Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt. (Otto Fürst von Bismarck)


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     Betreff des Beitrags: Eine Etwas andere Weihnachtsgeschickte
    BeitragVerfasst: 01.12.2007, 22:49 
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    Frodos Fußrasierer
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    Registriert: 01.12.2007, 15:08
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    Der 24. Dezember war bereits angebrocheni und die Uhren in dem Zimmer zeigten 15.00 Uhr an.
    Piepen erfüllte die Luft, das Geräusch der entweichenden Luft aus einem blasebalgartigen Gerät und ein Junge von 10 Jahren stand an einem großen Fenster, blickte hinunter auf die Straßen, die hell erleuchtet vor dem Hospital lagen und seine Hand legte sich auf die kalte Fensterscheibe, an der Eisblumen wuchsen am unteren Ende, ehe er sich umdrehte und zu den beiden Betten blickte, in denen seine Eltern lagen und seine Augen schlossen sich erneut, als er daran dachte, was die Polizisten gesagt hatten, die ihn geholt hatten.

    Es gab einen Verkehrsunfall auf der Landstraße, nicht einmal 2 Kilometer von der Wohnung entfernt, in der sie zu dritt lebten. Seine Eltern waren nicht einmal schuld gewesen, als dieser angetrunkene 19 Jährige in sie hineinraste und sie aus der Kurve schleuderte.
    Soweit er gehört hatte, war der Unfallverursacher nahezu unverletzt geblieben, aber seine Eltern wurden zur Notoperation ins Zentralklinikum gebracht und hier stand er jetzt…
    Michael, der kleine Junge mit seinem Plüschhund, der sich so sehr auf Weihnachten gefreut hatte.
    Der Baum sollte geschmückt werden morgen und die Vierte Kerze endlich brennen, während er sich über das größte Türchen am Adventskalender hermachen konnte. Es sollten Weihnachtslieder gespielt werden auf dem alten Grammophon seiner Urgroßmutter und der Trommler wäre wie immer eines seiner Lieblingstücke gewesen, zu dem Michael die kleine Blechtrommel genommen und mit musiziert hätte… Doch dieses Jahr, würde es das nicht geben… Kein fröhliches Weihnachten, keine Bescherung, nichts…
    Die Ärzte hatten ihn hergeholt, da keiner wusste, wohin mit ihm sonst und nur seinen kleinen Stoffhund konnte er noch mitnehmen, bevor sie die Tür hinter ihm schlossen und ihn herfuhren.
    Ein Bett aus einem anderen Zimmer, stand für ihn an der Wand und seine Eltern waren in einer Art Plastikhülle, da er nicht zu ihnen sollte wegen der hohen Ansteckgefahr.
    Schniefend wischte sich der Knabe eine Träne aus den Augen und drückte sein Plüschtier enger an sich, während seine Augen wieder aus dem Fenster auf die Straße viel, wo die letzten noch Weihnachtsgeschenke kauften und hastig durch den Schnee hasteten.
    “Stille Nacht” dröhnte zu ihm durch das Fenster aus den großen Lautsprechern an den Häusern und seine Stirn legte sich gegen das kühle Glas. Was sollte dieses Jahr nur werden??

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     Betreff des Beitrags: Re: Eine Etwas andere Weihnachtsgeschickte
    BeitragVerfasst: 01.12.2007, 22:50 
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    Ein junger Mann trat in sein Blickfeld und vorsichtig hob Michael seinen Kopf, blickte leicht verwundert auf die Gestalt im schneeweißen Mantel, mir weißen Schuhen und Hosen und den hellen, platinblonden Haaren, der fast wie von Zauberhand durch die Menschenmassen sich bewegte, und dann…sah er auf. Genau auf ihn! Aber, das konnte doch nicht sein!!
    Sofort duckte sich der Junge und sah in die Augen seines ‘Kuschels’. //Er kann mich nicht gesehen haben! Das geht doch nicht!! Aber…wir sind stark.. Nicht wahr Kuschel?? Wir gucken noch einmal…//
    Vorsichtig lugte der Junge aus dem Fenster, aber dort, wo der Fremde gestanden hatte, war nichts mehr und als er weiter die Straße hinunter sah, war ebenfalls keine weiße Gestalt zu sehen, egal wohin er auch sah.
    Verwirrt und unschlüssig, ob er sich das nur eingebildet hatte, ließ sich der Junge auf den Boden nieder, leicht mit den Ohren des Stofftieres spielend und wieder zu den beiden Betten mit den vielen Maschinen sehend. //Mama…Papa…bitte.. Wacht auf.. Dann können wir heim und Weihnachten feiern.. Ich brauch auch keine Geschenke.. Ich will keine mehr, aber bitte..wacht auf… bitte…//
    Erneut traten dicke Kullertränen in seine Augen, als die Tür sich öffnete und leise eine der Schwester ins Zimmer kam.
    “…Michael… dein Cousin steht unten und möchte dich gerne sehen…”, kam es von der älteren Dame, mit dem lieben Lächeln, die ihn hier aufgenommen hatte und versuchte, wenigstens etwas das geschehene angenehm für ihn zu gestalten.

    “….mein… Cousin?” Soweit er wusste, hatte er keinen Cousin und auch keine andere Familie außer seinen Eltern. Seine Großeltern starben schon vor seiner Geburt und Verwandte kannte er überhaupt nicht, da sie weiter entfernt wohnten und sie selbst nicht das Geld besaßen, um zu ihnen zu fahren.
    Etwas misstrauisch und ängstlich, stand er auf. Aber er wollte Stark sein! Und er hatte ja seinen “Kuschel” dabei, der ihm dabei helfen würde, ganz sicher.

    Unsicher kam er auf die Schwester zu, ihre Hand ergreifend und langsam mit ihr zum Empfang gehend, vorbei an dem großen Weihnachtsbaum auf der Station, unter dem Geschenke lagen und der von einem heilen Fest erzählte, mit viel Glanz und Freude, aber wirklich sehen, konnte der Knabe das nicht.
    Als sie dann im Erdgeschoss waren und aus dem Lift stiegen, erblickte er bereits auf einem der Stühle den weißen Fremden, den er vom Zimmer aus gesehen hatte!

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     Betreff des Beitrags: Re: Eine Etwas andere Weihnachtsgeschickte
    BeitragVerfasst: 01.12.2007, 22:51 
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    “Hohoho… na, warst du denn auch immer schön brav gewesen?”, fragte er lächelnd, als der Knabe auf seinem Schoß platz genommen hatte.
    “…ja, das war ich Weihnachtsmann… und ich möchte, dass du alle meine Wünsche streichst, ja?”
    Etwas verwundert hob dieser seinen Kopf und blickte auf Raph, der lächelte und mit einem leichten Lächeln andeutete, dass er den Jungen weiter fragen sollte.
    “…und warum kleiner Mann???”
    “Weil ich nur noch einen Wunsch habe… Mach meine Eltern wieder gesund, ja?? Damit wir zusammen Weihnachten feiern können, bitte Weihnachtsmann…”
    Langsam verstehend und sacht lächelnd, reichte dieser dem Jungen eine Zuckerstange.
    “…ich werde sehen, was sich da machen lässt.. Verrätst du mir deinen Namen?”
    “Michael Tarin…”
    Das Kind lächelte und drückte sich gegen den älteren Mann, der freundlich auf seinen Rücken klopfte.
    “…jetzt geh zu deinem Begleiter. Andere Kinder wollen mir auch noch etwas sagen, Michael… und wir sehen uns wieder, versprochen..”

    Lächelnd und dennoch mit einem traurigen Blick, machte sich Michael erneut auf zu seinem Cousin, den er die Hand nahm, bevor dieser ihn erneut hochhob. “…ich möchte zurück ins Krankenhaus… bitte.. Mama und Papa werden schon auf mich warten…”
    Die Freude, die zuvor die Kinderaugen erhellt hatte, war verschwunden und er umarmte sein Stofftier, dass er immer noch bei sich hatte und den größeren so fest er konnte, während dieser ihn langsam zurück brachte in die Hoffnungslosigkeit des Krankenhauses.

    Es war nun bereits 20.00 und die Krankenschwester brachte den Jungen hinauf ins Zimmer, als dieser sich verabschiedet hatte und Raph noch ein schönes Fest gewünscht hatte.
    Er wollte seinen Cousin wieder sehen und ihm irgendwann danken, dass er da gewesen war…
    Sich bettfertig machend, Zähne putzend und dann ins Bett krabbelnd, sich zudeckend.
    “Nacht Mama, Nacht Papa… und… werdet schnell gesund, bitte… ja?”
    Bevor er einschlief, dachte er noch daran, dass er ja dem Weihnachtsmann seinen Wunsch persönlich mitgeteilt hatte.
    //Bitte… mach das sie wach werden Santa… bitte…//

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     Betreff des Beitrags: Re: Eine Etwas andere Weihnachtsgeschickte
    BeitragVerfasst: 01.12.2007, 22:51 
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    Dieser legte gerade die Zeitung fort, in der er gelesen hatte und stand auf, kam auf den jüngeren zu und hockte sich vor ihn, eine wirre Strähne aus seinem Gesicht schmeichelnd. “…hallo Michael.. Ich bin Raph und ich wollte euch eigentlich einfach mal über die Feiertrage besuchen… tut mir leid, was mit deinen Eltern passiert ist. Als ich es gehört habe, bin ich gleich her gekommen, um dir wenigstens ein schönes Weihnachten zu schenken…” Die sanfte Stimme, ließ alle Angst vergessen, aber dennoch keine Freude aufkommen

    “…ich will hier nicht weg… Mama und Papa… sie brauchen mich…”, ,wisperte der Junge und sah zurück zum Fahrstuhl, der gerade in den 7 Stock fuhr.

    “…aber wir können doch etwas für sie kaufen, damit sie sehen, dass Weihnachten ist, wenn sie aufwachen… Was meinst du? Wollen wir ihr Krankenzimmer schön dekorieren, wir beide?” Erneut strich er über das Gesicht des anderen und vorsichtig erhob sich der ältere und zog aus einer Tasche, die er plötzlich in der Hand hatte einen dicken Rollkragen heraus, den er Michael überstreifte. Es war ein roter Pullover mit einem Rehntier und einer Winterlandschaft darauf, der kuschelig warm sich um den kleinen Körper schlang.

    Staunend und ungläubig betastete Michael den Stoff und schlang die Arme um Raph, leise sich bedankend dafür und anschmiegend. Er fühlte sich so wohl bei dem älteren und zusammen verließen sie das triste Gebäude und kamen hinaus in die die Weihnachtliche Stadt, die mit ihrem Glitzer und Glanz alle Sorgen vergessen ließ.

    Die beiden machten sich auf in das Getümmel und bald schon hatte sich der Kleine in den vielen Lichtern und wunderbaren Gerüchen verloren.
    Gebackene Mandeln, Waffeln, Lebkuchen… er bekam, was er sich wünschte und teilte es sogar brüderlich mit seinem Gönner, der sich einfach nur freute, dass es dem anderen gefiel und er nicht nur daran dachte, was gewesen wäre, wenn dieser Unfall nicht geschehen wäre.
    Mit einem weiteren Lächeln auf den Lippen, brachte der ältere den Jungen zu einem kleinen Häuschen auf dem Weihnachtsmarkt, in dem der Weihnachtsmann sah und er ließ Michael herunter, der auf den alten Mann mir Bart zuraunte, das kleine Zwinkern des weißgekleideten zu dem rotbemantelten Mann bemerkte er gar nicht.

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     Betreff des Beitrags: Re: Eine Etwas andere Weihnachtsgeschickte
    BeitragVerfasst: 01.12.2007, 22:52 
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    Am nächsten Morgen wurde der der kleine Junge von einem süßen Geruch geweckt, der in seine Nase zog und schubbernd, was dies war, öffnete er seine Augen und wühlte sich unter der Decke hervor, auf der kleine Sterne waren.
    Sterne!?
    Sofort war er hell wach und blickte in dem hellen Zimmer umher. Es war SEIN Kinderzimmer!! Hatte er das nur geträumt?!?!?
    Hastig stand er auf, seine bloßen Füße hasteten über den Boden und er verließ sein Zimmer. Plätzchenduft lag in der Luft und er hörte schon die leise Melodie zu Weihnachten, wie sie immer gespielt wurden am nächsten Tag, wenn es die Geschenke gab, die der Weihnachtsmann über Nacht gebracht hatte.

    Im Wohnzimmer angelangt, blickten seine glänzenden Kinderaugen auf den Großen Weihnachtsbaum, der mit Süßigkeiten behängt war und darunter standen große und kleine Pakete.
    “Guten Morgen Micha.. Hast du gut geschlafen?”, fragte eine sanfte Stimme und wie von Sinnen schmiegte sich der Knabe gegen seine Mutter, kuschelte und schmuste wie schon lange nicht mehr und er konnte gar nichts mehr sagen!!
    Es war also nur ein Traum gewesen… oder???

    “Schau mal, der Weihnachtsmann war schon da. Hast du denn so schlecht geschlafen, dass du deine Geschenke gar nicht aufmachen willst?”
    Sacht hob sie ihren Sohn hoch und stubbste seine kleine Nase an, bevor sie näher an den Baum heran trat und verwundert auf den Kaminsims blickte.

    “…nanu… die Karte habe ich ja noch nie gesehen…”, meinte sie leise und hob sie hoch.
    Michael staunte nicht schlecht, als vorne drauf Raph zusehen war, mit großen weißen Flügeln und einem Lächeln auf den Lippen, als wolle er “Frohe Weihnachten” sagen und im Hintergrund flog der Weihnachtsmann mit meinem Schlitten.

    Seine Hände nahmen seiner Mutter die Karte aus der Hand und seinen “Kuschel” sicher mit seinem Körper festhaltend, öffnete er sie.
    Das Lied des “Kleinen Trommlers” erklang und er las die kleine Botschaft, die nur er verstehen konnte.

    “Frohe Weihnachten Michael und ein gesundes neues Jahr. Und bleib vor allem so brav, wie du es bis jetzt warst.
    Alles Liebe, dein Schutzengel Raphael und Santa Claus.”

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