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     Betreff des Beitrags: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 19.10.2008, 19:03 
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    Sams Schwimmlehrer
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    Dies ist der Auftakt zu einer Längeren Story. In Word hat sie eine Länge von etwas über 14 Seiten und ich werde von nun an alle paar Wochen etwas davon posten.

    In dieser Story gibt es viele Ungereimtheiten welche ich hier auf der Introseite zusammen mit den Danksagungen gesetzt habe.

    Ich hoffe das dort alles notwendige erläutert wird. Wenn nicht dann wendet euch mit euren Fragen gerne an mich.

    Dies sind die Chroniken von Boromir von Gondor, einem erstellten, veränderten Boromir von Gondor aus dem Roman Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien.
    Dieser Boromir könnte man fast sagen ist eine Kreation von mir. Wenn manchen desshalb der Charakter überzogen oder übertrieben vorkommt bitte ich dies zu entschuldigen.
    Er ist das Ergebnis eines RS (Rollenspiels) in einem Chatroom. Das bedeutet man schreibt mit den andern Spielern zusammen eine interaktive Story im Chatroom. Demnach ist Boromir wie er ist nicht nur meine Schuld sondern auch das Ergebnis derer mit denen er „geplayt“ hat.

    An diese Stelle müssen einige wichtige Danksagungen:

    Als erstes natürlich Professor Tolkien für das schaffen eines solch großartigen Mythos.

    Weiter noch der Internetseite <a target="_blank" href="http://www.boromir-von-gondor.de">www.boromir-von-gondor.de</a> und ihrer Erstellerin. Diese Seite hat mir immer viel Freude bereitet und hat mir gezeigt das ich nicht allein bin.

    Ich danke auch Lisa von Bruchtal (wo immer sie jetzt sein mag) für alles mit dem sie diesen Charakter vorangebracht hat.

    Ausserdem danke ich Elleth ni Dunath und Consequies of Vigour, welche mich schon oft von Dummheiten abgehalten haben und mich immer angehalten haben weiter zu machen.

    Der letzte und größte Dank gilt Boromirs Geliebter, iell en elin. Danke. Niemand sonst hat so viel für ihn getan und ihn weiter gebracht als du. Des weiteren muss dir der Schreiber danken denn auch ihn hast du verändert wie kaum eine andere es getan hat, ob du es nun wolltest oder nicht ob es nun gut war oder nicht ist egal. Und du hast mir die eigenen Veränderungen vor Augen geführt etwas was bei mir nur ziemlich selten passiert. Danke!

    Was Boromir und mich angeht so ist er zu einem festen Teil von mir geworden. Zu beginn flossen viele meiner Eigenschaften in ihn ein. Und nach und nach gingen einige seiner Eigenschaften auf mich über.

    Was die Welt betrifft in der Boromir lebt so muss man sagen sind dort die Verhältnisse nicht eindeutig geklärt. Alles festzulegen was im Moment einfach als ungeklärter Fakt hingenommen werden muss würde die gemeinsame Beratung vieler erfordern die im betreffenden Chatroom playten. Das playen ist mittlerweile nur leider zum erliegen gekommen da viele der „Alten“ oder auch „Stammis“ nicht mehr zum playen kommen.

    Ich führe jetzt Fakten auf die Boromir betreffen und wie gesagt einfach so hingenommen werden müssen (leider).
    Diese Fakten treten in Kraft nachdem Boromir an den Fällen des Rauros wieder zu Bewusstsein kommt.

    Boromir war bereits mit der Gemeinschaft unterwegs. Was aus dem Ring geworden ist, ist ungeklärt und hat später für Boromir oder das gesamte Play an sich keine bis wenig Bedeutung. Boromirs Vater und König Theoden sind tot, die Schlacht um Minas Tirith hat also schon stattgefunden. Osgilliath ist noch immer umkämpft und Gondor immer noch im ewigen Konflikt mit Mordor. Aragorn ist König Gondors jedoch als jener so gut wie nie zugegen sondern immer auf Wanderung.

    Das Play an sich strotzt nur so vor Chronologischen Ungereimtheiten. So wirkt sich das aufwachsen seiner Kinder bis zu einem Alter von 8 Jahren nicht auf sein Alter aus. Mittlerweile verurteile ich diese sorglose Art des playns und versuche so gut es geht Chronologisch zu handeln.

    Was sein Alter betrifft so ist es von Tolkien genau angegeben. Ich allerdings gehe von einem geringeren Alter aus. Zum einen um mir mehr Möglichkeiten zu geben. Zum anderen weil meine Optische Vorstellung auf Sean Bean als Boromir beruhen (aus der Verfilmung von Peter Jackson). Dieses optische Alter ist auch nur geschätzt und ich war schon immer schlecht darin alter von Personen zu schätzen.

    Mein eigentliches Play beginnt mit Boromirs erwachen an den Raurosfällen. Zu dem Zeitpunkt legte ich sein Alter auf 32 fest. Das Chronologische Play setzt allerdings erst mit dem Beginn der Suche nach seiner Gefährtin ein.

    Was die militärischen Belange(Batallion=TruppenstärkeX)angeht habe ich bewusst alle Angaben im Dunklen belassen um der Fantasie mehr Raum zu lassen.

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    Zuletzt geändert von Asghan am 20.10.2008, 00:46, insgesamt 1-mal geändert.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 20.10.2008, 00:46 
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    Boromir von Gondor. Erstgeborener Sohn von Denethor II., 26 Truchsess von Gondor und Finduilas, Tochter des Fürsten Adrahil von Dol Amroth einem mächtigen Fürstenhaus Gondors welches im Süden an den Küsten des Meeres lebt.
    Seinen ersten schweren Schicksalsschlag erlitt Boromir im alter von 9 Jahren als seine Mutter starb.
    Sie war ein Kind der See und vermisste diese, fühlte sich in Minas Tirith wie eingesperrt und auch Denethors Liebe konnte dies nicht ändern. Sie ist an ihrem Schwermut gestorben.
    Von diesem Moment an begann Denethor sich immer mehr zurück zu ziehen. Der noch junge Boromir erlebte dies viel bewusster mit als sein kleiner Bruder Faramir der zu jenem Zeitpunkt erst 4 Jahre war.

    Drei Jahre lang ging es ungefähr, Denethors Herz erkaltete und die beiden Brüder waren könnte man fast sagen auf sich allein gestellt. Von der Mütterlichen Liebe durch den Tot und von der Väterlichen Liebe durch Trauer getrennt.
    Mit 12 also begann Boromir sich zunehmend bei den Kasernen und in Gesellschaft der Soldaten herumzutreiben. Die Soldaten wiederum durch seine Junge energiereiche und wissbegierige Art belustigt hatten ihn gerne um sich. Er avancierte zu einer Art Maskotchen der hiesigen Truppen. Zu diesem Zeitpunkt war es auch, dass ein alter Offizier ihn das Kriegerlied „Gondors Tribut“ lehrte. Ein Lied was er alsbald auch oft seinem Bruder vorsang. Ein Zweifelsohne seltsames Wiegenlied.

    Der junge Boromir versuchte (wahrscheinlich mehr unbewusst) sich die Liebe seines Vaters mit Fleiß zu erkaufen.
    Und es funktionierte, stellte sich jedoch als bald als 2schneidiges Schwert heraus. Denethor zeigte wieder Interesse, allerdings nur an Boromir. Denethor fühlte sich durch das Engagement seines ältesten Sohnes wahrscheinlich an seine eigene Jugend erinnert. In Gondor ist es Tradition, dass der 1. Geborene des Truchsessen eine Zeit im Dienste der Streitkräfte steht. Denethor hatte allerdings selbst nie in vielen Schlachten gekämpft, die es damals genauso wie zur Zeit Boromirs in zu großer Zahl gab. Wahrscheinlich weil Denethor schon immer in sich gekehrter war als sein Sohn.
    Boromirs Interesse blieb konstant, was bei Kindern in seinem Alter ja nicht unbedingt oft der Fall ist. Nun befahl Denethor seine Ausbildung. Im Gegensatz zu den normalen Soldaten die nach Bedarf an den jeweiligen Waffen ausgebildet werden, durfte Boromir die Waffe mit der er kämpfen wollte frei wählen. Er entschied sich für die Bewaffnung die das Rückgrad Gondors bildete. Schwert und Schild. Der Grund hierfür war wohl, dass Boromir in der Zeit in der er sich vorher bei den Kasernen aufgehalten hatte, am meisten mit den einfachen Soldaten zu tun hatte und sich diesen daher eher verbunden fühlte. Eine Eigenschaft die ihn später auszeichnete und ihm bis zu seinem Tod anhaften sollte.
    Für Faramir war es eine harte Zeit. Sein Bruder den er seit er sich erinnern konnte eher als Vaterfigur gesehn hatte, hatte nun kaum mehr Zeit für ihn und er war auf sich allein gestellt. Desshalb versuchte er Boromir nachzueifern, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen wie sich Boromir zuvor die ihres Vaters erkämpfen wollte. Boromir begrüßte dies doch Denethor empfand es als Verschwendung, wenn beide seiner Söhne Interesse am Kriegshandwerk zeigen, sie in den gleichen Truppenteil kämpfen zu lassen. So entschied er Faramir zu den Waldläufern zu schicken. Den Elitebogenschützen Gondors, welche mit List und Geschick ihre Feinde in der Wildnis überraschen. Eine rein taktische Entscheidung und wahrscheinlich die beste die Denethor in seinem Leben je getroffen hatte. Dies allerdings war ihm nie bewusst.
    Als bald fühlte sich Faramir bei den Waldläufern wohl und man erkannte schnell, dass er, wie Boromir für das Soldatentum, für die Art der Waldläufer großes Talent hatte.
    Boromir indes blühte in seiner Ausbildung wahrhaftig auf. Zuerst nur durch den puren Ehrgeiz getrieben, überbot er schnell alle anderen bis auf die Obersten und die Elitären Truppen der Turmwachen an Kampfkunst. Doch der Ehrgeiz wich bald einer Eigenschaft die in Zukunft sein Leben bestimmen sollte. Verantwortungsbewusstsein. Als Sohn des Truchsessen erhielt er ebenfalls Theoretischen Unterricht. Taktiken, Kriegsgeschichte und Führung... etwas indem er immer herausstechen sollte.
    Als er im Geschichtsunterricht saß und die vielen Berichte von den unzähligen Schlachten hörte, wurde ihm auch erstmals bewusst welche Bedrohung von Mordor ausging. Seitdem ist an Stelle des Ehrgeizes, der Wunsch getreten seine Heimat zu schützen.
    Bis zu seinem Tod sah er dies als einen der wichtigsten Teile seines Lebens. Als Pflicht. Und er erfüllte stets all seine Pflichten.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 20.10.2008, 00:48 
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    Und oft, wenn Denethor ihn und seinen Bruder unterrichtete, fragte Boromir seinen Vater: Doch warum bist du nicht König? Wie lang muss es dauern bis aus einem Truchsess ein König wird, wenn der wahre König nicht wiederkehrt?
    Daraufhin Denethor: Nicht so lange in Reichen wo die Königswürde weniger gilt. Doch in Gondor mein Sohn herrscht der König. So war es. Und auch wenn es nicht so ist, wird es wieder so sein und nur so ist es rechtens.

    Boromir verstand es nicht. Auch später sah er sich lange Zeit als rechtmäßigen Erben. Er opferte sich auf. Er hielt dieses Land zwischen Krieg und Zerstörung zusammen. Wer wenn nicht er solle das Recht haben es zu regieren. Und von wem ausser ihm könne es besser regiert werden? Von ihm der diesem Land doch sein Leben lang schon dient und es so gut kennt wie kaum jemand anders.

    Sein Talent nun, beeindruckte Soldaten wie Offiziere gleichermaßen. Doch was wichtiger war: Es beeindruckte ebenfalls seinen Vater. Denethor öffnete sich Boromir ein Stück weit, doch sollte ihre Beziehung immer den Beigeschmack einer Militärischen Hierarchie behalten, dafür sorgten Denethors Stolz und Boromirs Pflichtbewusstsein. Auch wenn man ihr Verhältnis zueinander durchaus als Liebevoll bezeichnen konnte. Seit Boromir in den Staatsdienst ging, war Denethor nicht mehr nur sein Vater sondern auch sein Vorgesetzter. Das vergaß Boromir niemals.
    Was bei Boromir gut gelang verkehrte sich bei seinem Bruder allerdings ins Gegenteil. Da Faramirs Ausbildung zum Waldläufer großteils in der Wildnis stattfand bemerkte Denethor nichts von den bemerkenswerten Fortschritten die sein Jüngster Sohn ebenfalls machte. Wäre Faramir Denethors einziger Sohn dann hätte er ihn sicherlich ein ums andere mal besucht, doch seine Aufmerksamkeit war zu sehr an Boromirs Fortschritte gefesselt.
    Ein Sachverhalt den Boromir zum Leiden seines Bruder selbst erst zu spät entdeckte.

    Die nun selten gewordenen Treffen der beiden Brüder waren stets von großer Freude. Und sie verbrachten so viel Zeit wie möglich miteinander, sich an den letzten Rest ihrer Jugend klammernd. Denethor jedoch sah in Faramirs Zuneigung zu seinen Bruder Anhänglichkeit, eine Schwäche. Boromir hingegen haftete er es nicht als Schwäche an. Er glaubte ihn besser zu kennen und war keine Schwächen von ihm gewohnt. Doch kannte er seinen Sohn nicht annähernd so gut wie er dachte.
    So begannen für Faramir nun die Jahre der Missachtung.

    Mit 17 Jahren stand Boromir nun seine Soldatentaufe bevor. So wird die erste Schlacht genannt in der ein Soldat kämpfen muss. Er als Sohn des Truchsessen hatte 2 Batallione unter seinem Kommando.
    Er bestand darauf nur Junge Soldaten unter sein Kommando zu stellen. Er meinte ein kampferprobter Soldat von 30 Jahren werde es schwer haben Befehle von einem 17jährigen Neuling annehmen zu müssen. So kam es dass 2/3 von Boromirs Truppen an jenen Tagen ebenfalls ihre Soldatentaufe hatten. Und der Rest hatte erst wenige Kämpfe gesehen.
    Die Schlacht hatte nicht den Anschein als solle sie eine besonders Leichte werden. Sie mussten gegen ein kleines Heer der Haradrim ins Feld ziehen welches von Süden her die Provinzen verwüstete. Das schwere daran war, dass diese Berichten zufolge gepanzerte Warge mit sich führten.
    Also las er vor seiner Abreise alles was er über diese Kreaturen auffinden konnte. Doch im ersten Augenblick schien nichts hilfreich zu sein.
    Auf dem ganzen ritt nach Süden war er in Gedanken versunken über das was ihnen bevor stand.
    Die Haradrim mussten auf ihrem weg zur nächsten Siedlung eine Schlucht durchqueren. Ungefähr dort wo der Fluss Poros auf die Harad-Straße trifft. Die Flanken der Schlucht waren zu steil um Bogenschützen darauf zu postieren.
    Stattdessen hatten sie vor die Haradrim beim austreten aus der Schlucht zu überraschen, sodass sie keine Gelegenheit hatten sich wieder zu formieren. Und in einer engen Schlucht kann man sich Warge mit Speeren gut vom Hals halten weil sie dort zu wenig Platz haben um ihre Agilität voll auszunutzen.
    Ein Plan der aus ihrer Situation das Beste machte so fand auch Boromir.
    Und doch grübelte er verbissen wie man diesen Plan noch verbessern könne. Doch es wollte ihm absolut nichts in den Sinn kommen.
    Sie erreichten die Schlucht 2 Tage vor den Haradrim und lagerten nicht weit entfernt, doch gut versteckt.
    Als er die Umgebung mit einigen seiner Kameraden erkundete stach ihm etwas ins Auge. Und sofort keimte ein Plan in ihm auf.
    Er entdeckte eine Trollhöhle. Was er über Warge gelesen hatte machte sich bezahlt. Am selben Abend erläuterte er seine Idee den übrigen Kommandanten. Sie stritten lange doch schließlich entschieden sie, dass sein Plan den Versuch der Umsetzung wert war.
    Er bestand darauf seinen Plan selbst durchzuführen und wählte nur wenige aus, denen er absolut vertraute. Denn viele hatte er in der Ausbildung kennen gelernt und sie waren eine eingeschworene Truppe.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 23.10.2008, 19:56 
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    *mal diesen Thread hochschieben*

    Also, ich hätte echt gedacht, dass hier mindestens 3 Leute kurzfristig reviewen würden... Ich wollte eigentlich am Schluss was sagen, weil ich dann alles etwas zusammenfassen wollte, aber dann mach ich das jetzt häppchenweise. <img src="biggrin.gif" border="0">

    Ich finde, dass es sich von den Wortfindungen her schön lesen lässt.

    Leider gibt's zu wenig "echte" Absätze, d. h. eine komplette Leerzeile zwischen zwei Abschnitten. Und es sind recht viele grammatikalische Fehler enthalten. Und Zahlen schreibt man im Text eigentlich aus.

    Zum Inhalt an sich:

    Ich finde deine Ideen klasse! Ich hab die Geschichte echt schnell durchgelesen, weil ich einfach wissen wollte, was du dir als nächstes ausgedacht hast. Es ist alles schlüssig und abgesehen von einigen Dingen, die aber erst noch kommen, kann ich absolut damit leben. Super Geschichte!!! <img src="smile.gif" border="0">

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 23.10.2008, 20:49 
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    Soooo die Nini hat nun auch endlich hergefunden <img src="smile.gif" border="0">. Wo Boromir ist, bin ich auch oder so ähnlich *g*.

    Gefällt mir gut, Deine Geschichte und auch die Idee dahinter. Es ist, als würde man in einer Familienchronik über Boromir lesen. Und bisher könnte es ja auch wirklich so sein, dass sein (und auch das von Faramir) Leben so abgelaufen ist. Viel Einblick in dieses Leben ließ uns Tolkien leider nicht.

    <br><table width="90%" cellspacing="1" cellpadding="3" border="0" align="center"><tr><td class="quote"><br>Und sie verbrachten so viel Zeit wie möglich miteinander, sich an den letzten Rest ihrer Jugend klammernd. Denethor jedoch sah in Faramirs Zuneigung zu seinen Bruder Anhänglichkeit, eine Schwäche. <br></tr></td></table><br>

    Ich muss diesen Satz einfach zitieren... weil ich finde, dass er sehr viel ausdrückt. Und er passt tatsächlich zu dem Bild, das Denethor abgibt. Zumindest in den Büchern und auch in PJ's Verfilmung. Gerade solche Kleinigkeiten machen Geschichten lebendig.

    Also ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht. Aber eine klitzekleine Kleinigkeit hätte ich anzumerken bzw. ich stimme bei den Absätzen und dem grammatischen Fehlern Bride zu. Aber das ist nichts, was man nicht in den Griff bekommen kann <img src="smile.gif" border="0">.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 26.10.2008, 17:57 
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    Viele vielen Dank für eure Posts. Für eure Fürsprache wie für eure Krittik. Hab schon versucht sie mir zu Herzen zu nehmen und werde jeden weiteren Post den ich setze nochmal überarbeiten. Die Ergebnisse sind wahrscheinlich immernoch zweifelhaft aber ich bitte in dieser Hinsicht einfach um etwas Kulanz da ich Rechtschreibungslegasteniker bin ^^"
    Werde jede Woche einen weiteren Teil posten und bitte weiterhin um Resonanz und wünsche natürlich viel Spass beim lesen.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 26.10.2008, 18:00 
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    Die Schlacht nun begann mit einem Überraschungsangriff. Gondors Krieger versuchten erbittert die Haradrim zurück in die Schlucht zu drängen, doch Boromir und 8 seiner Getreuen fehlten.

    Er kam später und aus anderer Richtung, an der Spitze einer kleinen Reiterschar. Was aber wichtiger war, im Schlepptau hatten sie 6 tobende Trolle.
    Sie hatten die dummen Kreaturen provoziert und so dazu gebracht ihnen zu folgen. Ein Reiter nach dem anderen scherte aus und es funktionierte, bald folgten sie nur noch dem Anführer. Dieser hielt direkt auf die 2 kleinen kämpfenden Heere zu. Wie vereinbart zogen sich gondors Kräfte nun schlagartig zurück und hinterließen ein völlig verwundertes perplexes Haradrimheer.

    Wenige Meter nun vor diesem riss Boromir sein Pferd, sodass es sich legte. Sein Plan ging nicht ganz auf. Der Sturz hatte das arme Tier nicht weit genug aus der Bahn der Trolle gebracht und so wurde es von ihnen zu tode getrampelt. Er selbst konnte sich nur durch einen schnellen Sprung retten, die Trolle allerdings knallten mit voller Wucht auf die Haradrim. Die Warge nun, wie Boromir gelesen hatte, attackierte durch ihr aggressives Konkurrenzverhalten sogleich die größere Bedrohung für ihr Rudel, die diese Trolle darstellten. So nun versank das gegnerische Heer im Chaos.
    Natürlich schafften es 6 Trolle nicht gegen ein ganzes Heer, zumal die Haradrim gut ausgerüstet waren. Nicht lange und die Trolle waren mit Pfeilen gespickt, doch die Warge und etliche Soldaten waren aufgerieben worden. Der Rest nun war für gondors Soldaten kein schweres Spiel mehr und der Sieg und Boromir wurden groß bejubelt.
    Durch die wenigen Haradrim denen die Flucht gelungen war machten bald seltsame Gerüchte die Runde durch die Südländer.
    “Gondor hat es geschafft Trolle zu zähmen“,
    und durch die Hektik der Schlacht entstand auch ein Gerücht über das Boromir bis ins hohe Alter schmunzeln musste.
    “Ein Junger Krieger soll sogar auf einem in die Schlacht geritten sein“.

    Wieder in der Stadt begannen nun große Feierlichkeiten. Und zugleich endete Boromirs Jugend.
    Faramir leider konnte an der Feier nicht teil nehmen, was Boromir sehr betrübte.
    Es wurde viel getanzt und viel gesungen, aber am meisten wurde getrunken. Boromir versuchte sich zurück zu halten, was aber nicht möglich war, da er viel bejubelt wurde und unzählige Male auf sein Wohl angestoßen wurde.
    Auch gab es zu diesem Anlass Geschenke.
    Vom Fürsten Adrahil von Dol Amroth, seinem Großvater Mütterlicherseits, bekam er sein eigenes Banner.
    Schwert und Schild der Infanterie vor dem Weißen Baum, das Ganze auf blauem Grund.
    Es solle seine Verbundenheit zu den einfachen Soldaten zeigen und jedem von diesen Mut machen in schwerer Stunde.
    Fürst Adrahil hatte Boromirs Ausbildung aufmerksam verfolgt und ihm war das enge Band welches Boromir zum den einfachen Soldaten geknüpft hatte, nicht entgangen.
    Von König Theoden von Rohan, den Bundesgenossen Gondors, bekam er ein neues Pferd. Eines der Besten der aktuellen Zucht.
    Es trug den Namen Elemer.

    Von seinem Vater aber, bekam er das wichtigste und Traditionellste Geschenk von allen. Das Horn von Gondor.
    Dieses uralte Erbstück der Truchsessen wird immer bei diesem Anlass an den Ältesten Sohn, vom Vater weitergegeben.
    In jedem aufrichtigen Menschen der es hört oder bläst weckt es neuen Mut. Und jedes finstere Wesen wird von Furcht erfüllt. Zugleich wird dem Bläser Hilfe zuteil. Denn man sagt egal wo es geblasen wird, man hört seinen Klang in den Ländern der Menschen des Westens. Und stets führt es die rechten Leute zum rechten Ort, um jenem der es blies beistand in der Not zu leisten.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 02.11.2008, 18:45 
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    Nach dem Ende der Feierlichkeiten hatte sich Boromir vorgenommen umher zu reisen, denn er wollte wissen was er denn verteidigte.
    Als erstes allerdings trieb es ihn nach Ithilien zu seinem Bruder. Dort feierten sie Boromirs Sieg in kleinem Kreis nach, ein Fest bei dem er sehr viel mehr Spaß hatte als bei dem großen Gelage.

    Nach dem Abschied von seinem Bruder ritt er durch Gondor, so wie es ihm in den Sinn kam. Und er verliebte sich in dieses Land. So groß war seine Liebe, dass lange Zeit niemand ausser seinem Bruder in seinem Herzen Platz finden sollte.

    Auch ritt er nach Dol Amroth, dem funkelnden Juwel Gondors an den Küsten des Meeres.
    Sein Großvater empfing ihn mit offenen Armen, waren sich beide doch ähnlich. Auch wenn Fürst Adrahil einer der höchstangesehenen Adligen Gondors war, so war er doch auch ein Krieger. Und Weißheit lag in ihm wie in kaum jemand anderem in Gondor.
    Boromir blieb einige Monate in Dol Amroth. Zwar wird gesagt dort erblicken die schönsten Frauen des Königreichs das Licht dieser Welt, so interessierte Boromir sich doch nur für eines.
    Die Schwanenritter von Dol Amroth, die Elitekämpfer seines Großvaters. Diese konnten es an Kampfgeschick sogar mit den mächtigen Turmwachen aus Minas Tirith aufnehmen. Und vieles was er zu dieser Zeit dort sah, lies er später in deren Ausbildung einfließen.

    Nach dem Besuch von Dol Amroth nun ritt er nach Rohan. Dieses Volk war seit vielen Generationen gut mit Gondor befreundet und hatte ihm in der Not schon oft beigestanden.
    Die besten Pferde kamen von dort und Reiten konnten diese tapferen Menschen wie kein Menschenvolk sonst auf Mittelerde es vermochte.
    Dies Land durchstreifte er lange mit Theodred, dem Sohn des Königs und Eomer, des Königs Neffen.

    Als er zurück kehrte hatte er das 18te Lebensjahr bereits überschritten und sich sehr verändert.
    Er war um einiges Gewachsen, ein Ereignis welches er immer der Meeresluft gutschrieb. Und ein voller Bart schmückte nun sein edles Gesicht.
    Er kam kurz vor Sonnenaufgang in der Stadt an. Und als er gerade die 7. Ebene erreicht hatte wurde sein Blick von etwas angezogen, was er von da an zwar so oft wie möglich sah, doch nie angemessen in Worte zu kleiden vermochte.
    In diesem Moment ging die Sonne auf, Silbernen Trompeten wurden zu ihrer Begrüßung geblasen und die ganze Stadt schien im Licht der Sonne golden zu glühen.
    Oft hatte er es zuvor schon gesehen, doch nie war ihm die Pracht dieses Momentes aufgefallen. Nichts vergleichbares hatte er auf seinen Reisen gesehen und er sollte auch nie etwas Ebenbürtiges finden. Von nun an, immer wenn er in der Stadt war, bewunderte er von hier oben den Sonnenaufgang. Und seinen ganzen Lebtag wurde er es niemals müde.

    Sein Leben nun ward bestimmt von militärischen Pflichten. Salutieren, exerzieren und trainieren. Er übte, lernte, erfand neue Strategien, half bei der Ausbildung der Rekruten und er kämpfte, denn es ward Krieg. Ein Krieg der nie zu enden schien. Aber er klagte nie. Er verteidigte sein Land als habe er nie etwas anderes getan.
    Und mit jeder Schlacht die er schlug und derer waren viele, wuchs das Vertrauen seiner Kameraden in ihn. Das große Potential, welches er als Feldherr hatte, war nun für jeden unübersehbar. Das Misstrauen, auch in den oberen Rängen, sein Alter betreffend zerstreute sich zusehends.
    Doch nicht nur sein Geschick am Schwert wuchs immer weiter. Auch schärfte er seine Zunge. Und Reden vermochte er bald zu sprechen, die das Herz des ängstlichsten Bauern in das eines großen Kriegers verwandelten.

    Da er nun das Vertrauen seiner Kameraden klar auf seiner Seite hatte, wurden auch seine Strategien gewagter.
    Einmal lies er sich ein gesamtes Batallion tot stellen. Und als die Orks, welche sie vernichten sollten, sich anschickten sie auszuplündern, sprangen er und seine Kameraden auf und machten sie nieder. Auch dieser Einfall trug wieder etliche amüsante Gerüchte nach sich.

    Doch in jeder Schlacht verlor er auch Kameraden, Saufkumpane, Freunde. Viele waren noch viel mehr. Sie waren Ehemänner oder sogar Väter.
    Jeden einzelnen machte er sich zum Vorwurf.
    Er brauchte nicht lange um Festzustellen, dass die normale Soldatenausbildung mehr als ungenügend war.
    Drei Monate dauerte sie. Zugegeben genug Zeit um das Handwerk zu lernen, doch lange nicht genug um es zu beherrschen.
    Noch war er nicht in der Position dies zu ändern, aber das würde er bald sein und das wusste er.
    Vorerst versuchte er sein Gewissen dadurch zu beruhigen, dass er einige hilfreiche Erfahrungen, die er auf dem Schlachtfeld gesammelt hatte, niederschreiben und in den Kasernen verteilen lies.
    Ein Auszug: "Das Wichtigste wenn man gegen einen Ork kämpft ist eine gute Verteidigung. Er wird versuchen dich mit den ersten Schlägen zu töten. Wehre sie ab und mache dir danach seine fast nicht vorhandene Deckung zu nutze."

    Durch seine Hingabe und Raffinesse schaffte er es bis zum 21 Lebensjahr vom Kommandanten des 5. Grades, zum Kommandanten des 2. Grades.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 04.11.2008, 21:54 
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    Ein neuer Teil - wie schön <img src="smile.gif" border="0">. Ich habe auch ihn aufmerksam gelesen und erst einmal ein großes Dankeschön für die Absätze. Das hat das Lesen angenehmer gemacht <img src="smile.gif" border="0">.

    Ich fand auch diesen Part sehr interessant. Es hätte wirklich so sein können und es gibt Punkte, bei denen ich durchaus genickt habe. Weil es sich beim Lesen so anfühlt, als wäre es wirklich so gewesen. Und es auch logisch ist. Z. B., dass Boromir durch Gondor zieht und mit eigenen Augen sieht, für was er kämpft. Du hast das wirklich sehr schön geschrieben und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 10.11.2008, 00:19 
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    Faramir nun, hatte in diesem Jahr seine Ausbildung beendet. Mit sämtlichen Auszeichnungen. Boromir hatte es die Sprache verschlagen als er dies gehört hatte. Er kannte die Ausbildungsinhalte der Waldläufer, das meiste hatte er selbst in seiner Ausbildung gehabt, allerdings lange nicht in diesem Umfang und er traute sich nicht mal zu die Ausbildung überhaupt zu bestehen. Aber dann noch mit allen Auszeichnungen?
    Nach seiner Ausbildung war Faramir nun zur unermesslichen Freude beider sehr oft in Minas Tirith. Und Boromir bemerkte das sein Bruder ihn immer noch mit enormer Bewunderung betrachtete. Allerdings war sein Selbstvertrauen enorm gewachsen.

    Die ganzen Auszeichnungen die er erhielt, kümmerten Faramirs Vater allerdings nicht. Dieser empfand, dass er für die Ausbildung viel zu lange gebraucht hatte.
    Nun war Faramir auch öfter in der Schusslinie von Denethors Kritik. Und Boromir stand wie man so sagt „zwischen den Stühlen“.
    Nicht nur das Denethor sowieso an allem Fehler fand was Faramir tat, er gab ihm auch noch stets Aufgaben die mit seinem geringeren Erfahrungsstand sehr schwer oder gar nicht zu bewältigen waren.

    Boromir versuchte nun seinen Bruder so gut es ging vor Denethors Launen zu schützen. Und sehr oft gerieten sie in dieser Zeit aneinander. Und doch die Stimmung seines Vaters und seine Launen schienen sich mit jedem Sieg den Boromir nach Hause trug dauerhaft zu bessern. Er zeigte sich immer öfter dem Volk und strahlte ehrliche, nicht dem Zweck wegen, aufgesetzte Zuversicht in die Zukunft aus.
    Denethor machte keine Hel daraus, dass er all seine Erwartungen und scheinends die ganze Zukunft Gondors auf den Schultern seines Erstgeborenen ablud.
    Er wählte immer wenn es ging Boromir für Missionen aus, ihm nur selten eine Pause gönnend. Doch Boromir seinerseits war auch dominant genug, sich wenn es sein musste gegen seinen Vater und was für ihn noch höher stand, seinen Vorgesetzten durchzusetzen. Schließlich lag ihm auch viel an der Ausbildung der Rekruten, dem konnte er aber nicht nachgehen, wenn er immer nur unterwegs war.
    Boromir war auch einer der wenigen auf die der Truchsess hörte. Davon sollte es nie sehr viele geben.

    Mit 27 Jahren nun, erhob man ihn aufgrund seiner enormen Leistungen endlich in den Stand des Hauptmannes des Turms. Dem höchsten militärischen Befehlshaber Gondors nach dem Truchsessen. Oder in den alten Zeiten natürlich dem König.

    Doch stieg es ihm nicht zu Kopf. Wie oft saß er mit seinen Kameraden abends in der Stammkneipe der Soldaten im 3. Ring der Stadt. Sie feierten Siege, sie feierten Gondor und nicht selten feierten sie auch sich selbst. Denn mit Herrn Boromir an der Spitze der Streitkräfte wähnten viele Gondor als unbezwingbar. Allerdings wussten zu diesem Zeitpunkt nur die Weisen und die Obersten des Reiches, dass es bei weitem nicht so gut um Gondor stand.

    Boromir wusste es auch und unzählige Nächte bereitete es ihm Kopfzerbrechen. Allerdings war er nach seiner Beförderung zuallererst damit beschäftigt die Ausbildung der Turmwachen zu übernehmen. Als Hauptmann des Turms von Gondor fiel ihm nun die Ausbildung dieser beinah unbezwingbaren Schutzwache zu.
    Und keine Ausbildung machte ihm mehr Freude. Die Turmwachen waren die begnadetsten Kämpfer Gondors. Und er konnte sich mit ihrer Ausbildung so viel Zeit lassen wie er wollte. Er ließ sein gesamtes militärisches Wissen, welches mittlerweile Beispiellos in Gondor war, und all sein Kampfgeschick auf sie übergehen.

    Doch in der Zeit in der er mit Ausbildung beschäftigt war fiel ihm auch auf, dass die Oberen immer verantwortungsloser mit seinen Kameraden bei den normalen Streitkräften umzugehen schienen. Die Verlustmeldungen schienen immer länger zu werden. Doch die Adligen und seinen Vater schien dies nicht zu interessieren. Und das brachte ihn eines Tages auf einer Ratsversammlung der Adligen zum überkochen:

    "Ihr wollt Gondor vielleicht von einem Berg von Leichen aus verteidigen. Dann tut das!
    Jedoch ohne mich.
    Jene die ihr leichtsinnig in Schlachten schickt die sie nicht gewinnen können, Schlachten bei denen eure einzige Aufgabe ist hinterher die Berichte zu lesen.
    An eurem warmen Kamin, im bequemen Sessel, das flüchtig zu überfliegen was für viele meiner Kameraden den Tod bedeutete. Das kaum zu Kenntnis zu nehmen, was für unzählige Frauen nun ein Leben als Witwe bedeutet! Für wie viele Kinder heisst es ohne Vater aufzuwachsen?!
    Das wollt ihr nicht wissen. Ihr wollt nur das es euch gut geht, mehr nicht!
    Es sind tapfere Recken die für dieses Land sterben! Allesamt! Helden denen größere ehren zustehen als all euch oder euerer Vorfahren! Jeder einzelne sollte ein Grabmal haben größer als jedes Grabmal eines Adligen in Gondor!
    Ihr blutet unser Land aus, wenn ihr so weiter macht.
    Ich würde 100 von euch, (er zeigte in die Runde, ließ Fürst Adrahil allerdings aus) gegen 10 von ihnen Tauschen!"

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 16.11.2008, 17:33 
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    Er drehte sich um, stapfte wutentbrannt, wild fluchend hinaus und knallte die großen Türflügel der Ratskammer hinter sich so heftig zu, dass die Angeln verborgen.

    Aber er hatte Erfolg. "Jedoch ohne mich." Dieser kurze Satz hatte Eindruck gemacht. Boromirs Einfluss bei den Streitkräften und beim Volk war Riesig. Ihn zu verlieren wäre für Gondor und die Moral der Streitkräfte ein großer Schock. Deswegen mussten ihm die Adligen nachgeben ob sie wollten oder nicht.
    Boromir wusste das alles und er hatte diesen Satz mit voller Absicht geäußert.

    So wurde nun die Ausbildung der Soldaten von 3 Monaten auf 9 Monate erweitert. Ausserdem brachte man den Soldaten in ihrer Ausbildung das Lesen bei. Nicht viel aber das Nötigste.
    Und es gab Gondor noch weit mehr Schlagkraft als Boromir erwartet hatte. Die Soldaten sahen sich nicht mehr als Verbrauchsgut des Krieges, sondern als etwas von Wert. Sie wussten nun, dass sie nicht nur Krieger des Guten waren, sondern auch gute Krieger. Und sie konnten lesen! Viele Soldaten waren Bauern aus entfernten Provinzen und lesen war etwas wovon sie geglaubt hatten, es sei nur den Oberen vorbehalten, aber nicht den einfachen Soldaten. Sie gingen nun mit einem Stolz durch die Straßen der Stadt, dass es eine Freude war ihnen zu zusehen.

    Die Verlustzahlen gingen von da an drastisch in den Keller. Immernoch zu spät wie Boromir dachte, aber er hatte auf den richtigen Moment warten müssen.
    Nun machte ihm auch die Ausbildung der normalen Soldaten wieder spaß. Und in der nächsten Zeit konnten sie Mordor starke Verluste zufügen. Aber immer noch schienen Mordors Orks endlos zu sein.
    Eine Sorge weniger. Um das Leben seiner Kameraden hatte er sich gekümmert.

    Die Jahre verstrichen für Boromir nun im immer selben Rhythmus.
    Mit 28 setzte er ein lange gereiftes Vorhaben in die Tat um. Die komplette Rückeroberung von Osgiliath. Dazu sammelte er so viele Soldaten wie er aus den umliegenden Provinzen finden konnte und so viele man in der Stadt entbehren konnte.
    Seine Streitmacht belief sich am Ende etwa auf 6000 Mann. Eine Anzahl die man zu diesem Zeitpunkt lange nicht mehr in der Stadt gerüstet gesehen hatte.
    Das besondere an dieser Streitmacht war, dass Boromir sich in einem wichtigen Punkt endlich gegen seinen Vater hatte durchsetzen können. Und so, das erste mal seit der Schlacht des letzten Bündnisses, nahmen die Turmwachen von Minas Tirith an einer Schlacht ausserhalb der Stadt teil.

    Als sein Heer nun auf dem Pelennor gerüstet stand, fertig zum Abmarsch, stieß er in sein Horn. Neben ihm stand sein Bruder und Boromir erhob die klare Stimme zu einer unglaublichen Lautstärke.

    „Meine Brüder! Seht das Juwel unseres Königreiches! Seht die weiße Stadt! Die Stadt der Könige!
    Seht sie! Ihre Starken Mauern die vor jeder Gefahr Schutz bieten!

    Ich sage euch, IHR seid die Mauern! Eure Schilde verwehren dem Feind den Zugang!

    Seht Ihn! Den weißen Turm! In dessen Ratskammern das Ende unserer Feinde besiegelt wird!

    Ich sage euch, IHR seid der Weiße Turm! Eure Schwerter besiegeln das Ende aller Feinde Gondors!

    Seht ihn! Den Berg auf dem sie steht! Den Berg der Wacht!

    Ich sage euch, IHR seid der Berg! Ihr selbst! Eure Leiber! Wie ohne den Berg so würde ohne euch auch alles zusammenbrechen!

    Wir werden heute einen großen Schlag gegen das Dunkel führen! Und ein jeder von euch soll seinen Ruhm haben in dieser Schlacht! Euer Wille ist Stark! Eure Ausbildung gut! Eure Schwerter sind scharf! Was also kann der Feind euch entgegen setzen!?

    NICHTS!

    Auf in die Schlacht Krieger Gondors! Auf in den Sieg! Für Gondor!“

    „Für Gondor!“ schallte es ihm aus dem ganzen Heer geschlossen entgegen. Das Feuer der Schlacht brannte jetzt schon vor ihrem Beginn in seinen Kameraden und der Sieg schien für sie nur einen Wimpernschlag entfernt.
    So marschierten sie los, stolzen Hauptes und grimmig ein beinahe vergessenes Lied singen. Es begann so:

    Wenn der Osten beginnt vor Trommeln zu beben,
    Die dunklen Sklaven sich erheben,
    Dann ist die Stunde für Gondors Tribut,
    Für Heldentaten, Kampf und Mut.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 16.11.2008, 19:07 
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    Tolle Geschichte, schreib bald weiter. Für Gondor!


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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 23.11.2008, 17:09 
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    Und sie fegten über die besetzte Stadt hinweg, singend, mit Boromirs Banner an der Spitze, ließen keinen ihrer Feinde am leben.
    Am Ende wurde Boromir, wie so oft(wahrscheinlich zu oft), als das entscheidende Element bejubel,t was ihnen den Sieg gebracht hatte.
    Die Schlacht war hervorragend verlaufen, ohne viele Verluste obwohl sie einfach auf einen offenen Angriff gesetzt hatten und genau das bescherte ihm wahrscheinlich hinterher dieses flaue Gefühl im Magen.

    Es sollte auch nicht die letzte Schlacht auf den Straßen Osgiliaths gewesen sein. Und für Boromir sollte dieser Ort später einmal schicksalhafte Bedeutung erlangen.

    Nun hatte er allerdings nach dieser, noch eine wichtige andere Schlacht zu schlagen. Er musste nun versuchen Faramirs ebenfalls erheblichen Anteil an der Schlacht auch für ihren Vater sichtbar zu machen.
    Doch diese Schlacht verlor er. „Wenn sein Anteil deinem gleich war, warum bejubeln sie dann nur dich?“
    Fakt war das Gondors Mannen viel zu sehr auf Boromir fixiert waren. Allerdings waren sie zu diesem Zeitpunkt in Siegesfreuden und größtenteils schon recht betrunken. Sie hätten wohl auch einen Ork bejubelt, der ein lustiges Tänzchen aufführt.

    Boromir überlegte also wie er erreichen konnte, dass seine Kameraden nach der Schlacht nicht nur ihn, sondern auch seinen Bruder hochloben würden.
    Was er nicht wusste. Das taten sie bereits. Die Soldaten bewunderten Faramirs Weisheit, Ruhe und sachliche Art, genauso wie Boromirs Kühnheit, Willenskraft und Stärke. Allerdings waren diese hervorragenden Eigenschaften Faramirs, in denen er seinem Bruder so viel voraus hatte, im Schlachtgetümmel nicht so von nutzen wie Boromirs.

    Boromir wollte zeigen das sein Bruder ein eben so fähiger Heerführer war wie er. Dazu müsste Faramir allerdings alleine das Kommando in einer großen Schlacht haben. Boromir war sich absolut sicher das er jeder gestellten Aufgabe gewachsen gewesen wäre. Das Problem war nur das Denethor seinen jüngsten Sohn nie mit einer Aufgabe von hohem Gewicht beauftragt hätte.

    Alles was Boromir sich ausdachte, verlief sich also letztlich im Sande (von Denethors Misstrauen).

    Die Zeit bis zu Boromirs 30. Lebensjahr verging ohne besondere Ereignisse, lediglich eine erhöhte Anzahl an Orküberfällen traten auf. Nur Scharmützel. Nichts was ihn beunruhigte. Er vermutete nur, dass die Orks gerade einen zuchtstarken Jahrgang aufzogen. Das kam immer mal wieder vor.
    Erwähnenswert ist allenfalls noch, dass Boromirs Vater ihn immer mehr drängte er solle sich doch bald eine Gemahlin suchen.
    Boromir wusste natürlich das auf ihm als Erstgeborenem die Verantwortung der Erbfolge lastete. Aber das war nicht leicht, denn Liebe lässt sich nicht erzwingen.
    Er wollte eine Frau, die später einmal an seiner Seite herrschen würde. Eine starke Frau. Eine Kämpferin.
    Und die gab es in Gondor nicht.
    Hätte er eine Hausfrau gewollt, hätte er sich die Tochter eines Adligen zur Frau genommen. Eine von denen, die sie jetzt alle so unterwürfig ihm gegenüber waren, um ihm zu gefallen. Alles Schafe ohne eigenen Willen. Er wollte eine Wölfin.
    Wäre er zu diesem Zeitpunkt auf Frau Eowyn von Rohan getroffen wäre vieles wohl anders geschehen.

    Wirklich seltsam ist auch, dass seine spätere Frau genau dem Schema entspricht, welches ihn zu diesem Zeitpunkt so anwidert. Wo die Liebe hinfällt. Allerdings merkte er so, dass das was wir uns wünschen, nicht immer das ist was wir wollen.
    Seine Gefährtin welche auf seine Frau folgte hingegen, war eine Wölfin wie man sich besser keine hätte vorstellen können.

    Kaum Kämpfe fanden in der nächsten Zeit statt. Boromir war froh darüber. Zum einen war Osgiliath in ihrer Hand und er trieb die Rüstung Gondors immer weiter voran. Sie waren Schwert und Schild die Mittelerde schützten, das bezweifelte er nie. Doch Schild muss stark und Schwert muss scharf bleiben.
    Ebenfalls gab es keine Konflikte zwischen seinem Vater und seinem Bruder. Denethor war zu sehr beschäftigt auf Boromirs Vermählung zu drängen. Doch Boromir hatte andere Sorgen. Er hatte bei dieser Ruhe kein gutes Gefühl. Osgiliath war zu wichtig als das der Feind so einfach auf es verzichten könnte.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 30.11.2008, 19:07 
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    Fast ein Jahr, er war nun 32, passierte buchstäblich Nichts.
    Doch dann brach der Krieg mit aller Gewalt über Gondor herein. Gondor konnte froh sein, dass seine beiden Heerführer zu diesem Zeitpunkt in Osgiliath waren, sonst wären viele Ereignisse der Zukunft zu schlechtem Ende gekommen.

    Ein Heer führte wie aus dem Nichts einen Schlag gegen Osgiliath. Alle von Boromirs Maßnahmen zum Schutz halfen nichts, denn ein Schrecken war mit dem Feind den man gar sehen konnte.
    Ein Schwarzer Reiter auf schwarzem Ross.
    Männer die er für standhaft und Stolz gehalten hatte flohen schreiend wie kleine Mädchen. Selbst ihn packte ein Grauen wie er es noch nie zuvor gespürt hatte. Er bezwang seine Angst und er und Faramir versuchten die Truppen beisammen zu halten.
    Doch die Schlacht war verflucht. Des Hauptmannes stolzes Banner hing schlaff am Speer, der stolze Klang seines großen Horns erstickte in der Luft, welche von Furcht gefüllt war und seine klare Stimme, kräftig genug um in jeder Schlacht Befehle zu geben, ging unter im Schlachtgetümmel und im Geschrei der Orks.
    Nur die tapfersten Männer kämpften noch standhaft und viele starben aufopferungsvoll für ihr Volk. Denn die Orks kämpften so rasend wie selbst Boromir es noch nie erlebt hatte.
    Die Schlacht ging verloren und schon standen nur noch Boromir, Faramir und 2 ihrer Getreuen dem Feind entgegen. Im letzten Moment als der Feind schon hinüberströmte, brachten sie die letzte Brücke zum Einsturz und verwehrten dem Feind den Weg ins Landesinnere.

    In der Nacht vor dem Angriff hatte Faramir einen Dunklen Traum gehabt. Boromir hatte diesen Traum auch einmal doch seinem Bruder kam er noch öfter.
    In diesem Traum sah man den Östlichen Himmel sich von Gewitterwolken verfinstern. Doch im Westen war noch ein schwacher Lichtschein. Und eine Stimme erklang die sprach:

    Das zerbrochene Schwert sollt ihr suchen,
    Nach Imladris ward es gebracht,
    Dort soll euch Ratschlag werden,
    Stärker als Morgul-Macht.
    Ein Zeichen soll euch künden,
    Das Ende steht bevor,
    Denn Isildurs Fluch wird erwachen,
    Und der Halbling tritt hervor.

    Dieser Traum beunruhigte beide sehr und sie befragten ihren Vater danach. Er Erzählte ihnen von Imladris, welches einige Bruchtal nennen. Einer Zuflucht der Elben, weit im Westen, hinter den hohen Bergen. Und der Heimstatt Meister Elronds, dem Weisesten aller Elben, wie es heisst.

    Nun beriet und stritt sich die Familie lang. Doch wie so oft setzte Boromir sich durch. Er wollte los reiten und dieses Imladris suchen, denn Karten von diesen Landen gab es schon lange nicht mehr.
    Er wollte Faramir nicht gehen lassen. Er hielt Minas Tirith immer noch für uneinnehmbar und wollte seinen Bruder lieber dort in Sicherheit wissen als ihn in unbekannte Wildnis zu schicken.
    Er sah es ausserdem als Chance für Faramir sich endlich zu beweisen. Und er dachte, wenn es jemanden geben sollte der Gondor vor den hohen Herren der Elben vertritt, dann solle es wenn überhaupt, er sein.

    So brach er nach Imladris auf. Er wählte den Weg durch die Pforte von Rohan und hielt sich dann lange Zeit an den Westlichen Ausläufern des Nebelgebirges. Obwohl in richtiger Richtung unterwegs brauchte er für seine Reise doch ganze 110 Tage, da er lange umherirrte als er Imladris nahe war, aber den Zugang nicht finden konnte.
    Und doch erreichte er es. Am Morgen des Tages an dem der Rat gehalten werden sollte. Er staunte nicht wenig über all das Volk was hier versammelt war. Und über die Elben, welche er bis dahin nur selten und stets nur aus der Entfernung gesehen hatte.

    Er wurde vor Herrn Elrond gebeten und schilderte diesem den Traum. Woraufhin ihm Elrond nahe legte, am Rat teilzunehmen, denn dort könnte er wohl die Lösungen all dieser Rätsel erfahren.
    Es wurde zu einem Schlüsselereignis seines Lebens.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 07.12.2008, 17:41 
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    So saß er nun Mitten zwischen diesen hohen Vertretern der Elben und Zwerge, staunte über die Hobbits als er erfuhr, dass einer der Ihren der Halbling aus dem Traum sein solle und hörte Fasziniert alle Schilderungen der alten Geschichten und aktuellen Ereignisse.
    Als er dann gebeten wurde, sich und sein Anliegen vorzutragen, erzählte er der Runde zuerst von seinem Land, seinem Volk und dem Tapferen und schweren Kampf den sie schon so lange kämpften. Voll Stolz sprach er und er betonte oft wie Gondor die endlosen Fluten der Feinde von den Ländereien der Freien Völker fern hielt.
    Doch kein dank wurde ihm ausgerichtet. Im Gegenteil, das Opfer seines Volkes wurde noch angezweifelt. Wie konnten sie es wagen diese Opfer in Frage zu stellen? Von anderen Gefahren sprachen sie, vor denen SIE Gondor bewahrten wie sie sagten. Orks aus den Nebelgebirgen, Dunkles Getier aus dem Düsterwald. Was waren diese Kleinigkeiten im Vergleich zu Mordor?

    Auch erfuhr er von Aragorns Herkunft und seinem ... Anspruch. So ein abgerissener Wanderer sollte ihr König werden? Und woher nahm er das Recht und seine Königswürde? Wäre er ein Wahrer König, wäre er nicht in dieser Stunde der Not bei seinem Volk? Wie konnte man erwarten, dass Boromir von Gondor, der sein Leben ganz in den Dienst seines Landes stellte, schon immer, seinen Anspruch an jemanden abtreten würde, der einem Geschlecht entstammt, welches sich Generationen lang nicht einen Deut um Gondor scherte?

    All diese Gedanken gingen ihm durch den Kopf und diese Versammlung und ihre Weisheit erschienen ihm immer zweifelhafter.

    Und als nun der Ring gezeigt wurde, sah Boromir mit einem mal die Lösung ALL seiner Probleme. Doch sie sprachen von vernichten! Diese Narren! Die mächtigste Waffe Mittelerdes in Ihrer Hand! Der ihm endlos scheinende Traum schien sich seinem Ende zu nähern. Sie konnten Sauron endlich bezwingen. Sie bräuchten nur den Ring benutzen. Die Opfer seines Volkes könnten ein Ende haben. Doch sie scheuten sich davor ihn zu verwenden.

    Boromir war ein Feldherr. Wie hätte er anders denken können? Er war kein Weiser. Er wusste nicht um die Gefahren. Und keiner gab sich die Mühe sie ihm hinreichend zu erklären. Sie würgten ihn ab. Behandelten ihn in seinen Augen wie ein dummes Kind.

    Er bot sich an den Ring zu nehmen, wenn niemand sonst sich Traue. Er wusste um seine Stärke, doch wusste er nicht das der Ring sie zu seiner entscheidenden Schwäche machen würde. Er wollte Kämpfen und er wollte Herrschen. Doch nur um Sein Volk und Mittelerde zu schützen. Doch sie schienen es nicht begreifen zu wollen.
    Und er beugte sich letztendlich den Entschlüssen des Rates, auch wenn alles in seinem Inneren dagegen aufschrie.
    Auch erklärte er sich bereit die Gefährten zu begleiten. Sie hatten ja den selben Weg wie er, denn er wollte zurück in seine Heimat. Außerdem hoffte er, so vielleicht die Meinung des Ringträgers auf der Fahrt noch umstimmen zu können. Am ehesten wenn sie ihn alle nach Minas Tirith begleiten würden. Wenn sie die Weiße Stadt und ihre stolzen Verteidiger sehen würden, wie könnten sie dann noch an ihrer Stärke zweifeln? Dann müssten sie seinen Standpunkt doch einsehen, dachte er sich.

    Er schlug vor, den Weg durch die Pforte von Rohan zu wählen. Den selben Weg den er gekommen war, doch wiedersprachen ihm erneut alle. Er schätzte die Gefahr die von Saruman ausging als zu gering ein, aber so oft in Frage gestellt zu werden war er nicht gewohnt und es verdross ihn sehr. Genauso missfiel es ihm, dass neben Mithrandir, den er ebenfalls vorher schon kannte und dessen Führung er in keinster Weise anzweifelte, nicht er der weitere Lenker der Fahrt war, sondern Aragorn. Er traute ihm und seinen Absichten nicht.

    Sein Vertrauen wuchs ein Stück, als er mit ihm Seite an Seite erst gegen die Wölfe und dann in den Minen Morias, in welche sie ebenfalls gegen seinen Willen gingen, kämpfte.
    Durchaus merkte er auf der Fahrt, dass Aragorn etwas Königliches an sich hatte, doch war es verborgen oder verhüllt und zuerst wollte er es nicht wahrhaben.

    Nach dem Sturz Gandalfs in den Minen, welchen er ebenfalls sehr betrauerte, keimte für sein Vorhaben doch wieder Hoffnung auf glaubte er. Gandalf war einer der Drahtzieher dieses, wie Boromir es sah, Himmelfahrtskommandos. Er hoffte nun werden die übrigen Gefährten vielleicht einsichtiger sein und seinen Anliegen endlich Gehör schenken. Doch er täuschte sich.
    Als sie nach Lothlorien gingen, über welches er bis dahin auch nur schaurige Geschichten gehört hatte, trat an Gandalfs stelle die Herrin der Galadhrim.
    Sie schwor die Gefährten nochmals auf ihr Ziel ein und stellte Boromir auf eine harte Probe.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 19.01.2009, 21:16 
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    Als sie ihn so lange betrachtete traten ihm Bilder vor das innere Auge. Bilder von einem brennenden Minas Tirith. Seines Bruders Kopf aufgespießt auf einer Orklanze. Und ihre Stimme fragte ihn in seinem Kopf, ob er glaube, er allein könne dies verhindern. Von der Härte und Echtheit der Bilder getroffen, verließ ihn alle Zuversicht und er senkte beschämt den Blick.

    Oft dachte er sich hernach in der Nacht: Ist unsere einzige Hoffnung dieser Wahnsinn? Das darf einfach nicht sein! Der richtige Weg ist doch direkt vor unseren Füßen!

    Doch wurde ihm in Lorien auch Hilfe zuteil, von der Seite die er am wenigsten erwartete. Von Aragorn. Sie unterhielten sich oft und lange und er stärkte Boromirs Zuversicht wieder. Aragorn war sich über seinen eigenen Weg noch unklar und trotz aller Zweifel hatte Boromir inzwischen erkannt, dass Aragorn ein Mann von Macht war, und solche Männer konnte man an der Front immer gebrauchen. So hoffte er, dass zumindest Aragorn ihn nach Minas Tirith begleiten würde, um sein Schwert in den Dienst der Stadt zu stellen.

    Als sie nun erneut aufbrachen und den Anduin entlang ruderten, verschwamm die Zuversicht zum Teil und Boromir brütete über düsteren, verzweifelten Gedanken. Und immer öfter ward der Ring das Ziel seiner Gedankengänge.
    Schließlich kam der Tag der Entscheidung. Sie lagerten an den Fällen des Rauros und mussten sich über den weiteren Weg des Ringes entscheiden.
    Boromir war in den Tagen zuvor zu dem Entschluss gekommen, er müsse Frodo UNBEDINGT von diesem Wahnsinn abhalten. Dies konnte zu keinem guten Ende führen. Dem Feind seine mächtigste Waffe auch noch ins eigene Land bringen! Welch Wahnsinn!

    Und so schlich er sich fort, als Frodo sich zurück zog um in Ruhe zu überlegen. Für sich dachte er, er tue dies um sicher zu gehen, dass Frodo nichts passiert und um noch einmal mit ihm zu reden. Doch was er nicht ahnte war, dass der Ring ihn schon fest unter seiner Kontrolle hatte.

    Er traf den Ringträger nun auf einer Lichtung. Boromir erklärte ihm noch mal alles aus seiner Sicht, doch Frodo zeigte keine Einsicht. Boromir wurde zornig und wetterte gegen die Elben, welche nur fürchteten die Menschen würden zu mächtig um von ihnen manipuliert zu werden. Er schwärmte von den Siegen die er mit dem Ring vollbringen würde. Von neuen Festungen und mehr und mehr wurden darin die Absichten des Ringes für Frodo sichtbar. Er verschloss sich Boromir und wandte sich schon zum gehen als der Hauptmann des Turms sich zornesentbrand und fluchend auf ihn stürzte. Dieser Moment quält Boromir seitdem oft in seinen Träumen. Der Ring hatte ihn in der Hand. Er, der starke stolze Feldherr, hatte es nicht kommen sehen.

    Frodo entkam ihm, indem er den Ring aufsetzte und Boromir kehrte voll Scham zurück zu den Gefährten. Auf die Frage, was passiert sei, brachte er es nicht über sich die eigene Schwäche zu offenbaren und lies seinen Beitrag zu Frodos Flucht aus.
    Aragorn merkte sofort, dass daran etwas nicht stimmte, doch bevor er Boromir auspressen konnte waren die Gefährten schon Kopflos in alle Richtungen gelaufen um Frodo zu suchen.
    Aragorn befahl Boromir nun Merry und Pippin zu folgen und dafür zu sorgen, dass ihnen nichts passierte.

    Sie waren schon ein Stück voraus und er konnte sie nicht sofort finden, bis er ihre Schreie hörte. Mit wildem Kampfgebrüll brach er zwischen den Bäumen hindurch und mitten in die Gruppe der Orks, welche die beiden Jungen Hobbits bedrängten. Er drosch um sich. Im nu war die Hälfte von ihnen durch den großen Menschen gefallen und der Rest wand sich schon zur Flucht als sich, wie aus dem nichts, ein Pfeil in Boromirs linke Seite bohrte. Er unterdrückte einen Aufschrei, doch die widerlichen Bestien bemerkten es. Und schon gingen sie wieder zum Angriff über. Irgendwo zwischen den Bäumen verbarg sich ein Bogenschütze und er schoss immer wieder aus dem verborgenen. Einige male traf er auch Orks, doch das störte diese Ungeheuer nicht.
    Boromir stieß mächtig in sein Horn. Die Orks hielten inne, von Zweifeln gepackt. Boromir schöpfte neuen Mut und blies mit aller Kraft ins Horn, sodass der ganze Wald bebte. Die Orks flohen wieder, doch auf einmal brach der Ton abrupt ab. Ein weitere Pfeil hatte sich in Boromirs Rippen gebohrt. Er ging in die Knie und schon waren die Orks erneut bei ihm. Er riss sich hoch. Seine Kräfte schwanden. Ein schlag eines Orks traf das Horn an seiner Seite und es barst in 2. Er erschlug noch etliche doch es kamen immer mehr. Seine Sinne begannen zu schwinden. Ein dritter Pfeil traf ihn in die Brust und er ging zu Boden. Den Tod durch ein Orkschwert erwartend lag er da. Doch nichts passierte, die Orks griffen sich die Hobbits und flohen in den Wald.
    Mit letzter Kraft schleppte sich Boromir zu einem nahen Baumstumpf und lehnte sich dagegen. Die Hilferufe der Hobbits bohrten sich in seinen Kopf und er verlor das Bewusstsein.

    Wie viel Zeit verging wusste er nicht. Sekunden, Minuten oder Stunden, doch als Aragorn in vorsichtig schüttelte, kam er noch einmal zu sich. Sein Körper war kalt und schwer wie Stein.
    Er erzählte Aragorn mit matter Stimme die Wahrheit über sich und Frodo und bedauerte nun seinem König gegenüber in Schande sterben zu müssen, fernab von seiner geliebten Heimat.
    Doch Aragorn vergab ihm und meinte sein letzter Kampf habe ihm und seinem Volk große Ehre bereitet. Denn es war der Kampf des Starken für die Schwachen und nicht umsonst wird er gewesen sein.
    Boromir dankte seinem König voll Demut und Aragorn schwor Boromir, bevor er ihm entglitt, dass die Weiße Stadt niemals fallen würde, solange noch ein Funken leben in ihm ist.
    Als Boromir das hörte musste er lächeln und dankte Aragorn nochmals und so nun Umfing ihn die Dunkelheit.


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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 22.01.2009, 18:39 
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    Doch dies war nicht sein Ende.
    Voll Staunen kam Boromir am Fuß der Raurosfälle, in einer Höhle zu sich. Wie und warum konnte er sich selbst nicht erklären.
    Er schlug sich nach Minas Tirith durch und fand seine Stadt vom Feind geschliffen.

    Er kam dort ca. 2 Wochen nach der Schlacht um die Stadt an. Boromirs Rückkehr sorgte für viel Freude, aber auch für viel Verwirrung. Faramir trat seinen Rang an seinen Älteren Bruder ab, so wie es rechtens war. Boromir beaufsichtigte den wiederaufbau der Stadt, der mit der Hilfe der Rohirrim sehr viel schneller als geplant abgeschlossen werden konnte und das Horn Gondors wurde wieder Zusammengefügt.
    Zudem setzte er, teils unter starken Protesten der Obrigkeit, viele Veränderungen durch die er schon lange geplant, aber, unter seinem Vater, nie hatte umsetzen können.
    Die Adligen mussten ihre Villen im 6. Stadtring abtreten, wurden dafür mit Land entschädigt und der 6. Ring wurde komplett zu militärischen Zwecken umgewandelt. Die Verteidigungsanlagen und die Mauer des 6. Ringes wurden um ein vielfaches ausgebaut. Und der Ring selber besteht nun aus Kasernen, Unterkünften, Barrikaden zur Verteidigung und Übungsplätzen.

    Boromir war schon immer ein großer Stratege. Und in all seinen Studien und Überlegungen kam er, schon lange zuvor zu dem Schluss, dass es 3 Arten gibt effizient zu Kämpfen.

    1.Aus Leidenschaft. Kämpfen weil es der Lebensinhalt ist, so wie bei den Orks, wild und rücksichtslos. Diese Art zu kämpfen eignet sich gut um viel Schaden in kurzer Zeit anzurichten, feindliche Formationen zu sprengen und den Feind zu beginn einer Schlacht zu demoralisieren.

    2.Um etwas zu schützen, was einem wichtig ist. Etwas, dass man liebt. So wie die Soldaten Gondors. Auf diese Art und Weise kämpfen Männer sehr standhaft und verbissen. Also gut um Stellungen zu verteidigen, den Feind sich festbeißen und Totlaufen zu lassen.

    3.Aus beiden Gründen. So wie es die Turmwachen und die Schwanenritter von Dol Amroth tun. Diese Art und Weise vereint die Vorzüge beider anderen Arten. Doch ist es schwer anzutrainieren, da diese beiden Methoden sehr schwer in einklang zu bringen sind.

    Wie Boromir aber schon lange aufgefallen war, fehlten Gondor die Kämpfer der 1. Art. Er Tat nun etwas was unter der Bevölkerung zuerst für viel Unbehagen sorgte. Er heuerte Söldner an. Viele Söldner. Mittlerweile sind sie zu einem festen Bestandteil der Streitkräfte Gondors geworden und in der Bevölkerung hat sie als Bestandteil der Streitkräfte anerkannt.
    Die Söldner werden immer von dem Stärksten ihrer Kämpfer angeführt.
    Dies ist ein Mann den man überall nur den Söldnerkommandanten nennt, dessen Name nur Boromir und Faramir kennen.
    Er ist ein Hüne von mindestens 2.10Meter, ein Berg von einem Mann. Man erzählt sich er habe schon mal einen Troll im Armdrücken bezwungen.
    Er ist Grausam und Eiskalt, doch ein Aufrechter Mensch mit guter Gesinnung. In der Schlacht kämpft er, gerüstet wie ein Gladiator, mit 2 eisenbeschlagene Kampfhandschuhen.

    Als diese Dinge soweit abgeschlossen waren, reiste er zu den Zwergen. Nach vielen hitzigen Streitgesprächen und schließlich mit Hilfe Gimlis, Gloinssohn, überzeugte er die Zwerge, welche Moria nach dem Tod des Balrogs wieder in Besitz nahmen, Mithril zur Verfügung zu stellen. Und so wurde das Tor der Stadt mit Mithril verkleidet.
    Doch nicht nur das. Er ließ die Zwerge unzählige Räume und Schächte in den Berg der Wacht schlagen. Keine dunklen muffigen Kammern sondern helle schöne Gewölbe. Ihre Eingänge liegen im 6. Ring. Sie dienen als Nahrungsspeicher, Waffenkammern, Zufluchtsräume für die Bevölkerung, und Unterkünfte für die Truppen. Außerdem, da die Soldaten in Schichten ihren Dienst tun, war es möglich eine Koje mit bis zu 3 Soldaten zu belegen. So war die Stadt nun mit mehr Soldaten bewacht als sie eigentlich unterbringen konnte, und durch die Katakomben, mit deutlich mehr als man nach Außen hin sehen konnte.

    Ausserdem zentralisierte er die Ausbildung der Soldaten. Um den selben hochwertigen Ausbildungsstand wie in Minas Tirith garantieren zu können, verlagerte er die Ausbildung aller Soldaten auf Minas Tirith und Dol Amroth.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 24.01.2009, 18:31 
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    Als er seine Stadt nun dermaßen gut befestigt wusste, bedachte er seine eigene Verteidigung. Sein Versagen in der Gemeinschaft plagte ihn schwer und so bewaffnete er sich mit wissen. Er Ritt nach Bruchtal und verbrachte dort viel Zeit in den alten Bibliotheken. Er las alles den Großen Feind und die Menschen betreffend.

    Er las dort auch vom Aufbegehren der Menschen Numenors, seinen Ahnen, gegen die Götter. Manipuliert von Sauron den sie Gefangen nahmen, beeinflusste er sie Jahrhundertelang. Bis die meisten Numenorer, mit Ausnahme der Getreuen wie sie sich nannten, Sauron verehrten. Er nun hetzte die Vergifteten Menschen zu einem Angriff auf das Land der Götter auf. Die Numenorer, wenn auch von sehr langem Leben, neideten dem Land der Götter seine Unsterblichkeit schon äußerst lange. Sie stellten eine Flotte auf, welche so riesig gewesen sein soll, dass von einem Horizont zum anderen nur Segel zu sehen gewesen sein sollen.
    Die Armee setzte an Land. Um zum Sitz der Götter zu gelangen musste sie zwischen Bergen hindurch deren Gipfel nicht einmal zu erahnen waren. Und diese Berge stürzten auf den Befehl der Götter über der Armee von Westernis zusammen und begruben jeden einzelnen Mann.
    Gleichzeitig öffnete sich das Meer und verschlang das einst Wunderschöne Numenor. Die Getreuen jedoch, mit ihrem Anführer Elendil und seinen Söhnen Isildur und Anarion, flohen vorher von der Insel. Auf den Flügeln des Sturms erreichten sie Mittelerde und gründeten dort die Königreiche Arnor und Gondor.
    Doch auch Sauron konnte von Numenor fliehen. Stark geschwächt und nicht mehr in der Lage seine Gestalt zu wechseln, kehrte er in seine alte Festung zurück.

    Boromir wusste hiervon vorher nichts und tiefe Scham überkam ihn. Lange dachte er nach. Und er entschied für sich, kein Mensch vom Blute Numenors, also auch niemand im Lande Gondor, wird frei von Schuld geboren. Er glaubt die Schuld lastet noch immer auf seinem Volk und um sie abzutragen müsse jeder Bewohner seinen Teil tun um gegen das Dunkel vorzugehen. Und sei es nur ein Bauer, der seine Felder bestellt um seinen Überschuss den Soldaten zu geben.
    Ebenso da von Großem Adel und hohem Rang, sah er seine Schuld als ungleich höher an. Und nun hatte er einen weiteren Grund dem Feind wo er nur konnte entgegen zu treten. Doch das Gefühl der Schuld blieb in seinem Herzen. Und auch wenn er die Götter nie um etwas bat, hoffte er stets, dass einst der Tag kommen würde an dem sein Volk von seiner Schuld befreit wird.

    Er ließ sich viele Abschriften anfertigen, was Elrond sehr erfreute. Boromir ließ sie nach Minas Tirith bringen und sich in seiner Unterkunft eine Umfangreiche Bibliothek einrichten.

    Danach jedoch beschloss er, nach Erklärungen für sein Auferstehen zu suchen und so reiste er viel umher. Auf seiner Reise traf er auf eine Junge Elbin namens Iell en Elin. Sie zogen lange gemeinsam umher und bald gab es ein festes Band zwischen ihnen. Sie ward ihm wie eine Schwester. Und ihm im Charakter sehr ähnlich. Stark mutig und unbeugsam. Hatte eine schnelle lose Zunge und ward doch voll Anmut.

    Er fand keine Erklärung für seine Auferstehung, doch begegnete er auch einer Elbin namens Lisa von Bruchtal und sie verliebten sich Hals über Kopf ineinander.
    Sie war im Gegensatz zu Iell, Zart, verletzlich und Schutzbedürftig(es war wohl kein seltsames das gerade Boromir zu so einer Art Frau tendierte).
    Beide Frauen begleiteten ihn nach Minas Tirith zurück, wo er Lisa heiratete und mehrere Kinder mit ihr bekam. Das Problem bei den beiden Frauen war, dass sie sich nicht ausstehen konnten und Boromir zu seinem großen Leid wieder in eine Rolle wie bei seinem Vater und seinem Bruder gedrängt wurde.

    Boromir, stets von Zweifeln und Ängsten geplagt, die er aber nie nach außen zeigte, verfiel durch den Tod einer unschuldigen Zivilisten, bei einem Kampf in der Stadt, in den Schwarzen Traum. Eine Art komaähnlicher Zustand bei dem das Opfer in Albträumen dahindämmert, bis es der Lebenswille verlässt. Anfällig sind besonders jene dafür, die schon von verhexten Waffen des Feindes getroffen wurden. Doch noch nie von solch einer Waffe verletzt, schrieb er es später der Magie zu welche ihn wiedererweckt hat und war sich darauf hin über sich selbst lange im Zweifel.

    Mit vereinten Kräften konnten die Frauen ihn aus dem Schwarzen Traum retten und darauf hin verstanden sie sich auch eine Weile ganz gut, doch das blieb nicht lange so. Zu allem Überfluss merkte er, dass seine Gefühle zu Iell wuchsen. Und auch wenn er es sich noch nicht mal selber eingestand, schien Lisa etwas in der Richtung zu merken. Ihre Eifersucht wuchs stetig und stellte beide auf eine harte Probe.
    Irgendwann war es so weit, dass Lisa ihn aufforderte sich zwischen Ihr und Iell zu entscheiden. Vor diese grausame Wahl gestellt und schwer getroffen, verabschiedete er sich von seiner Familie und ritt fort um sich in Ruhe bedenken zu können.
    Zuerst ritt er ziellos durch die Wildnis, doch dann zog es ihn irgendwie nach Bruchtal. Iell welche sich Sorgen um ihn wegen seinem langen Wegbleiben machte, suchte ihn und fand ihn dort.
    Sie redeten lange und gestanden sich ihre gegenseitige Liebe ein. Doch Boromir, welcher sie ebenso liebte wie Lisa traf die einzig richtige Entscheidung. Für seine Kinder.
    Und so, unter grausamen schmerzen und unzähligen Tränen beschlossen sie sich nie wieder zu sehn.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 26.01.2009, 20:55 
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    Boromir kehrte als gebrochener Mann, mit einer klaffenden Wunde im Herzen, nach Minas Tirith zurück. Alles wonach er sich sehnte, war die Nähe seiner Familie um den Schmerz vergessen zu können.
    Als er in Minas Tirith ankam, fand er seine Frau mit seiner Familie gerade im Aufbruch. Sie erzählte ihm sie müsse nach Lothlorien gehen und er müsse sich zwischen ihr und Gondor entscheiden.
    Das war zu viel für ihn. Er brach vollends zusammen. Sich erst von einer Person die er dermaßen liebte für immer trennen zu müssen. Und jetzt auch noch seinem Land den Rücken kehren. Das konnte er nicht. Er war Boromir von Gondor, er gehörte nach Gondor.
    Er flehte sie auf Knien an nicht zu gehen, doch sie beachtete es kaum.
    Kaum war sie fort, verließ er Hals über Kopf die Stadt. Überzeugt vom Pech verflucht zu sein und stets nur die falschen Entscheidungen zu treffen, sah er sich nun als Gefahr für sein Land, doch was noch schlimmer war, nun hatte er alles verloren was er liebte. Er floh, er floh vor der Erinnerung und vor sich selbst.
    Er wollte sich tief in der Wildnis verkriechen, wo er für Niemanden mehr eine Gefahr sein würde.

    Iell jedoch welche es nicht ertrug von ihm getrennt zu sein, erst recht nicht jetzt wo sie sich ihre Liebe gestanden hatten, ritt ebenfalls nach Minas Tirith. Sie erfuhr in der Stadt von einem Bekannten etwas von dem was passiert war. Und weil sie nachfühlen konnte wie es ihm nun ging, folgte sie ihm mit nicht ganz 2 Tagen Abstand.

    An einem Grenzposten erfuhr Boromir durch einen Späher, dass jemand ihm folgte. Er konnte sich denken wer es war und gab den Befehl sie festzuhalten sobald sie ankam. Er wollte ihr fern bleiben, um sie nicht auch noch ins Unglück zu stürzen.

    Er ritt weiter. Sie kam einen Tag nach ihm dort an und wurde eingesperrt. Doch konnte sie einen jungen Soldaten namens Eglon von der Situation überzeugen und dieser bewirkte bei seinem Vorgesetzten ihre Freilassung.
    Auf die Frage wie Sie es ihm danken könnte sagte er, er würde gerne nach Minas Tirith um dort unter den Turmwachen zu dienen wenn er fähig genug wäre. Sie sagte ihm sie tue was sie könne und ritt Boromir hinterher.

    Wenige Tage später traf sie ihn in der Wildnis. Erst versuchte er sie fern zu halten, doch ergab er sich ihr bald in seinem Kummer. Sie liebten sich. Sie versprach ihm zu liebe ihre Unsterblichkeit aufzugeben, wogegen er sich wehemend sträubte. Doch sie war sich ihrer Sache sicher und eben so starrköpfig wie er. Von seinen Zweifeln geheilt blühte er wieder auf und wurde an Geist und Körper kräftiger denn je.
    Er betrachtete Iell seitdem als seine wahre große Liebe.
    Sie lebten eine ganze weile in der Wildnis, jagten frei und lebten und liebten nur für sich.
    Boromir wäre für sie sogar bereit gewesen Gondor den Rücken zu kehren allerdings, so absurd es auch klingt, nur deswegen weil er wusste, dass sie dies nie von ihm verlangen würde.

    Und irgendwann wollte er auch in seine Stadt zurückkehren. Und das tat er. Zuvor ritten sie zu jenem Grenzposten und zum dank ernannte er Eglon zu seinem Bannerträger. Beide waren ihm für das, was er getan hat ewig dankbar. Boromir und Eglon wurden enge Freunde und ein Leben lang verband sie tiefe Dankbarkeit und größter Respekt.

    Und so zog er wieder in seine Stadt ein. Und er gestaltete es wie einen Triumphzug. Zugleich gab er seine Verlobung mit Iell bekannt.

    Sie lebten eine ganze weile Ruhig, so ruhig wie es für einen Soldaten in Kriegszeiten halt sein kann. Doch beschäftigte Boromir sich zu jener Zeit mehr mit der Ausbildung von Rekruten, denn es gab ja ihre Hochzeit zu planen. Da sich beide in vielen Punkten uneinig und beide sehr dickköpfig waren, zog es sich sehr in die Länge.

    Doch nicht nur die Soldaten bildete er aus. Ohne es je offiziell bekannt zu geben so wusste doch jeder, dass Eglon von Boromir zu seinem Nachfolger ausgebildet wurde. Eglon war stark, loyal und aufrichtig. Die härtesten Prüfungen bestand er und stets traute und folgte er seinem Hauptmann. Kämpfte mit ihm an vorderster Front in jeder Schlacht. Sollte Boromir etwas zustoßen so war sicher, Faramir würde das Amt des Truchsessen wieder einnehmen und Eglon werde der neue Hauptmann des Turms.

    Eines Tages erschien wie aus dem nichts Lisa bei ihnen. Nachdem sie von seiner Entscheidung erfahren hatte, hatte sie ihm verboten seine Kinder zu sehen. Nun wollte sie ihn zurück. Doch das ist bei ihrer Rückkehr nicht das wichtige. Sie berichtete ihm, dass bei einem Grenzüberfall der Orks alle ihre Kinder getötet worden waren. Zornentflammt jagte er sie fort. Er verzieh es ihr niemals und gab ihr die Schuld am Tod seiner Kinder.

    Eine ganze weile zog er sich nun trauernd zurück. Nicht einmal Iell konnte ihm helfen. In ihm tobten Trauer und Hass. Lange kämpfte er mit seinem Inneren. Wutausbrüche gefolgt von Zusammenbrüchen gefolgt von völliger Anteilnamslosigkeit. Doch schaffte er es auch diese Schlacht zu gewinnen. Die Aussicht auf die goldene Zukunft mit seiner geliebten Iell gab dabei den entscheidenden Schlag der ihn wieder zu sich kommen lies.

    Iell diente in dieser Zeit Gondor als Söldnerin. Da sie wegen ihrer Beziehung zu Boromir nicht in der herkömmlichen Armee dienen durfte und doch eine Kämpferin war.
    Durch die Schikanen des Söldnerkommandanten provoziert, forderte sie ihn ein ums andere mal heraus, um das Kommando zu erlangen. Doch stets unterlag sie und trug unzählige Brüche und Prellungen davon.

    Bei dem Angriff einer großen Korsarenflotte auf Minas Tirith bewies Boromir wiedereinmal sein gewagten Einfallsreichtum. Er benutzte die ganze Stadt als Todesfalle. Ließ die Bevölkerung evakuieren und von den Waldläufern und seinen Soldaten in der Ganzen Stadt Hinterhalte legen. Niemand kannte das Schlachtfeld besser als sie und das nutzten sie voll aus. Sobald die Korsaren zwischen die Häuser traten gingen von dort Pfeilsalven auf sie nieder. Die Söldner wurden in vielen riskanten Lockmanövern eingesetzt und Boromir hatte große Angst um seine Geliebte, doch sie überstand die Schlacht unversehrt. Die Korsaren wurden im 2 Ring bereits zurückgeschlagen, noch bevor Boromir seine Truppen mit voller Macht zuschlagen lies. Und zwar die kombinierte Schlagkraft aller drei Kampfarten.

    Iell nun wurde dem Krieg zusehends Überdrüssig und spielte bereits mit dem Gedanken sich in das weiblich häusliche leben zurückzuziehen und ebenfalls der Kinderwunsch der beiden wuchs stetig, auch wenn Boromir wegen seiner Vergangenheit noch viele Ängste zu diesem Thema hatte. Doch dazu sollte es wohl so oder so nie kommen.

    Iell erfuhr von einem alten Freund, dass es jemanden gäbe der vielleicht Licht in ihre nebelhafte Vergangenheit bringen könne.
    Also brach sie auf, versprach ihm nicht lange fort zu sein.
    6 Monate vergingen und als sie an seinem Geburtstag noch nicht zurück war und bis dahin auch keine Nachricht von ihr kam, beschloss er endlich sie zu Suchen.

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     Betreff des Beitrags: Re: Boromir von Gondor
    BeitragVerfasst: 26.01.2009, 21:13 
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    So meine teuren Leserinnen und Leser! Es ist vollbracht! Die ganze Geschichte von Boromir von Gondor, so weit sie bis jetzt geschrieben steht, ist hier gepostet.
    In seinem Leben ist noch einiges weiteres passiert was noch nicht niedergeschrieben wurde. Doch bald werde ich die nötige Zeit und gedankliche Ruhe haben mich damit zu befassen. Es wird aber dennoch eine Weile dauern.

    Nun ich freue mich auf eure Krittiken. Ob es nun Streicheleinheiten werden oder Hiebe. Alles möglichst ausführlich.
    Fragen werde ich euch natürlich auch gerne so gut ich kann beantworten. Aber als Anmerkung:

    Der Anfang des Plays ist grob 4 Jahre her. Also kann ich vielleicht nicht alles im Detail beantworten.

    Ok aber dann lasse ich euch euch jetzt austoben.
    Feuer frei.

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