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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 26.02.2010, 19:41 
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    Hackbällchen á la Mamma italiana


    Zutaten:

    Hackfleisch - 500g für 4 Personen (bei gutem Hackfleisch reicht das für 5 Personen)
    frischer Knoblauch
    4-5 mittelgroße Zwiebeln
    2 Eier
    ein altes Brötchen (gerne auch dunkel, gerne stattdessen auch 1-2 Scheiben Brot)
    Milch
    1 große Dose Tomaten
    Basilikum (ob frisch, getrocknet oder gefrostet, alles möglich)
    Oregano (aus dem Streuer reicht)
    Salz/Pfeffer
    Öl (passend Olivenöl)
    Parmesan oder Grana Padano (in der Tüte gerieben)
    Spaghetti

    Topf für die Nudeln
    kleiner Topf für die Tomatensoße
    Ofenfeste Pfanne


    Zubereitung:

    Das Brötchen/Brot in ein Glas oder eine Schüssel geben, vorher eventuell harte Rinde entfernen und Milch zugießen, damit das Brot weich wird.
    Nun wird zuerst die Dose Tomaten geöffnet und die Tomaten mit dem Messer noch in der Dose zerkleinert. (Mit dem Messer ein paar Mal durch, bei etwas Übung oder genug Vorsicht gibt das keine Sauerei.)
    Dann ca. 4 Knoblauchzehen klein schneiden und in Öl (muss nicht viel sein) anbraten. Vorsicht, den Topf nicht zu hoch erhitzen, sonst verbrennt der Knoblauch und wird bitter - in dem Fall neuen Versuch starten mit neuem Topf oder den andern gut auswaschen. (Passiert mir auch öfters, daher Tomaten schon bereit halten, um abzulöschen.) Sobald der Knoblauch etwas über das glasig sein hinaus ist, die Tomaten dazugeben und unterrühren. Basilikum nach Wunsch - aber reichlich genug! - hinzugeben. Das Ganze nun vor sich hin köcheln lassen.

    Hackfleisch, die Eier, Basilikum (bei getrocknetem gut zerkleinern und Stengel brechen) in eine Schüssel. 4-5 Knoblauchzehen (bei sehr großen Zehen weniger, bei Wunsch mehr) klein hacken und zum Fleisch geben. Das Brot müsste nun gut durchgeweicht sein. Es wird etwas ausgedrückt, die Milch abgegossen und das weiche, ausgedrückte Brot ebenfalls in die Schüssel gegeben. Dazu nach Wunsch Käse geben - ich nehme immer die halbe Packung, nach Laune auch mehr - sowie reichlich Pfeffer, Oregano und bei Wunsch Salz. (Achtung, in den Tomaten ist von Werk aus schon Salz, also nicht übertreiben. Ich salze meist gar nicht zusätzlich.)

    Ab und an nach der Soße gucken! Sie darf köcheln, aber nicht kochen. Stufe 1 oder 1/2 reicht. Probeweise kann man kosten, sollte sie zu dünn sein, gibt man ein wenig Tomatenmark aus der Tube dazu. Sollte aber nicht nötig sein.

    Das Fleisch und die anderen Zutaten in der Schüssel gut vermatschen und Bällchen formen. Wer sie größer mag, macht sie größer - wenn sie jedoch zu groß sind, fallen sie später auseinander oder sind nicht richtig durch! Meine sind etwa immer so dick, wie 2/3 meines Daumens lang ist. Also Pi mal Daumen. :x

    Nun die Zwiebeln schneiden und Öl in die feuerfeste Pfanne geben.
    Ofen anstellen - 180-200°.
    Die Zwiebeln in der Pfanne glasig braten, dann die Bällchen darauf legen und 3-4 Minuten anbraten. Nun vorsichtig wenden. Die Bällchen sollten leicht angebräunt sein - wer es dunkler mag, kann natürlich stärker anbraten. (Die Bällchen halt regelmäßig prüfen und gegebenenfalls wenden.)
    Die Soße muss jetzt mit Pfeffer abgeschmeckt werden, das Ganze in die Pfanne und über die Fleischbällchen gießen und ab in den Ofen.

    Dort verbleiben Bällchen und Soße für etwa 20 Minuten. Die Zeit ist passend, um die Nudeln zu kochen.
    Achtung, es ist alles sehr heiß! Guten Hunger. ;)


    Was übrig ist, lässt man erkalten, füllt es in eine Dose oder eine Tiefkühlminitüte (z. B. mit Schiebeverschluss) und frostet es ein. Lässt sich gut aufwärmen und schmeckt dann immer noch.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 26.02.2010, 20:30 
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    Und wo ich einmal dabei bin, noch die versprochene Suppe:


    Kürbissuppe


    Zutaten:

    1 Kürbis (Hokkaido - orangerot, aromatisch, Schale wird beim Kochen weich und mitgegessen); Durchmesser ca. 20-25 cm
    1 Zwiebel
    750 ml Brühe
    60g frischer Ingwer
    1 TL Currypulver
    1 frische Chili (alternativ Sambal Oelek)
    1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
    1 Becher Creme fraiche oder Sahne
    Salz, Pfeffer
    1 EL Zucker
    etwas Kerbel bei Bedarf oder Möhren


    Zubereitung:

    Hokkaido-Kürbis waschen und eventuell schadhafte Stellen wegschneiden. Dann zerteilen, die Kerne entfernen und in ca. 1,5-2cm große Würfel schneiden.
    Die Zwiebel schälen, würfeln und in einem erhitzten Topf andünsten, etwas salzen und Kürbiswürfel dazugeben. Die Brühe dazugießen, dazu den frischen Ingwer gerieben oder klein geschnitten, bis zu 1 TL Currypulver, 1 TL Kümmel, Pfeffer, klein geschnitten die halbe Chili (oder etwa Sambal Oelek), 1/2 TL Salz, 1 EL Zucker (nicht vergessen!) und nach Geschmack Kerbel oder klein geschnitten Möhren geben.

    Die Suppe nun köcheln, bis sie sämig ist und die Stückchen weich sind. (Etwa 20-25 Min.) Nun alles pürieren (Achtung, die Spritzflecken sind hartnäckig!). Wer die Suppe mit Biss mag, püriert nicht.
    Mit der Creme fraiche oder Sahne abschmecken.


    Tipp:

    Krabben, Lachsstückchen oder Schinkenwürfel passen gut dazu.
    Ich serviere immer mit Brot.
    Bei Bedarf kann man mehr Curry dazugeben. Muss man aber abschmecken.
    Kräuter passen sicher auch dazu.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 05.07.2010, 14:32 
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    Wohnort: Sachsen - und stolz drauf!
    Passend zur Jahreszeit - und sehr schnell gemacht:


    Tarator, bulgarische Gurkensuppe

    Das Grundrezept für 4 Personen

    1 Liter Joghurt (der ganz einfache)
    2 Salatgurken
    Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, frischer Dill, etwas Zucker,
    gehackte Walnüsse

    Die Gurken in feine Streifen raspeln (man kann sie auch in feinste Würfel schneiden), kurz stehenlassen.
    Den Joghurt mit etwas Wasser glatt rühren, die Gurken abtropfen und unterrühren.
    Mit frischem Knoblauch, Pfeffer, Salz, ein bißchen Zucker, Olivenöl und viel gehacktem Dill abschmecken und die Walnüsse drüberstreuen.
    Eiskalt servieren.

    Dazu Fladenbrot und ein gekühlter Rosé - und dann ab in den Garten ;)

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    Yaphit: If we match the deflector amplitude to the quantum wave function, it should compensate for any field instability
    LaMarr: I like when you talk dirty


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 05.07.2010, 21:40 
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    Gandalfs Stabschnitzer
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    Hmmmm, das hört sich ja mal wieder legga an. Ich mag Gurken und Dill und überhaupt. :D

    Das werde ich gleich mal am WE ausprobieren. Da soll es ja wieder so richtig heiß werden. *schmelz*

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    Es ist sehr simpel. Schere schneidet Papier. Papier bedeckt den Stein. Der Stein zerquetscht die Echse. Die Echse vergiftet Spock. Spock zerschlägt die Schere. Die Schere enthauptet die Echse. Die Echse isst das Papier. Das Papier widerlegt Spock. Spock verdampft den Stein. Und so, wie es schon immer war, zerschmettert der Stein die Schere.


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 11.07.2010, 08:49 
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    Die Gurkensuppe probier ich auch, hört sich an, als sei das superlecker!!!

    Ich hab auch was dabei, eine Kurzfassung meines Käsekuchens, erprobt und für gut geheißen!

    Rezept: Blitzkäsekuchen

    Eine Springform einfach mit GEKAUFTEM Blätterteig auskleiden! Und die Füllung dazu:


    3 Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, Eigelb in separate große Schüssel geben.
    1 Becher Sahne ebf. steif schlagen.
    Die Eigelbe mit 200 g Zucker vermischen, 1 Päckchen Vanillepudding unterrühren, 500 g Magerquark dazu, alles gut mit Mixer verschlagen.

    Sahne und Eiweiß unterheben.

    Auf den Blätterteig rauf, nach Belieben noch Mandarinen aus der Dose oben zum Verzieren (ja, vor dem Backen!), auf unterste Schiene im Backofen bei 180 Grad ohne Umluft ca. 50 Minuten backen.

    Coole Sache! Und in 5 Minuten fertig!!!! Also ohne Backen, natürlich!

    Ich persönlich finde sogar, dass der Blätterteig noch besser zu der Quarkfüllung passt als Mürbteig. Auch am Tag danach schmeckt er noch, der Blätterteig ist dann zwar nicht mehr so knusprig außenrum, aber durchaus noch sehr lecker!

    Demnächst probiere ich mal aus, wie das ganze mit Frischkäse schmeckt. In Helsinki aß ich so kleine Törtchen mit Frischkäsefüllung, die war GANZ leicht salzig (von dem Frischkäse eben), und dazu Erdbeersauce... boah, I was addicted. Ich glaub, ich hab das in 10 Tagen vier mal gegessen. :lol:

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    Ei paska punniten parane.


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 12.01.2013, 15:37 
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    dark bat hat geschrieben:
    Passend zur Jahreszeit - und sehr schnell gemacht:


    Tarator, bulgarische Gurkensuppe



    Oh, wenn ich gewusst hätte, dass du dieses Rezept hier rein gestellt hast... ich hab mich vor nem Jahr blöde gesucht! Ich liebe diese Gurkensuppe.

    Ich kenn sie von klein auf als Salatbeigabe. In der DDR war der Jogurt noch anders, fester. Heut is der so flüssig, daher nehm ich Creme fraiche, griechischen Jogurt, Quark oder ähnliches - ab und an kombiniere ich.
    Ich lass auch nicht abtropfen, sondern mag es, wenn das Wasser zieht, deshalb brauch ich ja auch die festere Milchproduktbeigabe. :oops:
    Dill kommt bei mir reichlich rein.

    Zutaten sind immer Pi mal Daumen, für mich allein reicht ne halbe Gurke und nen halber Becher Jogurt(-ersatz), also so 100-150g glaub.
    Außerdem is bei mir Zwiebel noch Pflicht, dafür kein Zucker.


    Aber eigentlich war ich nach dem Chilirezept suchen... *wühl*

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 21.09.2015, 03:11 
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    Ich habe festgestellt, dass hier schon eeeeeewig nichts mehr passiert ist. Welch Sünde!

    Fledermaus, dein Chilirezept hab ich ausgegraben. Da die schlechtere Hälfte mittlerweile Vegetarier ist, brauchte ich nur kurz die Anleitung für die erste Stufe mit dem toten Tier (wobei wir beim nächsten Mal dringend mehr Tomatensaft brauchen, oder überhaupt welchen :oops: ). Aber so weiß ich immer, mit welchen Zutaten ich auf jeden Fall rechnen will. Das Chili selbst hat Schatz gemacht, mit bunter Paprika, roten und schwarzen Bohnen, grünen Chilis... Boro hat irgendwo diesen Sojakramsersatz (nicht Tofu) erwähnt, so Flocken, die in Suppen und Soßen wie Hackfleisch wirken. Wusste gar nicht, dass es die vor Jahren schon gab. *gg* Die hat er für sich genommen und ich konnte (aufblickend von meinem Chili mit Hack, ich bevorzuge übrigens Halb/Halb, Rind wär zu trocken, sonst nur Rind) sagen, ein respektabler Ersatz. Konsistenz ist dieselbe, Geschmack (im Gegensatz zum meisten anderen Fleischersatz) sehr anständig.

    Außerdem hab ich mir vorgenommen, demnächst Melies Aioli zu rekreieren. Wird dringend Zeit, ist viel zu lang her.


    Ich las außerdem zwischendrin was von Ofengemüse, das machen wir etwas anders, sind aber immer je nach vorhandenen Zutaten flexibel in der Ausführung:


    Ofengemüse á la Lacci (2-4 Personen)


    Zutaten:
    - Gemüse nach Wahl - von der Menge soll es ne Auflaufform (reichlich) füllen
    z. B. Möhren, Kürbis, Kartoffeln, Brokkoli, Zwiebeln (rot, weiß, Frühlings), Paprika, Lauch, Tomaten (wenn die drin sind, nehm ich meist statt frischer oder dazu ne Dose passierte oder gehackte), Blumenkohl, Kohlrabi, Ingwer, Fenchel, Süßkartoffeln, Zucchini, Aubergine...
    - Tiefkühlkräuter
    ich nehm meist italienische, Menge nach Wunsch, wenigstens ne viertel Packung für meinen Bedarf, kommt auch auf die Menge des Gemüses an
    - Öl (ich nehm immer Olivenöl)
    - Salz, Pfeffer (nach Belieben auch Paprika, Curry, Oregano, zu Paprika-Varianten passt das bulgarische Paprikagewürz, falls das wer kennt, Zimt geht auch, nach Geschmack halt)
    - Knoblauch
    wenn ich nur Kartoffeln und Brokkoli nehme, passt der nicht, sonst ist er aber eig. immer drin
    - Wasser
    wenn man Dosentomaten hat, kann man kurz die Dose ausspülen und das Wasser noch mit rein kippen, geht drum, dass das Gemüse nicht austrocknet, bisweilen nehm ich auch Milch oder Schmand und/oder nen Löffel Hüttenkäse oder Frischkäse, Brühe geht auch
    - Feta - Menge ist absolut frei wählbar
    oder Gouda, Emmentaler, was man hat, mag oder weg muss, geht auch ohne Käse, mischen ist auch möglich


    Zubereitung:
    Für den Ofen nehme ich eine Auflaufform. Da ich meist hoch schichte, mische ich aber vorher in einer großen Schüssel, dann muss ich nachher nicht aufwischen.
    Gemüse nach Wunsch zerkleinern. Größere Stücke brauchen im Ofen länger, kleinere sind Mund gerechter, schneller durch und Platz sparender. Wer die Ofenzeit verkürzen will, kann blanchieren bzw. vorkochen/anbraten, bissfest sollte es aber bleiben (bitte die verschiedenen Gemüsesorten beachten, Tomaten sind schneller Matsch als Möhren beispielsweise, Brokkoli koche ich in der Regel vor, Kartoffeln u. ä. schneide ich immer dünner, damit es schneller durch ist).
    Ein paar Spritzer Öl in die Schüssel (mehr, wenn man auf Käse usw. verzichtet), Gemüse und Kräuter dazu.

    Pfeffern nach Wunsch, salzen (Achtung, bei Kartoffeln, Möhren, Kürbis etc. saugt es viel Salz, so dass man mehr braucht, notfalls am Teller nachsalzen) und halt an Gewürzen dazu, wie man es mag. Ingwer und Knoblauch schneid ich recht klein, wobei man bei Knoblauch beachten muss, dass er gut unten (d.h. in der Flüssigkeit) landet, damit er nicht verbrennt und bitter wird.
    Will man Käse untermischen, kommt der gestückelt oder geraspelt mit rein, bissl was dann übrig lassen, damit man am Ende noch drüber streuen kann. Größere Käsestücken für Käseliebhaber sind auch möglich, kleinere verschwinden in der Soße.
    Das Ganze dann vorsichtig in die Auflaufform geben, gern höher schichten, denn es fällt in der Regel reichlich zusammen.

    Ich nehm für die Soße immer nach Gefühl so viel Flüssigkeit, dass der Boden reichlich bedeckt ist bzw. ein bis zwei Fingerbreit Flüssigkeit drin steht.
    Da ich milchige Soßen mag, rühr ich oft die Gewürze mit nem ordentlichen Schuss Milch und ggf. Schmand/Sahne/Frischkäse/Hüttenkäse an, wenn Gouda oder Feta u. ä. , auch der, und kipp die Mischung dann in der Form drüber (Gemüse-Soße-Gemüse-Soße spart das Rühren). Andernfalls einfach Wasser (oder Brühe, dann aber weniger salzen!). Ich hab Suppengrün als Mischung selbst eingekocht im Glas, daher brauche ich eher Wasser als Brühe.

    Im Ofen braucht das je nach Gemüse und Schnitt durchaus länger. Ich rechne in der Regel mit 150-180° und mind. 1-2h. Zwischendurch vorsichtig rühren (sobald es anfängt, zusammen zu fallen), durchaus kosten/anstechen, ob das Gemüse gar ist. Wird es zu dunkel, Temperatur runter oder Alufolie bzw. Backpapier drüber, wenn zu wenig Flüssigkeit drin ist, nachgießen und mischen, damit die dunkleren bzw. trockneren Stücke unten in der Form landen. Niedrigere Temperatur heißt längere Dauer, aber weniger Gefahr, dass es anbrennt. Bei Umluft trocknet es stärker aus, Schiene ist bei mir immer die unterste.
    Ist das Gemüse soweit durch, kann man Käse drüber streuen - entweder plant man das ein und lässt es dann einfach noch bis zum Anbräunen weiter schmoren oder man nötigt für 5-10 Min die Grillfunktion.

    Im Römertopf dürfte das Ganze auch funktionieren, den halt für eine Restzeit öffnen, damit es oben anschmort.

    Varianten:
    Mag man festere Varianten, kann man Ei in die Soße quirlen, das stockt, was nicht jeder mag. Statt Gewürzen gehen auch Suppenmischungen - bei Brokkoli-Kartoffel z.B. die Brokkoli-Creme-Suppe. Mit ner Tütensuppe würd ich trotzdem bei meiner Flüssigkeitsmenge bleiben, eventuell dann mehr als eine Packung Suppe. Ich kenn außerdem Varianten, die sich auf Öl und Käse beschränken, dann wäre mir das Gemüse jedoch zu trocken. (Der Vegetarier hats einmal probiert und zu wenig Flüssigkeit genommen, das war recht trocken, Brokkoli arg bitter und doch recht dunkel alles oben.)
    Da mein Vegetarier nicht militant ist, stopf bisweilen ich nach ner halben Stunde (oder wann es mir einfällt) einfach auf einer Seite hier und da Hackfleisch (gern gewürzt) mit rein, muss dann halt aufpassen, dass ich es beim umrühren auf der Seite lasse. Von der Menge würd ich das auf 50-100g schätzen, soll es von Anfang an rein und Bestandteil sein, je nach Mitessern durchaus 250-500g und vorher anbraten.

    Wie erwähnt, das Rezept ist sehr variabel und an viele Geschmäcker anpassbar. Grundstock sind bei mir (in der Regel) Paprika, Kartoffeln und Knoblauch (und meist Tomaten, Möhren) und dann wird nach Belieben und Vorrat ergänzt. Kartoffeln und Brokkoli oder Kartoffeln, Lauch und Hackfleisch passen auch sehr gut, Kartoffeln, Bohnen und Hack ebenfalls, mediterrane Varianten mit Tomate, Paprika, Knobi, roten Zwiebeln, Zucchini und Aubergine liebt der Vegetarier. Man kann sogar Minze nehmen, bei kränkelnden Mitbewohnern kommt generell Ingwer mit rein. Schatz liebt außerdem rote Zwiebeln; Zwiebeln generell sind allerdings (in dem Gericht) nicht so meins und werden dann auf seine Seite geschoben. :pfeif: Ergo: Ausprobieren. Hauptarbeit ist das Schnippeln vorneweg.


    Über Mengenangaben mach ich mir nie einen Kopf, da bei vegetarischen Sachen sowieso nichts übrig bleibt, egal(!) wieviel ich koche (und wenn er es dann zum Frühstück isst...), und bei Gerichten mit Fleisch oder Fisch ich den Rest schlicht in den Kühlschrank oder das Gefrierfach packe oder über den Folgetag vernichte.
    In diesem Sinne das nächste Rezept, immerhin ist grad Kürbiszeit und nicht alles wird zu Marmelade verarbeitet (nur fast alles :oops: ). Ist eine etwas andere Version als die Suppe, die ich schon mal gepostet hab.




    Kürbissuppe mit Orangen (2-4 Personen)


    Zutaten:
    - 1 kleiner bis mittelgroßer Hokkaido (oder ein halber größerer)
    - 2-4 Möhren, je nach Größe
    - 2-4 mittelgroße Kartoffeln, je nach Bedarf
    - 2-4 Zwiebeln, je nach Bedarf
    - Ingwer nach Geschmack
    - wer mag, Knoblauch - 1-2 Zehen reichen
    - 1 Orange
    - Kürbiskerne
    - etwa 1 Liter Brühe (mglw. mehr)
    - Öl zum Anbraten
    - Öl von gerösteten Kürbiskernen
    - Curry, Salz, Pfeffer, Paprika - wer mag auch Chili und Muskat
    - Schmand, Sahne oder saure Sahne


    Zubereitung:
    Zwiebeln würfeln, Knoblauch klein schneiden, Möhren putzen (ggf. schälen, aber muss nicht), dickere Scheiben reichen, Ingwer schälen und schneiden, Kartoffeln schälen und grob würfeln. Kürbis aushöhlen, schadhafte Stellen und Strunk entfernen, grob schneiden. Schale kann bleiben, die wird bei der Sorte Kürbis weich und ist essbar. Zu fein muss das Gemüse nicht werden.
    Zwiebeln und Knoblauch in Öl in einem großen Topf anschwitzen, Karotten, Ingwer und Kartoffeln dazu (wer eingekochtes Suppengrün im Glas hat, davon auch 1-2 TL). Alles kurz anbraten, dann die Kürbisstücke dazu - die Röststoffe sind gewollt, leicht angebräunt, aber nicht schwarz. (Knoblauch wird bitter, deshalb da Vorsicht.) Ggf. noch mal Öl oder fettarmer nen kleinen Schwapp Wasser dazu, um abzulöschen.
    Ein paar Minuten (nicht zu scharf) anbraten, damit auch der Kürbis bissl Röstung bekommt.

    Inzwischen die Orange rollen, dann wird sie saftiger. Halbieren. Eine Hälfte wird vorsichtig in die Suppe entsaftet. Eigentlich gibt man zum Kürbis noch etwas Zucker, damit er nicht bitter wird. Ist die Orange sehr süß, kann man sich den sparen. (Neulich waren bei mir auch Kürbis und Möhren so süß, dass selbst ohne Zucker ne recht süße Suppe draus wurde. Also Vorsicht.) Wer Orangen nicht mag, kann die Säure später aus der sauren Sahne nehmen oder nen Spritzer Zitrone zugeben. Dann aber nen Tick Zucker dazu.

    Nun die Gewürze dazu - Salz, Pfeffer, Curry, Paprika, Muskat, nicht zu viel Chili. Es kann später nachgewürzt werden, man muss es also nicht übertreiben - Salz wird viel aufgesaugt, kommt aber auch durch die Brühe, daher nicht zu viel nehmen. Ich nehm mind. nen halben TL Curry und etwas weniger Paprika, reibe frischen Muskat, mühle frischen Pfeffer (der ist intensiver als ausm Streuer), wahrscheinlich ne reichliche Prise oder zwei Salz (auch aus dem Streuer, da sind es ein paar Umdrehungen) und nehm 1-2 Prisen Chili - je nach Sorte. Allerdings mag ich es pikant, der Vegetarier noch pikanter und Chili ist unterschiedlich, weshalb ungeübte wenigstens dort vorsichtig sein sollten.

    Nun mit Flüssigkeit aufgießen, dh. heißes Wasser bei mir und Brühe bei denen ohne Suppengrün ausm Glas. Nen Liter sollte vorbereitet sein, wahrscheinlich braucht man später noch mehr, da reicht dann auch zusätzlich Wasser, wenn die Brühe alle ist. Erst mal so viel rein, dass das Gemüse bedeckt ist. Köcheln lassen, bis alles schön weich ist. Wahrscheinlich um die 15/20 Minuten.

    Inzwischen aus der zweiten Orangenhälfte Filets rausschneiden. Wer pingelig ist und es ganz ordentlich will, schneidet erst die Filets und drückt den Rest der Orange aus oder nimmt zwei Orangen.
    Außerdem die Kürbiskerne in einem Pfännchen anrösten. Ich mag sie gut geröstet, der Vegetarier nicht - da er aber Kürbiskerne eh nicht so mag, bekommt er separat ne Salatkernmischung weniger angeröstet. Mit der Hitze aufpassen, gut schwänken. Anfangs tut sich immer nicht viel und dann geht es ganz fix und sie sind verbrannt. Menge nach Wunsch, ist Suppeneinlage. Bei Seite stellen (aber nicht im Pfännchen, sonst schwärzen sie nach!).

    Wer seine Suppe fein mag, nimmt nun den Pürierstab - dazu muss es wahrscheinlich etwas abkühlen (mein Pürierstab verlangt max. 80°). Ich nehm den Mixer und geh einmal durch, da ich es gröber mag. Dabei wird die Suppe insgesamt dicker, entsprechend gibt man weiter Wasser/Brühe dazu, bis man die gewünschte Konsistenz erhält. Nach und nach, damit es nicht zu dünne wird. Deckel drauf und noch mal auf niedriger Hitze köcheln, damit die Flüssigkeit in die Suppe eingeht.
    Achtung, Spritzer tun weh und sind orange-gelb und nicht unbedingt Kleidung freundlich.

    An der Stelle kann gekostet und nachgewürzt werden. Wer es orangiger mag, gibt die Innereien der Orangenhälfte dazu, aus der die Filets entnommen worden sind. Nicht die Filets, den Rest aus der Orange. Deshalb nicht noch mal richtig aufkochen, die Orange neigt oft dazu, dann saurer zu werden. Die Innereien sind meist ein größeres Matschstück, das man später wieder raus fischen kann.

    Sobald alles gut verbunden ist, zwischendurch Konsistenz checken und ggf. nachbessern, Orangenmatsch rausfischen und noch mal abschmecken, wenn nötig. Wer seine Suppe sahnig mag, kann nun direkt Sahne, Schmand oder saure Sahne nach Belieben reinmischen. Ansonsten wird angerichtet. Garniert wird bei mir mit nem Klecks Schmand, Sahne oder saurer Sahne, den gerösteten Kernen - ein paar drüber streuen, hübsch ein paar drapiert Orangenfilets und etwas Kürbiskernöl (das gibt noch mal nen ordentlichen Pfiff und man kann nette Sachen malen, am besten über nen Löffel arbeiten).

    Varianten
    Wie schon gesagt, Sahne etc. direkt einrühren, statt Orange die Säure aus saurer Sahne nehmen, statt Orange und Kürbiskernöl dunkle Crema di Balsamico beim Anrichten, oder statt Orangensaft Zitronen- oder Limettensaft, andere Kerne gehen auch, je nach Belieben mit den Gewürzen experimentieren - mehr oder weniger Curry oder Chili machen schon viel aus.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 25.09.2015, 16:43 
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    wow, danke für die riesige Rezeptanleitung :)

    Eierschecke ohne Boden :)

    Grundschicht:

    3 Becher Quark (750g)
    200g Zucker
    1/2 Päckchen Backpulver
    2 Eier
    1 Puddingpulver

    Alles verühren und in eine Springform geben.

    Schecke:

    1 Päckchen Pudding
    3/8 Liter Milch
    100g Zucker
    100g Butter
    5 Eigelb
    5 Eiweiß (zu Schnee schlagen)

    Pudding , Zucker und Milch kochen, etwas abkühlen lassen, danach Butter und Eigelb unterrühren, Eiweiß steif schlagen und mit einem Holzlöffel unterheben.

    Auf der Grundschicht verteilen und bei 200 °C im Backofen 60 min backen. :chakka:


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 30.09.2015, 01:11 
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    Gern. Danke für dein Rezept. :D

    Wenn du einen Boden drunter machen würdest, was für einer wäre das?

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 30.09.2015, 16:01 
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    Huhu das wäre zwar Sünde, aber ich denke es würde eher ein Kekstortenboden werden. Du kennst ihn bestimmt: Löffelbiskuits klein matschen und mit Butter vermengen fertig ist der unkomplizierte dünne Tortenboden, oder ich müsste nochmal direkt nach suchen nach einem adäquaten Eierscheckentortenboden. Ich kann dir aber nur empfehlen die ohne Boden zu essen, schmeckt viel viel besser :chakka:


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 03.10.2015, 07:49 
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    Danke. Ich mag gute Kuchenböden. :oops:

    Dürfen nicht zu dünn sein, nicht zu trocken, nicht zu verbrannt.

    Meine Mutter hatte mal einen Keksboden zur Erdbeertorte - Tortenböden mag ich nicht so, also diese Biskuitböden. Der Keksboden war ein Traum. Ist sicher 20 Jahre her und ich schwärme immer noch über die Erinnerung. *gg*


    Statt des Löffelbiskuit könnt ich mir auch andere Kekse vorstellen: Cantuccini, Vollkornkekse (Hobbits), manchmal passen auch Amarettini. Nicht unbedingt alles zur Eierschecke.

    Hat jemand ein 'Originalrezept' für Dresdner Eierschecke? Das würd mich glatt auch interessieren. Sobald ich mal den Quark nicht vergesse, werd ich mich an deiner Variante probieren, Kelas.



    Frischkäse mit roten Zwiebeln

    Zutaten:
    - eine Packung Frischkäse (der sahnige, die fettfreie Jogurtvariante ist keine Alternative, hab es probiert, Konsistenz und Geschmack waren eklig)
    - mind. 1 rote Zwiebel
    - Salz, Pfeffer
    - Milch


    Zubereitung:
    Man schneide die rote Zwiebel klein, nicht zu fein, nicht zu grob - so, wie man sie gern essen möchte. Den Frischkäse in eine Schüssel geben, Zwiebeln dazu, Salz und Pfeffer dazu, nen Schluck Milch (1-2 EL für den Anfang) und rühren. Lieber einen kleineren Schluck Milch und nachmilchen, wenn es zu fest ist, als zu viel auf einmal. Schmeckt frisch, noch besser, wenn es im Kühlschrank ziehen konnte. Sollte sich Flüssigkeit absetzen, einfach wieder einrühren.



    Ich nehme auf eine Packung Frischkäse mindestens 2 rote Zwiebeln, bei größeren Packungen auch 3. Der Herr schneidet die Zwiebeln gröber, ich feiner. Milchprodukte ziehen Salz, man kann aber mit ner Prise anfangen und ggf. nachsalzen.
    Eig. wird statt Milch Sahne (flüssig) genommen, Milch reicht uns.
    Wir wollen demnächst mal Kräuterfrischkäse mit Frühlingszwiebeln probieren. Ne Menge anderes Gemüse dürfte auch passen. Tomaten (getrocknet), Paprika, Gurke, Möhre, Knoblauch usw. kann ich mir auch vorstellen und diverse frische Kräuter.




    Ich liebe Smoothies und hab derzeit grüne für mich entdeckt. Fan von Mangold, Spinat und ähnlichem grünen Zeugs bin ich nicht - sobald es gekocht ist. Roh hingegen, im Smoothie, ist das schon anders.


    Grüner Smoothie als Frühstück

    Zutaten:
    - 1/2 bis ganze Banane (halbe Avocado geht auch)
    - 1/2 Apfel
    - Spritzer Zitrone oder Limette
    - ggf. etwas Öl (Olive zb.)
    - Hand voll grüne Blätter (Spinat, Mangold, gestern hab ich Basilikum probiert)
    - kleine Hand voll Weintrauben
    - ein Stück Gurke (nach Bedarf, 2-3 Finger breit - soll nicht zu dominant sein, ich schäle aus Verdauungsgründen)
    - Flüssigkeit (Wasser oder Milch)
    - Keime/Samen (ich nehm immer Leinsamen geschrotet und/oder Chiasamen)
    - Smoothiekräuter oder grüner Tee, wer hat (Super Greens von Pur Ya ist meine Wahl: Weizengras, Gerstengras, Brennessel und Moringa; ist nicht billig, reicht aber sehr lange, weil man nur nen kleinen TL oder Kaffeelöffel braucht)


    Zubereitung:
    Banane, Gurke und Apfel schneiden, Weintrauben waschen - alles in einen Messbecher (für den Pürierstab) oder ins Gefäß für den (Smoothie)Mixer. Großen Schluck Flüssigkeit dazu, damit der Mixer arbeiten kann. Pürieren. Dann die gewaschenen grünen Blätter dazu, Spritzer Zitrone oder Limette, nen EL Keime/Samen und nen kleinen TL Kräuter oder Tee. Ggf. noch Flüssigkeit aufgießen, pürieren.
    Konsistenz durch zusätzliche Flüssigkeit anpassen, so, wie man es gern hätte. Wird erst mal dickflüssiger sein, weshalb ich einiges nachgieße.



    Meine Pfirsiche waren nicht mehr gut, sonst hätt ich noch nen Pfirsich rein geschnitten, dafür war ne kleine Pflaume drin. Banane nehm ich normal ne ganze, gestern nur ne halbe, weil wir kaum noch welche haben und ich den Smoothie ein wenig flüssiger wollte. Hat man keinen Fettträger (zb. Avocado), sollte ein wenig Öl dazu, da Vitamine über Fett aufgenommen werden. Ich mag Kokos und hatte entsprechend Kokoscremepulver drin (ausm Asia-Markt), das rührt man sonst mit Wasser an und ist recht intensiv.
    Kräuter muss ich erst neue holen, also diese Super Greens - es geht ohne. Chia-Samen sind etwas teurer, Leinsamen gibts im DM günstig (2,50€ oder noch billiger, günstiger als im Kaufland) und ich las mal, für die Verdauung ist geschrotet besser (wir essen die auch im Müsli/Jogurt, im Smoothie werden sie eh geschreddert). Alternativ gehen Haferflocken oder Amaranth, den kann man noch wie Popcorn poppen (schmeckt nussig, passt auch im Müsli). Diverse andere Samen sollten ebenfalls funktionieren.

    Wer es süßer mag, kann nen TL Honig zufügen, statt Wasser oder Milch gehen auch Saft, Buttermilch oder diverse Milchalternativen (ich hatte neulich Kokosmilch). Statt Weintrauben (oder zusätzlich) passt Mango (einige Stücke reichen) und dazu vielleicht ne halbe Maracuja, Ananas werd ich noch probieren. Wem alles zu grün ist, kann gefrorene Himbeeren zugeben - die sind immer sehr intensiv im Geschmack, also ne kleine Hand voll sollte reichen.

    Natürlich kann man Obst ergänzen und austauschen, wie man will.
    Wenns passt, könnte man Minze nehmen oder Petersilie probieren (mag ich persönlich beides nicht in Smoothies), Möhren- oder Kohlrabigrün soll sich gut eignen (ebenso Blätter und Stil vom Brokkoli), Wirsing u. ä. wäre wieder nichts für mich.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 03.10.2015, 14:29 
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    klar kann ich damit auch dienen ;)

    Dresdner Eierschecke


    Hefeknetteig:

    500g Mehl
    100g Zucker
    80g Margarine
    1/4 Liter Milch( knapp messen)
    30g Hefe
    Salz, Vanillinschote oder Zucker, Bittermandeln oder abgeriebene Zitronenschale

    Hefeteig zusammen basteln und gehen lassen. Zusammenstoßen und ein gefettetes Blech damit belegen und einen Rand andrücken.

    Quarkmasse

    80g Margarine
    200g Zucker
    2-3 Eier
    1kg Quark
    etwas Milch, Salz
    2 Bittermandeln und abgeriebene Zitronenschale
    125g Sultaninen

    Margarine, Zucker und Eier schaumig rühren und nach und nach die übrigen Zutaten zugeben.

    30g süße Mandeln zum Schluß mit der Masse vermischen und auf den Hefeteig geben und breit verstreichen.

    2. Masse

    1/4l saure Sahne
    1/8l Milch
    20g Stärkemehl
    5 Eier
    75g Zucker
    1 Pck Vanillinzucker, oder Schote
    50g Butter
    3 Eßl. Rum

    Diese Zutaten im Wasserbad dickschaumig schlagen und über die 1. Quarkmasse ziehen.
    Bei mittlerer Hitze 50 Minuten backen, vor starker Oberhitze bitte schützen.

    Kurz vor Backzeitende mit zerlassener Butter bestreichen.


    Die ist somit etwas schwieriger zu Backen, aber Dresdner Eierschecke ist nicht umsonst das Herzstück in Sachen kuchen und fahre ich in meine Heimatstadt ist die durch Verwandte immer schon für uns eingekauft, direkt vom Konditor gebacken :)
    Guten Appetit :)


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 03.10.2015, 16:00 
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    :umarm: :umarm: :umarm: Danke!
    Ja, ich hol die auch immer beim Bäcker, aber hier im wilden Westen gibt es ja keine, die das machen. So nutz ich jedes Mal, wenn ich drüben bin (und nehm auch mal welchen mit, sowieso pack ich mir da immer Ost-Care-Pakete *seufz*).

    Also die Sultaninen würd' ich weglassen, da gibts hier welche, die die nicht mögen. Schmeckt der Rum sehr raus? Mandeln kommen da drauf? Das kenn ich nu gar nicht. :-?

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 03.10.2015, 16:31 
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    Haaaa das kenn ich, mach ich genauso, hier gibt es keinen guten Kuchen, das ist eben einfach in Dresden besser :) Mandeln kommen rein! die merkst du nicht, kannst auch weg lassen. Den Rum schmeckt man gar nicht raus :)


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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 04.10.2015, 03:52 
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    Ich deck mich immer mit Knuflos ein. Die gibts hier zwar auch (allerdings nicht so exzessiv überall wie in DD), aber weil die kaum wer will, sind die immer alt und schmecken nicht mehr. Dann sämtliche Pudding-, Grütze-, Kaltschalen-, Eiscreme-, Moussevarianten von Komet. Ruf kommt preislich nicht ran und generell ist die Sortenvielfalt unschlagbar. In meinem Schrank ist nun ein wahrer Regenbogen an Puddingvarianten (Schoko, Karamell, Sahne, Pistazie, Zitrone, Banane, Erdbeer, Himbeer, Heidelbeer, Mandel, auch ne Sorte ohne Milch - Kirsch fehlt noch ^^, ich nehm die auch für Papageienkuchen usw.) und ein Vorrat an hier nicht zu bekommender Kaltschale, Cremes und Mousse (Kokosmousse, hmmm). :x
    Fladenbrot hol ich, wenn ichs in die Manufaktur schaffe - hier hats leider keine Manufaktur (für die nächste müsste ich nach Mannheim) und nen kleines(!) Fladenbrot vom Tunesier kostet statt 35 cent in Dresden hier 2,50 Euro. (Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. :roll: Ich glaub, sobald ich Zeit für sowas hab, back ich die selbst.) Schatz bekommt dann auch immer Sesamkringel. Böhmischer Bäcker ist ebenfalls Pflicht für Schokoblaten für mich und wenn sie haben, tschechische Waffeln. Und wenn ich es kriege, Brausepulver, nicht die Ahoi, sondern die von früher, für den Herrn. Wenn Zeit und Platz ist, halt auch noch Kuchen. :pfeif: In den Carepaketen von Mama sind dann immer die Viba-Sachen drin, sie wohnt an der Quelle in Thüringen.

    Leider kann man Gehacktes schlecht importieren, das wird so schnell schlecht. :heul: Mein Bruder hat in München aber dasselbe Problem und auf Dauer werden wir uns wohl gegenseitig Fleischwölfe schenken. Als ich im Rewe an der Fleischtheke fragte und Tartar für 10 Euro ablehnte, wurde ich angesehen, als hätte ich Aussatz. :motz: Seit Kurzem, ich hab fleißig immer wieder gefragt, gibts im Kaufland Thüringer Mett-Variante - abgepackt (und als Thüringerin hab ich den Begriff Thüringer Mett das erste mal vor 10 Jahren in Hamburg kennen gelernt ^^). Fleischer wär mir lieber, aber ein Anfang.
    Ähnliches gilt für günstiges Obst, das kostet mich hier mind. das Doppelte und die Auswahl ist nicht mal halb so groß. Hab ich in Dresden zwei Beutel voll diversesten Obstes und Gemüses für nicht mal 10 Euro bekommen - nicht immer das perfekte, absichtlich, denn völlig ausreichend für den Mixer, bin ich hier doch arg eingeschränkt und werde mit dem nächsten Jahr vermehrt selbst sammeln gehen. Auch die Vielfalt an Produkten, die ich aus dem Milchwerk gewöhnt bin - frag mich nicht, was ich an Eiern mit dem kleinen Maulwurf schon her geschleppt hab und dann in alle Welt verschickt. *gg* Unser Verbrauch an Jogurt ist auf weniger als nen Viertel gesunken. Club-Mate ist hier auch eher ein Luxusgetränk, da hatten wir früher bald ne Kiste pro Woche von.

    Tjaja, man merkt erst, was einem so fehlt und was man verwöhnt ist, wenn man ins Exil muss. (Gott, das klingt, als gäbe es hier im Westen gar nichts. *lol*) Mein Freund erklärt mich jedenfalls regelmäßig für irre.


    Zurück zum Kuchen: Ich mag Rum und Mandeln. Hätt nur nicht gedacht, dass die drin sind. Wird zu gegebener Zeit ausprobiert. Kann man den Zuckeranteil reduzieren? Und wenn ja, wie weit wäre weise und muss ich dann andere Zutaten erhöhen? Bei anderen Backwaren reduzier ich immer locker auf die Hälfte, wenigstens auf 2/3.


    Da fällt mir ein:

    Selbst gemachter Vanillezucker (geht auch mit anderen Gewürzen oder statt Zucker mit Salz)

    Man nimmt ein Döschen oder Schraubglas, füllt es mit Zucker und steckt fleißig immer die halbierten, ausgekratzten Vanilleschoten (eventuell etwas kleiner geschnitten, wenn das Gefäß kleiner ist) mit rein. Der Zucker nimmt das Aroma an. Mit der Zeit und Masse an Schotenstücken kann man ruhig ältere wieder raus sammeln (und abklopfen). Solang sie aber noch weich sind und nicht zu viele, würd ich sie drin lassen.






    Außerdem gab es heute Fladenbrot mit Bruschetta. Wenn das Fladenbrot überbacken werden soll, reicht das abgepackte aus Kaufland, Penny oder so. Wer frisches mag, sollte sich nen türkischen Laden suchen, der das anbietet, ne Manufaktur, falls es eine in der Nähe gibt, oder einfach mal beim Dönermann gucken, ob der welches so anbietet. Das is dann sehr weich und knautschig und im Idealfall frisch am Tag gebacken. (Und meine Lieblingsvariante für frisches Fladenbrot. :oops: )


    Bruschetta

    Zutaten:
    - 2-3 kleine Dosen Tomaten
    - ne Hand voll frische Tomaten
    - wenigstens 1 rote Zwiebeln (nach Belieben mehr)
    - mind. 2-3 Zehen Knoblauch (nach Belieben mehr)
    - Salz, Pfeffer
    - frischer Basilikum (für die Menge muss es kein ganzer Topf sein, drittel oder halber)
    - etwas Olivenöl


    Zubereitung:
    Tomaten von Innereien befreien und in recht kleine Würfel (halber cm) schneiden. In eine mittelgroße Schüssel geben. Dosentomaten ordentlich abgießen und ebenfalls klein schneiden, auch in die Schüssel damit. Rote Zwiebel sehr fein schneiden, Knoblauch fein schneiden oder hacken (wenn man ihn vorm Schälen mit dem Messer etwas drückt, kommt der Geschmack besser raus) - beides in die Schüssel zu den Tomaten. Basilikum waschen, klein schneiden oder hacken und in die Schüssel. Salzen und Pfeffern, 1-3 EL Öl dazu. Mischen.

    Wenn das Ganze im Kühlschrank wenigstens einige Stunden durchziehen kann, wird es noch besser. (Teller auf die Schüssel oder verschließbare Dose nehmen, wegen des Geruchs.) Eine Freundin von mir mag es gern mit viel Soße - die gießt nichts ab und schnippelt auch die Tomateninnereien mit rein. Ich mag ihre Variante zum Durchziehen, gieß aber dann beim Servieren ordentlich ab.


    Dazu gibt es bei uns Fladenbrot in Stücke und auf geschnitten und mit Mozzarella überbacken. Ich leg immer noch Knoblauch gehackt unter die Käsescheiben und mach ggf. Tomaten-Mozzarella-Gewürz (unter den Käse, sonst verbrennt es, oder nach dem Backen) drauf. Beim Essen dann eventuell Pfeffer auf das überbackene Brot, ansonsten geschnittenen Basilikum drauf und nach Belieben von der Bruschetta.



    Überbackenes Fladenbrot (für 2-4 Personen)

    Zutaten:
    - 1 großes Fladenbrot
    - 2 Mozzarella
    - Salz, Pfeffer
    - 2-4 Zehen Knoblauch
    - 2-4 mittelgroße Tomaten (bei Cocktailtomaten entsprechend mehr ^^)
    - Basilikum (wahrscheinlich ne Hand voll)


    Zubereitung:
    Fladenbrot vierteln und aufschneiden, Ofen auf 180°. Fladenbrot kurz in den Ofen mit Innenseite nach oben, damit es etwas anröstet (2-5 Min.). Lässt man den Schritt weg, wird es nachher auf dem Brot wahrscheinlich recht matschig.
    Tomaten in Scheiben schneiden (ich viertel die immer noch, wer will, kann die Innereien weg lassen), Knoblauch in dünne Scheibchen schneiden oder hacken (vorher mit dem Messer etwas andrücken), Basilikumblätter nicht zu klein schneiden, Mozzarella in nicht zu dicke Scheiben schneiden.
    Fladenbrot aus dem Ofen holen. Knoblauch, Tomaten, etwas Salz/Pfeffer und nach Wunsch Basilikum drauf, Mozzarella drüber. Ab in den Ofen, bis der Käse zerlaufen und nach Wunsch gebräunt ist - wahrscheinlich so 5-12 Min.

    Fertig.


    Statt geschnittenem Knoblauch kann man die Zehen auch aufschneiden und auf das angeröstete Fladenbrot reiben. Dann braucht man wahrscheinlich etwas mehr Knoblauch. Alternativ geht auch Kräuter- oder Knoblauchbutter, dann weniger Salz. Die Butter kann man auch schon beim ersten Ofengang drauf haben. Das Brot darf in diesem Schritt (generell) nur nicht zu lang rein, damit es am Ende nicht zu hart oder schwarz ist.
    Anstelle des großen Fladenbrotes kann man auch kleine nehmen. 1/2 bis 1 pro Person.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 20.10.2015, 04:30 
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    Zeit für meine Lieblingsmarmelade - die einzige, die ich esse. *gg* Nun hab ich die beiden letzten Tage fleißig eingekocht und brauche dringend mehr Gläser... Immerhin muss das das ganze Jahr reichen und verschenkt wird auch immer einiges.

    Kürbismarmelade

    500g Kürbis (Hokaido)
    500g Äpfel
    1 Stange Zimt
    Wasser
    1 Pckg. Gelierzucker 2:1
    Einmachgläschen
    1 unbehandelte Zitrone


    Kürbis waschen, schadhafte Stellen raus schneiden, mit einem großen Löffel Innereien raus kratzen. Äpfel schälen, Gehäuse entfernen. Meine Mengenangaben meinen die so vorbereiteten Früchte. Beides in Mund gerechte Stücke schneiden und in einen ausreichend großen Topf geben. Etwas Wasser dazu und weich dünsten. Sollte 10 Min. dauern, bei mir dauert es durch die Äpfel meist länger. Dann gibt man mind. 50 ml. Wasser dazu und püriert das ganze - ich mag kleine Stückchen, daher nehm ich den Kartoffelstampfer. Nun die Zimtstange und den Saft einer halben bis einer ganzen Zitrone rein, Gelierzucker dazu und unter Rühren aufkochen, 5 Min. sprudelnd weiter kochen. Temperatur runter drehen, aber nicht erkalten lassen, und die Zimtstange raus fischen.

    Inzwischen kochen die Einmachgläser in heißem Wasserbad, auch die Deckel. Gläser aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und - falls noch Wasser drin ist - mit einem sauberen(!) Tuch oder Küchenpapier trocken tupfen. Die kochende Masse in die Gläschen füllen, jeweils die Deckel aus dem heißen Wasserbad nehmen, ebenfalls steril abtrocknen und verschließen.

    Die Gläser sollten nun umgedreht abgestellt werden, damit die verbleibende Luft einmal durch die Masse nach oben ziehen muss (das desinfiziert noch mal). Ich füll Glas für Glas mit jeweiligem Deckel ab, sprich, Gläser können vorbereitet werden, aber die Deckel bleiben bis zum Verschließen im heißen Wasser. Umgedreht sollten die gefüllten Gläser mind. 5 Min. stehen; bei mir bleiben sie einfach ne Weile stehen.


    Varianten:
    Da mir die Masse bei der Flüssigkeitsmenge zu fest wird, nehme ich mehr als 50 ml Wasser. Man kann es in etwa abschätzen, bevor der Zucker rein kommt. Die Masse dickt nach. Ist sie da schon zu fest, einfach Wasser aus dem Wasserkocher dazu kippen - Schluckweise und rühren.
    Man kann den Apfel auch nach dem Dünsten der Kürbismasse reinreiben. Statt 50 ml Wasser gehen auch Apfelsaft, Orangensaft oder ähnliches. Statt Zimt Kardamom, Ingwer oder eine halbe bis ganze ausgekratzte Vanilleschote (oder eine bereits ausgekratzte zum Auskochen).
    Ich hatte in der heutigen Fuhre klein geschnittenen Ingwer, ne kleine Zimtstange und 4-6 Kapseln Kardamom. Die letzten Jahre hatte ich meist noch Nektarinen und/oder Pfirsiche mit drin und dafür weniger Apfel. Außerdem variiere ich die Mengenverhältnisse von Kürbis und übrigem Obst (600:400) oder gehe mit den Angaben sehr großzügig um (750:450). Das sollte man allerdings nicht zu sehr übertreiben, da die Angaben den Vorgaben des Gelierzuckers entsprechen und sicher ihren Sinn haben.
    Nen Schuss Alkohol (Rum zb.) passt ebenfalls.

    Meine Tante meinte neulich, für steriles Verschließen gäbe es speziellen Alkohol, den man kurz anzündet. Das hab ich noch nicht probiert, aber geplant.

    Ich ess die Marmelade am liebsten auf Erdnussbutter (Pindakaas) oder würzigem Käse.



    Falls jemand Interesse hat, wir waren Sonntag Esskastanien sammeln. 1,6 kg. 1kg wurde zu Maronencreme verarbeitet (=Maronenmarmelade).

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 08.11.2015, 21:39 
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    Ich hab so den Eindruck, ich bin die einzige hier, die regelmäßig was isst. :oops:

    Heute gibt es, auch wenn der Sonntag schon fast vorbei ist, ein jüdisches Frühstück, das man am besten zum Sonntagsbrunch serviert.



    Shakshuka

    Zutaten:
    - 1 mittelgroße Zwiebel; geschält, gewürfelt
    - 1-2 Zehen Knoblauch; geschält, gewürfelt
    - 1 1/2 TL Olivenöl
    - 1 Peperoni; entkernt, fein gewürfelt (alternativ: türkische bzw. ungarische Paprika oder Chilipulver)
    - 2 kleine rote Paprika (am besten Spitzpaprika); entkernt, in feine Streifen geschnitten
    - 1 EL Tomatenmark
    - 3 kleine Dosen Tomaten (gehackt oder man geht mit dem Messer in der Dose ein paar mal durch die Tomaten)
    - 1 TL Salz
    - 1 Prise Zucker
    - 1–2 TL Oregano
    - 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
    - 4 Eier
    - 1/2 Bund glatte Petersilie, fein geschnitten
    - Meersalzflocken


    Zubereitung:
    Zwiebeln und Knoblauch in einer breiten Pfanne in Öl andünsten. Peperoni und Paprika dazugeben und bei mittlerer Hitze mitdünsten, bis die Paprika weich ist. Rühren nicht vergessen. Erst Tomatenmark, dann Tomaten unterrühren.
    Mit Salz, Zucker, Oregano und Kreuzkümmel würzen und ohne Deckel einkochen, bis es sich um ein Drittel reduziert hat, gelegentlich umrühren. (Nimmt man statt Dosentomaten ganze Tomaten, müssen die zerdrückt werden.)
    Die Eier nacheinander, einzeln aufschlagen, vorsichtig nebeneinander in die Sauce gleiten lassen und mit Salzflocken bestreuen. Etwa 12 Minuten bei mittlerer Wärmezufuhr garen.

    Shakshuka mit Petersilie bestreuen und servieren. Dazu passt Fladenbrot.





    Neben selbst gemachtem Zaziki und/oder Humus, frischem Gemüse und Obst gibt es meist auch noch Baba Ghanoush, was soviel heißt wie verwöhnter Papa und eine Auberginencreme als Dip meint. Wichtiger Bestandteil dabei ist Tahin/Tahine/Tahini/Tahina - ein Sesammus, das man in asiatischen/indischen Läden kaufen kann sowie in Supermärkten mit internationalem Angebot. Bei mir hat das sogar der Netto um die Ecke, Penny nur in der Themenwoche, Rewe sollte es auch haben.


    Baba Ghanoush

    Zutaten:
    - 1-2 EL Olivenöl
    - ca. 500g Auberginen
    - eine kleine Knoblauchzehe; angedrückt und fein geschnitten
    - 1-2 EL Tahin, mehr geht auch, aber dann wird es ggf. bitterer
    - Saft einer halben Zitrone
    - Salz und Pfeffer
    - 1 EL Kreuzkümmel (= Kumin), im Pfännchen angeröstet und mit dem Mörser zerstampft
    - 1 TL frische, glatte Petersilie oder Koriander; gehackt


    Zubereitung:
    Den Backofen auf 220°C vorheizen, die Auberginen waschen und mit einem spitzen Messer ein paar Mal einstechen. So lange backen, bis sie ganz weich sind und die Haut fast schwarz ist, das dauert mind. 30-40 Minuten. Je weicher das Fruchtfleisch, umso besser wird nachher das Ergebnis. Anschließend die Auberginen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, schälen. Fruchtfleisch zusammen mit dem Knoblauch, der Sesampaste, dem Zitronensaft und dem Olivenöl im Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie/Koriander untermischen.

    Am besten bereitet man das Ganze am Abend vorher vor, da es abgekühlt serviert werden soll und damit gleich gut durchziehen kann. Servieren kann man noch mit drüber gestreutem gerösteten, schwarzen Sesam, Granatapfelkernen und frischer Petersilie/Koriander oder durchmischt mit einem Löffel Jogurt.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 09.11.2015, 14:42 
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    Schokoladengewürz

    - 100g Zartbitterschokolade (70%), in Stücke gebrochen
    - 2 Priesen Muskat
    - 2 TL Vanillepulver
    - 1/4 TL Zimt
    - 3 EL Kaffee (löslicher, ich werde aber nächstes Mal richtigen probieren, da er mir zu bitter war)
    - ggf. Puderzucker

    Alles zusammen in den Mixer geben und fein häckseln. Am besten danach in einen Streuer füllen. Vorsicht, wenn die Schokolade zu warm ist, bleibt sie kleben, daher am besten vorher ins Gefrierfach legen oder ne Weile in den Kühlschrank.

    Wem das ganze zu bitter ist (wie mir), ergänzt 1-2 EL Puderzucker. Für meinen Geschmack hab ich die Zimtmenge mindestens vervierfacht. Nächstes Mal werde ich statt löslichem Kaffee Bohnenkaffee nehmen, dann wird es wahrscheinlich weniger bitter. Außerdem kann man die Schokolade anpassen - dunkler oder heller. Auf die Menge Kaffee hab ich letztlich noch etwas mehr Schokolade gegeben (und Zimt :pfeif: ).
    Für das Vanillepulver kann man auch Vanilleschoten mahlen oder Vanillezucker nehmen, dann aber den Puderzucker anpassen.

    Ich streu das ganze über Cappuccino, Pudding, Eis, Kaffee, nehm es für Gebackenes (auch direkt in den Teig) und mein Freund würzt damit seine Smoothies.



    Apfelrröschen

    - 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
    - 5 EL Zimt
    - 1 EL Zucker
    - 2-3 Äpfel; gewaschen und ggf. geschält, schadhafte Stellen entfernen
    (empfohlen wird rot, grün funzt auch, Fallobst macht sich sicher sehr gut dabei)
    - 1/2 Dose Schmand oder Creme fraiche
    - Puderzucker
    - Muffinförmchen (Muffinblech mit Manschetten oder Silikonförmchen, alternativ feuerfeste, kleine Gefäße)


    Muffinblech mit 8 Manschetten vorbereiten. Zimt und Zucker mischen.
    Blätterteig ausrollen und mit Schmand bestreichen. Zucker/Zimt-Mischung großzügig drüber verteilen. Mögliche helle Flecken noch mal mit extra Zimt bzw. Zucker/Zimt bestreuen. Wer es nicht ganz so intensiv mag, das Originalrezept sah 2 EL Zimt und 2 EL Zucker vor.
    Dann einen Pizzaschneider oder ein Messer nehmen und den Blätterteig in 8 lange Streifen schneiden. Die Äpfel mit einem Sparschäler oder einer Reibe in dünne Scheiben raspeln (= Blütenblätter).

    Auf den ersten Blätterteigstreifen von einem Ende zum anderen nebeneinander Apfelscheiben verteilen. Sie sollen an einer der Längsseiten etwas über den Rand stehen, was von einem Ende des Streifens zum anderen hin weniger wird. An dem Ende, wo sie weniger überstehen, beginnt man nun, den Streifen aufzurollen. Es entsteht eine Schnecke. Diese Schnecke oder eben Blüte wird nun in eine der Muffinmanschetten gesetzt.
    Auf die gleiche Art mit den übrigen Streifen verfahren, das ergibt 8 kleine Röschen.

    Im Originalrezept wurde eine Blätterteigrolle zu 6 Röschen verarbeitet, dann sind sie größer und man bekommt zwei Rollen auf eine 12-er Muffinform. Verarbeite ich nur eine Rolle, bleib ich bei 8 Röschen.

    Den Ofen vorheizen und bei 175° etwa 30-40 Minuten goldbraun backen. Auf die erkalteten Röschen kann man anschließend noch Puderzucker sieben.



    Die Vorbereitung ist an sich recht zügig, man darf nur nicht beim Nachbessern Zimt und Curry verwechseln. :müde: Das schmeckt zwar sehr exotisch, wird mir aber nicht wieder passieren...
    Einmal hab ich in Rum eingelegte Rosinen auf den Apfelscheiben an der Längsseite verteilt, wo nachher unten ist. Probieren will ich mal Mandelstückchen und Marzipan.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 06.04.2016, 21:33 
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    Bärlauchzeit! Das bedeutet Salat, Pesto und Spätzle! :hurra:

    Bärlauch-Käsespätzle

    Zutaten:
    - 200g frischer Bärlauch, wers intensiv mag, sonst sollte die halbe Menge reichen, eventuell aber dann weniger Mehl oder nen Schwapp Flüssigkeit
    - 5 Eier
    - 250 g Mehl
    - Salz
    - Käse, nach Bedarf und Geschmack (100g Emmentaler sind reichlich, 50g Parmesan reichen durchaus, da man aber Käse nicht in Ministücken kauft, kann man bei Bedarf zugeben)
    - 3-5 Zwiebeln, wer richtig große hat, weniger
    - Butter

    Zubereitung:
    - Bärlauch gut waschen und trocknen. Ich weich immer (so 10 Min) ein, damit alles, was da drin atmet, ersäuft. Dann wenden, noch mal einweichen und schließlich kurz drüber spülen und auf nen Handtuch verteilen; beim Trocknen ab und an wenden. Oder man macht sich die Mühe und trocknet per Hand(tuch). :pfeif:
    - 1 Ei, gute Prise Salz und nach und nach den Bärlauch mit Pürierstab oder Mixer zu Pesto verarbeiten. Vorsicht, ist bisweilen faserig, ich schneid die Blätter vorher klein. Ist die Masse zu trocken für den Mixer, kann ruhig noch eins der Eier dazu.
    - Pesto, Mehl, restliche Eier und ca 1 TL Salz zu einem feuchten Teig verarbeiten. Mir wurde mal gesagt, es soll Blasen geben, also er ist gut schmierig feucht.
    - Teig nun 30 Minuten ruhen lassen.
    - Inzwischen die Zwiebeln schälen und klein schneiden und den Käse reiben.
    - Kochtopf mit Wasser anschmeißen, salzen für Nudeln halt.
    - Wer eine Spätzlereibe hat, macht damit nun Nudeln wie gewohnt.

    Wer keine hat, kann ein glattes Schneidebrett und ein scharfes Messer mit glatter, nicht zu sehr gebogener Klinge nehmen, gibt einen Klecks Teig auf das Brett, hält es über den Topf und schneidet schmale Würstchen seitlich ab, die dabei direkt ins Kochwasser geschoben werden. Dauert etwas länger als mit der Reibe.

    - Schaumkelle bereit halten, Nudeln immer mal vom Boden lösen. Sie sind recht fix durch, schwimmen dann oben. Also nach und nach Nudeln fabrizieren und zeitnah rausholen und in ein präpariertes Sieb geben, bis der Teig Stück für Stück aufgebraucht ist und die Nudeln im Sieb ruhen.

    Ist der Teig zu fest, werden es eher Knöpfchen, ist er flüssig genug, werden es gewohnte Spätzle. Meins ist immer ein Zwischending.

    - Sind alle Nudeln fertig, wird eine Pfanne angeworfen, Butter rein, Zwiebeln rein, glasig braten, grüne Spätzle dazu. Kurz durchbraten nach Wunsch, Hitze abstellen.
    - Nach und nach den geriebenen Käse drüber geben und vorsichtig wenden. Hat man Emmentaler oder Gouda, lässt man mit Deckel drauf und ohne Flamme den Käse ein paar Minuten einziehen, bei Parmesan auf niedriger Flamme fleißig wenden, damit alle Nudeln was von abbekommen.

    Servieren kann man mit zusätzlich frischem Bärlauch (und eventuell geschnittenen Tomaten), zusätzlich Käse, zusätzlich Salz und Pfeffer. Mir persönlich reich das schon so.

    Guten Hunger. :schreib:



    PS: Das Schokoladengewürz war übrigens ein voller Erfolg. Sogar bei denen, die sonst Kaffee nicht vertragen oder nicht mögen weil zu bitter. Ich bin am Ende zu 80%iger Schoki gegangen und im Laden fein gemahlenem, am besten mildem Kaffee. Wenn man sagt, man will mit backen, machen die das arg fein. Der kostete dann nicht mal nen Euro Fuffzig für die kleinstmögliche Menge und auch davon wurde nicht alles gebraucht. Kein zusätzlicher Puderzucker nötig. Mengenverhältnis ähnlich: 4 EL Instant durch etwa 3 EL gemahlen ersetzt, Rest nach Gusto.

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     Betreff des Beitrags: Re: Glorfindels (und anderer...! Hoffentlich!) Rezepte-Ecke
    BeitragVerfasst: 08.04.2016, 12:04 
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    Nazgûls Zureiter
    Nazgûls Zureiter

    Registriert: 07.04.2004, 00:05
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    Hmmmm leckerrrrr, danke für das tolle Rezept und ich schiele auf meinen totgeweihten Bärlauch im Garten :pfeif: 8) :chakka:


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