Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt. (Otto Fürst von Bismarck)


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     Betreff des Beitrags: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 09.07.2009, 15:46 
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    Haldirs Flötenspieler
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    *kicher* Und ich habe noch eine neue Geschichte, wieder ein Elbenkind, aber diesmal der wohlbekannte Legolas, allerdings gibt es auch wieder eine Menge erfundene Charaktere.

    Zusammenfassung: Legolas hat es faustdick hinter den Ohren, aber diesmal geht er zu weit und bringt sich selber in große Gefahr.

    Viel Spaß :)


    Kapitel 1



    "ADA! Draußen liegt Schnee!" brüllte es durch den halben Düsterwald Palast.
    Ein erhitzter Blondschopf mit roten Wangen rannte, so schnell er konnte, an den Wachen vorbei in das Zimmer seines Vaters, wo dieser eigentlich gerade mit wichtigen Dingen beschäftigt war.
    "ADA! Darf ich bitte, bitte mit Jamiriel raus gehen? Bitte, ich bin auch ganz artig und mache alles, was sie sagt!" bettelte der kleine Elb, der gestern seinen vierten Zeugungstag gefeiert hatte. Thranduil erinnerte sich immer noch an diese kalte Winternacht, in der sein bisher einziger Sohn entstanden war.

    Jamiriel war seine ältere Tochter, die bereits auf das erwachsene Alter von fünfzig heranging. Zu schnell verging die Zeit bei den Elben. Umso mehr waren er und seine Gemahlin erfreut gewesen, noch einen kleinen Sohn zu bekommen.

    "Legolas, natürlich darfst du mit Jamiriel in den Schnee, aber, du ziehst dich warm an, lässt dir von ihr dabei helfen und wenn sie sagt, dass es Zeit ist, wieder rein zu gehen, dann gehst du mit ihr rein, verstanden? Ich will kein Theater haben." Kam streng, aber dennoch liebevoll vom König.
    "Aber natürlich, Ada…" versprach der Kleine und kurz darauf hopsten die kurzen Beine schon wieder an den Wachen vorbei.
    "JAMI!!!! Ich darf raus, aber ich muss warme Sachen anziehen!!!" brüllte er nun wieder durch den halben Palast und rannte, so schnell es ging, zu seinem Gemach, dass sich direkt neben dem Schlafzimmer seiner Eltern befand.
    Allerdings weilte seine Mutter zurzeit in Lorien und Jamiriel musste die Mutterrolle übernehmen, was bei dem kleinen Wildfang, der für Elbenkinder eigentlich außergewöhnlich war, eine Menge Arbeit bedeutete.
    Legolas hatte einen starken Willen und einen noch stärkeren Tatendrang. Dazu kam, dass er nicht auf den Mund gefallen war und schon so manches Mal kleinere und größere Schoten gebracht hatte.
    Er unterhielt eigentlich den ganzen Palast und das ganze Volk im Düsterwald mit seinen Erlebnissen, die immer schnell die Runde machten.

    An diesem Morgen hatte er gerade erst sein Frühstück beendet, als er in die vorderen Räume ging und zu seiner Freude feststellte, dass es über Nacht geschneit hatte. Natürlich hielt ihn nun nichts mehr und er musste unbedingt nach draußen zum spielen.
    Da er alleine nicht raus durfte, musste seine große Schwester herhalten, die dies allerdings sehr gerne tat.

    "Au weia, das muss ich alles anziehen?" staunte Legolas, als er sah, was Jamiriel aus dem Schrank holte.
    "Ja, oder möchtest du am Julfest im Bett liegen? Denn du weißt, so kleine Elben wie du können noch krank werden…" belehrte sie das Kind.
    "Ich weiß…."
    Legolas zog die beiden Hosen an, dann die Tunika aus Wollstoff und die gestrickte Jacke samt kleinen Handschuhen, die seine Schwester ihm gestrickt hatte.
    Dazu kam dann auch noch eine dicke Mütze.
    "Puh warm hier drin…" amüsierte sich der Kleine, als er Jamiriel zum Ausgang des Palastes folgte.
    Aber draußen merkte er schnell, dass es bitterkalt war und sein Atem bildete kleine Rauchwölkchen, als er durch den Schnee tobte. Er vergaß alles um sich herum und immer juchzte und schrie er vor Freude auf, während Jamiriel auf einer Bank saß und auf ihn Acht gab.

    Im Geiste füllte sie schon mal heißes Badewasser in den Zuber ein, der im Waschraum stand, den sich Legolas mit dem Königspaar teilte. Denn Legolas war jetzt bereits völlig durchnässt und tollte weiter durch den eisigen Schnee. Er brauchte bald eine gute Aufwärmung.
    Eine halbe Stunde ließ sie ihm, dann rief sie ihn zu sich.
    "So, nun müssen wir wieder rein. Du weißt, was Ada gesagt hat."
    Bedauernd nickte der Kleine, wusste aber, dass alles Betteln nichts bringen würde. Es war so schön draußen im Wald und nun musste er wieder hinein in den düsteren Palast, der zum Teil eine Art Höhle war.
    "Jami? Warum bin ich denn ganz nass?" fragte er, als seine Schwester ihn im königlichen Badezimmer komplett auszog. Prunkvoll war es dort allerdings nicht.
    Es war nützlich mit zwei Badezubern, einem Nachtstuhl, verschiedenen Schränken und Regalen und einer Feuerstelle ausgestattet. Außerdem gab es ein Becken, aus dem direkt frisches Quellwasser sprudelte und wieder versiegte. Nur dieser Luxus und die Verzierungen an den Wänden erinnerten daran, dass es das Badezimmer eines Königs war.
    "Weil Schnee zu Wasser wird, wenn er schmilzt." Erklärte diese und hängte die durchweichten Sachen zum trocknen auf.
    "Echt?" kam erstaunt von Legolas, der nun selig darauf wartete, baden zu können, denn er planschte für sein Leben gern.
    "Ja, das ist so…" schmunzelte sie.
    "Und wenn Wasser ganz kalt wird, dann wird es zu Schnee? Ist das dann dasselbe wie Regen?" bohrte der Kleine nach.
    "ja, so in der Art. Das wirst du noch lernen, wenn Hamdir mit dir den Unterricht beginnt. Aber noch bist du zu jung." Hamdir war der Berater des Königs und gleichzeitig auch der Lehrer seiner Kinder.
    Jamiriel goss wieder eine Kanne kochendes Wasser in den Zuber und prüfte die Badetemperatur mit der Hand.
    "Einen noch, dann darfst du rein." Sagte sie grinsend, denn Legolas war schon ganz ungeduldig auf seinem Höckerchen am Ofen.
    Der Kleine hatte sich derweil zur Wasserquelle begeben und prüfte dort die Temperatur.
    "Hui, eiskalt…" stellte er quietschend fest. Dabei war das Wasser dort im Sommer genau richtig zum waschen. Aber nun war es wirklich sehr kalt.
    "Warum ist das Wasser denn hier noch nicht gefroren?"
    "Weil es direkt aus der Erde kommt und dort ist es nicht ganz so kalt wie darüber…"
    "Ach so…ähm…sag mal, wenn ich Pipi draußen mache, wird das dann auch zu Schnee?" fragte Legolas nun ganz neugierig nach.
    "Das weiß ich nicht und du weißt ganz genau, dass du das nicht darfst bei dem Wetter."
    Womit sie recht hatte, Legolas durfte nicht mal draußen die Örtlichkeiten aufsuchen, sondern musste es drinnen erledigen, was er sehr schade fand, denn er liebte es, raus zu gehen.
    Aber im Winter war es ihm nicht gestattet.
    Mittlerweile hatte das Wasser die richtige Temperatur erreicht und ein strahlender Legolas wurde in die Wanne gesetzt. Sofort begann er mit einem Holzboot zu spielen, während Jamiriel ihn wusch. Natürlich spielte er so aufbrausend, dass der Boden um den Zuber herum bereits völlig nass war.
    "OH, ich muss Blubberblasen machen…" verkündete Legolas plötzlich kichernd und Jamiriel schüttelte streng den Kopf.
    "Auch wenn ich deine Schwester bin, so etwas macht man nicht in Anwesenheit einer Dame…das hat Ada dir schon des Öfteren gesagt." schimpfte sie mit erhobenem Zeigefinger.
    "Dann geh bitte raus, denn ich mach das jetzt…" kam stur von Legolas.
    "Halt es bitte drin, gleich in deinem Zimmer darfst du machen, was du willst. …" sagte Jamiriel nur kurz und spülte Legolas Haare wieder aus.
    Der Kleine kicherte und schon gluckerte es.
    "Legolas! Das ist sehr unhöflich!" kam nun sehr böse von Jamiriel.
    "Entschuldige bitte, aber das wollte jetzt raus…" schmollte Legolas und er sah seine Schwester nicht mehr an, als sie ihn wieder aus der Wanne holte und ankleidete.
    Zutiefst beleidigt verschwand er in seinem Zimmer und war bis zum Mittagessen nicht mehr zu sehen.

    Legolas verstand nicht, dass die Großen immer alles so ernst sahen. Wenn es nach ihm ginge, dann würde er jetzt noch im Schnee herumtollen und nicht in seinem Zimmer sitzen und sich langweilen.
    Es war blöd, noch so klein zu sein, dass man immer tun musste, was die Großen sagten.
    Aber musste er das wirklich?


    TBC


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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 10.07.2009, 16:30 
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    Legolas ist wirklich ein kleiner Schlingel, aber wer kann dem schon böse sein. :P Und wenn es nun mal in seinem Bauch blubbert, dann kann man halt nicht warten und bringt das Badewasser auch im Beisein einer Dame zum Blubbern. Was raus muss, muss raus :mrgreen: Ich denke, dass der kleine Spatz über kurz oder lang auch ausprobieren wird, ob sein Pipi bei dem Wetter zu Eis gefriert. Hofffentlich friert er dabei nicht fest. :oops:
    Eine süße Geschichte. Ich freu mich schon auf eine Fortsetzung. Vielen herzlichen Dank! :wink:


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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 11.07.2009, 08:30 
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    *ggg* Danke für deine Antwort :)

    Ich dachte schon, hier liest überhaupt niemand :(

    Aber dafür geht es nun auch weiter:

    Ein Elbling auf Irrwegen


    Nach dem Mittagessen musste Legolas ein Schläfchen halten, das war jeden Mittag so, obwohl er es ungerecht fand. Niemand sonst musste nach dem Mittagessen ins Bett, nur er.
    Meist schlief er zwar nach kurzer Zeit schon ein, da er morgens immer sehr früh aufstand und dementsprechend müde war, aber vorher Theater zu machen gehörte für ihn einfach dazu.

    Heute allerdings nicht, denn er hatte keineswegs vor, zu schlafen. Nein, er wartete, bis Jamiriel aus seinem Zimmer verschwunden war und stieg dann leise wieder aus seinem großen Bett, nahm die Sachen aus der Waschkammer, die er draußen schon getragen hatte und zog sich an. Ein wenig schief hatte er sich zwar angekleidet, vor allem war seine Hose eher behelfsmäßig geschlossen, da er es noch nicht ganz alleine beherrschte, aber das störte ihn nicht weiter.
    Er schnappte sich sein Plüschpferd, das ihn immer überall hin begleitete und dann konnte es losgehen.
    Das Zimmerfenster war ebenerdig und es war ein leichtes für ihn, es mit Hilfe eines Stuhls zu öffnen und hinaus zu klettern.
    Endlich Freiheit!
    Grinsend rannte er den Abhang hinunter, schlich an zwei Wachen vorbei, die den Eingang des Palastes bewachten und dann war er da. Im Wald, ganz alleine, nur er, Hotte und die Natur.
    Er zog sich die Mütze zum fünften Mal wieder über die Ohren, steckte sich das Pferdchen in die Jacke und begann erstmal, im Schnee zu toben.
    Vor lauter Spaß und Freude vergaß er, dass er noch in Elben-Hörweite seines Heims war, aber zu seinem Glück schien niemand darauf zu achten.
    Außerdem entfernte sich Legolas, ohne es selber zu bemerken, immer weiter vom Palast weg, denn er rannte mal hier hin und mal dort hin und wusste eigentlich schon gar nicht mehr, wo er war. Allerdings fiel ihm das erst auf, als es schon viel zu spät war.

    Noch jedenfalls hatte er seinen Spaß und während die Sonne immer weiter gen Westen wanderte, wanderte der kleine Elb immer weiter nach Süden und vergaß völlig die Zeit.

    Sein Verschwinden wurde erst bemerkt, als Jamiriel sich wunderte, dass er zum Nachmittagstee (im Düsterwald wurde dieser um drei Uhr eingenommen) immer noch zu schlafen schien, dabei aß er doch so gerne Kuchen.
    Natürlich erschrak sie furchtbar, als sie das Zimmer leer und das Fenster sperrangelweit offen vorfand. Schnell hatte sie eins und eins zusammen gezählt, da sie die fehlende Kleidung bemerkt hatte und rannte wie der Wind zum Arbeitszimmer des Königs.

    "Ada!" Sie vergaß völlig ihre Etikette, so aufgeregt war sie, und stürzte ohne anzuklopfen hinein.
    "Aber Jamiriel, was ist denn los?" fragte Thranduil verwundert.
    "Legolas, ich denke, er ist abgehauen, durch das Fenster…er läuft im Wald herum!"
    Das alarmierte auch den König und ziemlich zügig waren etliche Wachen losgeschickt worden, um das Kind zu suchen, während Thranduil samt Tochter tausend Ängste erlebten.
    Schließlich war der Düsterwald voller Gefahren, nicht umsonst waren sie erst vor wenigen hundert Jahren ganz weit in den Norden gewandert.


    "Au weia, Hotte, wir haben uns wohl ganz schön verlaufen…"
    Die Lippen des kleinen Elben zitterten, als er sein Pferdchen an sich drückte. Nun hatte er endlich bemerkt, dass er nicht mehr wusste wo er war. Außerdem war ihm kalt und Hunger verspürte er auch. Es musste schon später Nachmittag sein.
    Er hatte sich vom Toben erholen wollen und saß nun auf einem liegenden Baumstamm, irgendwo in dem dichten Wald. Nur spärlich kam die mittlerweile untergehende Sonne durch das Tannendickicht. Und das auch nur, weil die Laubbäume im Winter keine Blätter trugen.
    "Was machen wir denn nun? Vielleicht müssen wir ab sofort hier wohnen. Kannst du Feuer machen? Also, ich kann das nicht…" Jetzt zitterte auch die Stimme des Kleinen, denn Tränen begannen über seine Wangen zu rollen.
    "Wäre doch Ada jetzt hier, oder Jamiriel, oder Mama…oder irgendwer…" schluchzte er leise auf. "Ich hab Hunger und Durst…und müde bin ich und mir ist so kalt…"
    Legolas weinte nun richtig und war völlig verzweifelt. So jung wie er war, war er noch völlig von Erwachsenen abhängig und es war eindeutig, dass er hier erfrieren und verhungern würde, wenn er nicht schnellstens gefunden wurde. Und tief in ihm drin war das auch Legolas klar.
    Plötzlich fasste er einen Entschluss.
    "Weißt du was, Hotte? Es ist sicher nicht mehr weit bis zu Mama in Lorien. Wir gehen einfach da hin…wir müssen immer nur weiter gehen, irgendwann müssen wir doch aus dem Wald raus kommen…" Legolas sah erleichtert aus, so gut fand er diese Idee.
    Gesagt, getan und so begann sich der kleine Elb tatsächlich noch weiter von zu Hause zu entfernen, weil er rein zufällig genau die richtige Richtung einschlug.

    Nach Süden in Richtung Lorien, das mindestens noch 5 Tagesritte weit weg lag.

    Als die Sonne untergegangen war und es immer dunkler wurde, begann Legolas erneut Angst zu bekommen. Fürchterlich gruselig war es in dem Wald und er musste irgendwann mal schlafen, so viel stand fest, schon jetzt war er völlig erschöpft.
    Aber ohne Essen schlafen gehen? Vielleicht konnte er wenigstens ein paar Nüsse finden, immerhin wusste er, dass es im Winter welche gab.
    Zumindest würde er nicht verdursten, denn er hatte ja gerade erst gelernt, dass Schnee Wasser war und so lutschte er einfach immer eine Handvoll des weißen Pulvers, bis er im Mund geschmolzen war.
    Aber einen leeren Magen füllte das natürlich nicht. Auf der Suche nach etwas Essbarem ging Legolas weiter durch den mittlerweile finsteren Wald. Jetzt wusste er, wieso dieser Düsterwald hieß.
    Das Glück war wieder auf seiner Seite, denn er brauchte nicht lange, ehe er einen Strauch fand, dessen lange Äste nicht zu hoch lagen und an dem kleine braune Knollen wuchsen.
    Zwar hatte der Kleine keinen Schimmer, was er da aß, aber es schmeckte wunderbar, nachdem er so hungrig war.
    Knabbernd setzte er sich unter die höheren Äste auf einen Haufen alten Laubs und schlief mit seinem Pferdchen im Arm schon kurze Zeit später ein.


    TBC


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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 13.07.2009, 16:20 
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    Der kleine Elb hat ein Plüschpferd namens Hotte - darauf muß man erstmal kommen! SÜÜÜÜSSSS !

    Und dann wird es noch spannend...hoffentlich sind keine psychoaktiven Substanzen in den braunen Knollen.

    *gespannt ist*

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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 13.07.2009, 20:39 
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    Och *kicher*

    War gar nicht so schwer mit dem Namen des Pferdchens...

    Ich hab nämlich eins, das heißt so *kicher*

    Hotte, mit Nachnamen Hüh ^^


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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 14.07.2009, 07:58 
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    So, und nun gibts einen Nachschlag :)

    Die große Suche


    Mitten in der Nacht, es war immer noch stockfinster, erwachte Legolas von dem, was ihn seit Neuestem des Nachts ab und an erweckte.
    Bebend vor Kälte und Angst erhob er sich von seinem kargen Lager und entfernte sich vorsichtig ein paar Schritte, um sich vor einem Baum eilig die Hosen herunter zu raffen und seine Blase zu entleeren. Legolas ließ einen kleinen Seufzer der Erleichterung los, so dringlich war dieses Bedürfnis gewesen.
    Und es war gut, dass er wach geworden war, denn diesmal hatte ihn Jamiriel vor dem Schlafengehen nicht in Windeln gepackt, wie sie es sonst am Abend noch tat. Sie war nämlich nicht da gewesen.
    Er lauschte so andächtig seinem Plätschern, dass er erst beim Anziehen bemerkte, welch seltsame Geräusche aus der Richtung hinter dem Baum kam. Er hielt augenblicklich beim Schließen der Hose inne.
    Das klang wirklich seltsam und schaurig. Vor allen Dingen klang es nicht weit entfernt. Ein Tier? Oder gar Schlimmeres? Hatte er nicht schon einige gruselige Geschichten gehört, was hier im Wald hauste.
    Der Kleine bekam es sofort mit der Angst zu tun und wieder wollten Tränen der Verzweiflung kommen. Wäre doch sein Ada jetzt bei ihm!
    Hotte, den er zum "Wache schieben" neben sich auf den Boden gesetzt hatte, wurde eilig wieder in den Arm genommen und so feste gedrückt, dass das Pferd froh sein konnte, nur aus Stoff zu bestehen.
    "Was war das?" flüsterte Legolas ängstlich.
    Wieder dieses Geräusch und dann sah er zwischen den Bäumen vor ihm etwas aufblitzen, es raschelte im Gehölz, der kleine Elb kreischte vor lauter Schreck los und rannte, so schnell ihn seine kleinen Beine tragen konnten, solche Panik hatte er.

    Dummer, kleiner Elbling. Natürlich hatte er keine Ahnung, dass dies eine der Wachen des Königs war, die nach ihm suchte.
    Und als der Wachmann, der sich ebenfalls gerade erleichtert hatte, das Kinderschreien hörte und eiligst in die Richtung rannte, aus der es kam, war Legolas schon auf und davon und hörte auch nicht mehr die Rufe nach seinem Namen.

    "Er war hier, in jedem Fall. Da liegen die Schalen der Nüsse und dort sieht man genau, dass jemand Kleines hier gelegen hat…er scheint hier geruht zu haben, in der letzten Nacht, ehe Artholas ihn aufgeschreckt hat. "
    Der dunkelhaarige, hoch gewachsene Waldelb deutete auf den Laubhaufen, der anschaulich Abdrücke von kleinen Füßen und einem kleinen Po hatte, danach direkt auf einen dunkelblonden Elb, der etwas beschämt drein schaute.
    Es war nun mal der dringende Ruf der Natur gewesen, weswegen er sich von der Gruppe entfernt hatte. Und dann war plötzlich das Schreien ertönt, gerade als er versehentlich auf einen Ast getreten war, aber er war nicht schnell genug gewesen und das Kind hatte sich bereits von dannen gemacht.
    Und vor allem: Hätte er nicht diese notwendige Verrichtung erledigen müssen, hätten sie diese Spur wahrscheinlich niemals gefunden, denn sie waren ein gutes Stück weiter westlich unterwegs gewesen.

    Mit Artholas waren fünf weitere Palastwachen an diesem Ort, alle in Grün und Braun gekleidet, mit langen, seidigen Haaren und mit Bogen nebst Pfeilköcher bewaffnet.
    Drei weitere Gruppen waren in alle anderen Windrichtungen unterwegs, um systematisch das Gebiet abzusuchen. Sie alle sollten den Prinzen schleunigst finden und das wohlbehalten.

    Und hier hatten sie endlich eine Spur des kleinen Elben.
    "Überdies hat sich der Prinz wohl hier erleichtert…kein Tier macht sein Geschäft so nah an seinem Schlafplatz, solche Dinge vermögen nur kleine Kinder."
    Serudan, der dunkelhaarige Elb, deutete auf den Boden. Eindeutig war der gelbliche Fleck im weißen Schnee, nur wenige Schritte von dem Schlafplatz des Kleinen entfernt.
    Schon suchten die Wachmänner die Schneedecke ab, mittlerweile graute der Morgen und Elbenaugen konnten schon wieder vollkommen sehen.
    "Die Fährte führt hier entlang!" schrie plötzlich einer der blonden Männer. "Wir müssen hier weiter suchen, früher oder später holen wir ihn ein!"
    Schon rannte der ganze Trupp leichtfüßig durch den Wald, immer den kleinen Spuren folgend, die durch den Schnee führten.

    Legolas war schon wieder etliche Stunden gelaufen, als er erneut die immense Erschöpfung spürte, die ihn erfasste. Sehr viel Angst hatte er nun nicht mehr, es war wieder hell und die Sonne schien durch die Zweige. Aber er fühlte sich schrecklich einsam, verlassen und sehr hungrig.
    Er konnte sich nicht erinnern, jemals einen solch großen Hunger verspürt zu haben.
    Weinerlich sah er sich um, fand aber diesmal nichts zu essen.
    Noch einmal aß er Schnee, um seinen trockenen Mund los zu werden, aber nicht sehr viel, denn er hatte bereits Leibschmerzen von der kalten Flüssigkeit gehabt.
    Außerdem wollte er sich nicht zu oft erleichtern müssen, denn sich bei der herrschenden Kälte auszuziehen war äußerst unangenehm.
    Legolas war ohnehin schon völlig durchgefroren und sehnte sich nach seinem warmen Zimmer im Palast und der warmen Badewanne mit der Feuerstelle. Und natürlich auch nach seinen Eltern, seiner Schwester und allem anderen. Er wollte einfach nur noch nach Hause, so schnell es nur möglich war.

    Aber erstmal übermannte ihn die Müdigkeit und er rieb sich durch die Augen.
    Seufzend ließ er sich wieder auf altem Laub nieder, drückte sein Pferd ganz feste an sich und weinte bitterlich, ehe er darüber einschlummerte.

    Indessen waren die Wachen ungeirrt weiter gelaufen, sie waren erfahrene Jäger und dementsprechend mit guter Kondition und ausgezeichneter Fährtensuche befähigt.
    Keine Rast machten sie, denn sie befürchteten, dass der Kleine sonst einen zu weiten Vorsprung haben würde.
    Immerhin waren 3 Stunden vergangen, ehe sie überhaupt seine Spur hatten erkennen können.

    Die freudige Botschaft, dass der Prinz lebte, war natürlich bereits durch einen Boten zum Palast geschickt worden. Man vermutete, dass der König selbst mit seinem Pferd kommen würde, um seinen Sohn abzuholen.
    Aber bisher hatten sie außer den kleinen Fußstapfen und einer weiteren Hinterlassenschaft des Elblings nichts gesehen.
    Dieses Kind schien wirklich schnell und unermüdlich zu sein, ganz wie es ein Elb auch sein sollte.
    Aber dennoch konnte es durchaus erfrieren, denn gerade junge Elben waren nicht so widerstandsfähig, wie ihre erwachsenen Verwandten. Und auch durch warme Kleidung drang diese Eiseskälte irgendwann hindurch.
    Daneben konnte ein Elb auch verhungern, genauso wie alle anderen Geschöpfe auch.
    Besonders, wenn sie noch so klein und hilflos waren, wie der jüngste Königsspross.
    Nicht außer Acht zu lassen, die lauernden Gefahren, die sich in ihrer Heimat ausgebreitet hatten.

    Es war Dringlichkeit geboten, Legolas so schnell wie möglich zu entdecken.


    TBC


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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 21.07.2009, 08:33 
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    Na, da ist doch mal wieder typisch *lach*
    Erst abhauen, und dann will sich der kleine Wirbelwind nicht retten lassen.
    Was müssen die Wachen auch nachts durch den Wald schleichen *tztztz*

    Na ich hoffe, sie finden ihn bald, dat gibt ne böse Erkältung....ich ahne es schon.

    Schön weiter so....

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     Betreff des Beitrags: Re: Kleiner Elbling (Arbeitstitel)
    BeitragVerfasst: 01.08.2009, 14:00 
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    legolas und hotte sind aber blitz geschwind unterwegs. :shock: ob es die armen wachen schaffen und den kleinen wirbelwind einholen können oder schafft er es doch gar bis lorien? auf jeden fall wird legolas so schnell bestimmt nicht wieder stiften gehen und jeden nachmittag brav sein nickerchen halten. :ja: ich freu mich schon auf die fortsetzung. ich mag diesen kleinen waldelben sehr. :hehe:


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