glück war es nicht so. Machte auch eine Anzeige bei der Polizei, die ich aber aus Angst kurz später wieder zurückzog.

Ein halbes Jahr später beschloss ER das wir heiraten. Es war eine traurige Hochzeit. Niemand aus seiner und meiner Verwantschaft freute sich. Alle machten sich so ihre Gedanken. Sogar der Standesbeamte sagte zu meiner Tante, das es nicht lange gutgehen würde. Das erfuhr ich erst als ich mich von meinem Mann trennte.

Meine Tochter Tanja sagte noch zu mir: Mama tue es nicht! Aber ich hatte nur Angst und lies es geschehen. Sie kam auch nicht zur Hochzeit.

Das Leben mit meinem Mann war sehr anstrengend...immer die Angst blos nichts falsch machen, was ihn verärgern könnte. Anspannung pur.

Als er aber dann anfing auch meine Söhne zu schlagen, wurde ich zur Löwin. Ich ließ ihn nach der Arbeit einfach nicht mehr in die Wohnung. Hatte das Schloss ausgetauscht!

Er ging zur Polizei und verlangte das sie mitkommt damit ich ihn wieder reinlasse. Die Beamten lehnten ab und sagten zu ihm er soll sich besser eine andere Wohnung nehmen. Es waren schon mehrere Einsätze da wegen ihm. Einmal kamen 8 Polizisten um ihn rauszuholen. Das sagt schon alles!

Er zog daraufhin zu seiner Schwester bis er eine Wohnung hatte.
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Bis heute 5 Jahre danach umbegreiflich das ein Mensch nicht richtig mit dem Partner redet, sondern so dominant ist und zuschlagen muß um zu zeigen wer der HERR im Hause ist. Das Elend mit ihm ging 2 Jahre und ich bin froh das ich den Mut hatte ihn zum TEUFEL zu schicken.

DA war meine höhere Macht an meiner Seite und hat mir diese enorme Kraft zum handeln gegeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 08:18 
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Sams Schwimmlehrer
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Wie alles begann....

Nachdem ich mich von meinen Mann getrennt hatte, waren noch immer keine Tapeten an den Wänden. Wir hatten die Wohnung unrenoviert übernommen. Der Vormieter musste alle Tapeten abmachen. So steht es im Mietvertrag!

Die Nachbarn die auch 2 Jungs hatten, mit denen meine Söhne draussen spielten, sagten mir...sie wüssten jemanden der es preiwert macht. So lernte ich meinen Stalker kennen. Er renovierte also die Wohnung und ich zahlte den vereinbarten Preis. Für mich war damit die Sache erledigt.

Doch er wollte eine Beziehung mit mir eingehen. Dazu war ich aber nicht bereit. Zu tief saß der Schmerz über die schlechte Ehe in mir!

Daraufhin begann der Terror:

Liebesbriefe, SMS, Verfolgung, Beläßtigung, Bedrohung, Sturm klingeln mitten in der Nacht, Bedrohungen auf der Strasse, er wollte sogar eine Nachbarin angreifen die sich einmal schützend zwischen uns stellte.

Als er mir mit erhobener Faust auf der anderen Strassenseite drohte: "Dich mach ich noch Platt!" flüchtete ich sofort in die Kanzlei von einer Anwältin und schilderte meine Lage. Ich war nur noch am zittern. Mit der eidesstattlichen Versicherung der Nachbarin und den ganzen Drohbriefen (über 20) erwirkte ich eine gerichtliche Eilverfügung.

Darin wurde ihm untersagt: sich dem Haus zu nähern, mich zu berästigen, mir zu drohen.

Das hielt aber nur eine gewisse Zeit.

Das Teufelsspiel begann erneut. Noch einmal zur Anwältin, die erneut einen Brief aufsetzte an ihn. Im Moment habe ich meine Ruhe!!!

Hoffe es bleibt so....Ende offen!

Nein, nun ist alles gut. Lebe nun über 1 Jahr mit Gerd zusammen. Bin auch 550 Kilometer weit weg von Stalker. Er weiss nicht wo ich bin.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 08:23 
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Saurons Spielzeug
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*völlig entsetzt bin*

Liebe Lady (ich sag weiterhin "Lady", so hab ich dich ja kennengelernt ;) ), das ist ja entsetzlich, was du erlitten hast! Mir fehlen echt die Worte! Das tut mir so leid, wirklich! Das ist einfach nur entsetzlich!

Hast du denn mit deinen Geschwistern heute (noch) Kontakt? Schlimm genug, seine Eltern in dem Alter zu verlieren, aber dann noch von all seinen Geschwistern getrennt zu werden... Einfach grausam.

Ich hab erstmal nur die ersten beiden Posts gelesen, und die muss ich jetzt erstmal sacken lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 10:50 
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Kankras Netzaufroller
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Jessas. Das ist kein Witz oder? Ich frag nur, weil das ist so...unbelievable irgendwei. Sorry.

Ich frag nur vorher, bevor ich mir das nahegehen lasse....wir hatten hier schon so einiges.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 10:56 
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Saurons Spielzeug
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@Eo

Es wird KEIN Witz sein. Besagten Gerd kenn ich ganz frisch aus einem anderen Forum. Und einiges hatte die liebe Hobbymalerin dort auch schon mal durchblicken lassen.

Ich weiß jetzt gar nicht, ob diese Zeilen auch dort geschrieben stehen... Aber sie hat ja so einige Homepages und Foren laufen, nicht wahr, Lady Hobby? :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 14:27 
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Sams Schwimmlehrer
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Registriert: 03.09.2009, 06:18
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Ist leider wahr. Habe das 2006 alles in eine Homepage gepackt. Den schönen Schluss natürlich später nachgefügt.

Aus der Homepage Seelenschmerz wurde so: Niemals aufgeben.

http://seelenschmerz.repage.de

8612 Menschen haben diese Seite schon besucht.

Gedichte sind auch entstanden.

Muß aber dazu sagen: hat ein halbes Jahr gedauert bis ich das negative dort hin schreiben konnte. Aber endlich konnte ich damit abschliessen. War meine Therapie.

Die Zeit....

Die Zeit heilt alle Wunden,
so wird man immer verkünden...

Doch bei mir trifft es nicht zu,
komme nicht zur ruh...

Warte auf den grossen Knall,
doch bei mir ist es nicht der Fall....

Das ich wieder glücklich bin,
hat doch alles keinen Sinn....

Warum immer ich,
so schlecht bin ich nicht....

Immer dieses grosse Leiden,
muss sich grad für mich entscheiden....

Mein Herz das tut so weh,
kann es nicht verstehn....

Höhere Macht bitte helfe mir,
dafür werde ich danken dir....

Setz dem Leid ein Ende,
hier mein Leben ich verschwende....

Was macht es für einen Sinn,
das ich hier noch bin....

@Carmen 2006

Nach diesem Gedicht wurde es mir selber ganz komisch. Aber jedes Gedicht spiegelt meine damals momentale seelische Verfassung wieder.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 03.09.2009, 14:44 
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Kankras Netzaufroller
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Ah, ok, danke für die Aufklärung.

Ja, das fiel mir auch auf, es war so eine Aneinanderreihung von Schrecklichkeiten, wo aber ganze Jahrzehnte dazwischen fehlten für eine komplette Lebensgeschichte. Es wurde nur das Scheußliche (was mir natürlich ohne Zweifel sehr leid für dich tut) erwähnt. Man stutzte beim Lesen- wo kommt die Tochter denn plötzlich her.

Die schlimmen Sachen aufzuschreiben ist für Bewältigung auf jeden Fall unerlässlich, aber genauso wichtig ist es, meiner Meinung nach, die guten Jahre, die es doch sicher gab, oder wichtige schöne Meilensteine, wie die Geburt eines Kindes, ebenfalls einzubeziehen.
Eine psychische Auf- und Verarbeitung derartiger Erlebnisse ist eigentlich nur so möglich.

Aber auf jeden Fall schön, dass es dir jetzt besser geht und alles Gute.


Edit: Hab grad auf die Webseite geschaut. Da ist mehr drin und es erklärt manches. Hier wirkte die Geschichte so rausgelöst. Jetzt blick ich besser durch. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Leben
BeitragVerfasst: 11.10.2009, 12:31 
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Saurons Spielzeug
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Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Eigentlich sitze ich seit bestimmt 15 Minuten vor dem Textfeld. Und trotzdem... ich weiß es einfach nicht.

Es tut mir von Herzen leid, dass Dir all diese schrecklichen Dinge widerfahren sind. Das hat niemand verdient und es hat mir beim Lesen die Tränen in die Augen getrieben. Für Dich war das Niederschreiben sicherlich sehr wichtig. Es ist eine Sache, über schreckliche Dinge zu wissen - eine ganz andere jedoch, darüber zu schreiben oder zu reden. Das lässt es realer werden.

Fühl Dich einfach mal ganz lieb umarmt und ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute. Das die schrecklichen Dinge etwas verblassen und die schönen Dinge Dein Leben ausmachen.

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