Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt. (Otto Fürst von Bismarck)


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     Betreff des Beitrags: Dance With The Devil (Supernatural)
    BeitragVerfasst: 29.08.2010, 19:38 
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    Ja - ich wurde von der Muse geküsst und habe es getan...


    Fandom: Supernatural
    Autorin: Niniel
    Rating: FSK-12
    Pairing: keines
    Lyrics: "Dance with the devil" - Breaking Benjamin

    Warnung:
    Spoiler aus der letzten Folge von Staffel 4. Wer es also noch nicht gesehen hat und sich nicht verspoilern möchte, könnte sich hier ganz heftig die Finger verbrennen. Diese kleine Geschichte umschreibt die Gefühle und Gedanken von Sam in eben jener letzten Folge.

    Ach ja - nichts gehört mir. Leider. Ich habe mir alles nur ausgeliehen, damit der Kuss der Muse sich frei entfalten kann.
    Was noch? Mhmmm viel Spass beim Lesen *g*.

    _________________
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     Betreff des Beitrags: Re: Dance With The Devil (Supernatural)
    BeitragVerfasst: 29.08.2010, 19:40 
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    Dance With The Devil

    Here I stand
    Helpless and left for dead
    Close your eyes
    So many days go by
    Easy to find what's wrong
    Harder to find what's right


    Das konnte, nein das durfte nicht sein. War ich so leicht zu hintergehen? War es all die Zeit tatsächlich nur eine Lüge gewesen, ein gut gespieltes Theater? Eines das nur dazu diente, mich für die Zwecke einer höheren Macht zu missbrauchen? Damit ich alles verrate, was mir selbst wichtig ist? Und das nur für eine Frau und ein wenig Zweisamkeit in diesem einsamen Job. Während diese Gedanken durch meinen Kopf rasten und ich sie anstarrte, wurde mir bewusst, dass ich mich selbst belog.

    Es ging hier nicht nur um sie und mich. Oder gar um uns. Oh nein. Es ging viel mehr um die Befriedigung dieser brennenden Sucht. Ein Durst, der Stück für Stück und heimtückisch schleichend meine Seele vergiftet hatte. Sie alle wollten mich davor warnen und was tat ich? Ich vertraute weder meinem Instinkt, noch denen, die für mich Familie waren. Ich vertraute ihr und folgte ihr blind ins Verderben. Damit urteilte ich nicht nur über mich selbst; jetzt ahnte ich, dass ich damit über jedes von Gott erschaffene Geschöpf auf der Erde urteilte. Sie alle würden meinetwegen untergehen und tief in meinem Inneren wusste ich, dass es keinen Weg zurück geben würde. Es war zu spät. Anstatt es zu verhindern, hatte ich das letzte Siegel gebrochen und meine Hände in Schuld gewaschen.

    Trembling
    Crawling across my skin
    Feeling your cold dead eyes
    Stealing the life of mine


    Mein Blick glitt auf den Steinboden, auf dem sich das Blut unheilvoll ausbreitete. In meinem Kopf herrschte das reine Chaos und ich war nicht fähig, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ich realisierte noch nicht einmal, dass die schwere Tür immer wieder unter Schlägen erbebte und eine vertraute Stimme mich rief. Erneut suchte mein Blick den ihren und ein Schauer fuhr über meinen Rücken, als ich den Ausdruck in ihren schönen dunkelbraunen Augen sah. Triumph und eine tiefe Befriedigung vermischt mit fiebrigem Wahnsinn.

    Fast mein ganzes Leben lang war ich mir darüber bewusst gewesen, dass Dämonen lügen. Dass man ihnen nicht trauen durfte und dann beging ich selbst einen solch folgenschweren Fehler. Ein weiterer Beweis dafür, dass Menschen nicht unfehlbar, dafür aber sehr empfänglich für manipulatives Geschick sind.

    Ihre Lippen bewegten sich, doch ihre Worte drangen nicht bis an meinen Geist. Ich war enttäuscht und wütend. Nicht auf nur sie, sondern vor allem auf mich selbst. Und gleichzeitig war da das Gefühl der Erleichterung. Endlich war dieser beschwerliche Weg vorbei. Denn ich zweifelte keine Sekunde daran, dass es für mich hier und jetzt enden würde. Trotzdem begehrte etwas in mir auf und ich erhob langsam meine Hände, wollte mich für all die Lügen und Intrigen revangieren. Ein letztes Mal Gerechtigkeit üben und mein Gewissen von einem besonders dunklen Fleck reinigen. Doch wo mich zuvor noch Stärke und Kraft umgab, war jetzt nur noch das Gefühl menschlicher Schwäche. Meine Geste und die dahinter verborgenen Absichten entlockten ihr nur ein müdes Lächlen, während ich zu Boden ging. Ich hatte meine ganze Energie auf Lilith konzentriert. Sie wusste das. Schlimmer noch – sie hatte darauf spekuliert und ihr kleiner hinterlistiger Plan war aufgegangen.

    I believe in you
    I can show you that
    I can see right through
    All your empty lies
    I won't last long
    In this world so wrong


    Was war ich doch für ein Idiot. Blind und vertrauenswürdig wie ein kleines Kind. Sie hatte mich mit ihrem stärkenden Blut abhängig gemacht und mir meine Unschuld genommen. Ich war letztendlich nicht mehr als ein Junkie, der nach seiner Droge lechzte. Dabei hörte ich niemals auf meinen Verstand, sondern auf ihre süße Stimme, die mir mehr als einmal eingeredet hatte, es wäre in Ordnung. Es würde mich für den Kampf gegen das Böse stärken. Und in Wahrheit war ich zu einem treuen Schoßhündchen einer Dämonenschlampe mutiert; herangezogen und trainiert für diesen großen Moment. Sie hatte sich nur mit mir verbündet und sich mir auf jedwede Art hingegeben, um mich geschickt für diesen Showdown zu manipulieren. Würde mich jetzt der Blitz treffen - es wäre die gerechte Rache der Engel für diesen schwerwiegenden menschlichen Fehltritt. Ein Fehltritt, der die Schöpfung des Herrn in Dunkelheit und Chaos stürzen würde.

    Sie sprach davon, dass meine Entscheidungen es waren, die es so weit hatten kommen lassen und das er mich dafür reich belohnen würde. Doch ich hörte nicht zu, sondern suchte nach einem Weg, die Katastrophe abzuwenden. Zumindest hatte ich das vor. Statt jedoch etwas zu tun, verfolgte mein Blick das Blut von Lilith, das wie von unsichtbarer Hand geführt auf dem kalten Steinboden ein blutrotes Symbol zeichnete. Wo waren die Engel nun? Hatten sie sich in die Sicherheit des Himmels geflüchtet und bestraften die Menschheit, indem sie tatenlos zusahen? War das die Rache für all die Laster der Menschheit? Lust, Habgier, Sünde und wie sie alle hießen? Oder hatten auch sie nicht die Macht, das aufzuhalten, was ich in meinem aufbrausenden Leichtsinn ausgelöst hatte?

    Wie ich es auch drehte und wendete – eine leise Stimme in meinem Kopf flüsterte mir zu, dass es nicht mehr aufzuhalten war. Luzifer würde das Tor durchschreiten und alles mit sich reißen, was sich ihm entgegen stellen würde. Er würde all das zunichte machen, für das wir so lange gekämpft hatten. Nicht nur meine Seele würde unter den Opfern sein. Oh nein – die Welt wie wir sie kannten, würde nach dieser Nacht nicht mehr existieren. Und alles nur, weil ich meine Seele aus freien Stücken beschmutzt und verraten, ja sogar verkauft hatte.

    Say goodbye
    As we dance with the devil tonight
    Don't you dare look at him in the eye
    As we dance with the devil tonight


    Fassungslos starrte ich sie an. Sie, die voller Vorfreude auf das Heimkehren des verstoßenen Engels wartete. Ich hätte es wissen müssen. Doch ich hatte mich täuschen lassen. Von ihrer schönen Gestalt, der Beteuerung, dass auch sie einst ein fühlender und liebender Mensch gewesen war und all den anderen Lügen, die sie mir aufgetischt hatte. War irgendetwas davon echt gewesen? Ich hatte einen Dämon meinem Bruder vorgezogen und das war nun der Preis dafür. Ein sehr hoher Preis, bedachte man, dass ich die Apokalypse ausgelöst hatte. Es war vorbei. Hier und jetzt war es vorbei und ich konnte nur selbstsüchtig hoffen, in dieser Nacht den Tod zu finden und die Herrschaft von Luzifer nicht erleben zu müssen.

    In diesem Moment gab die Tür seinen Bemühungen nach und ein winziger Schimmer Hoffnung keimte in mir auf. Vielleicht gab es kein Zurück mehr; vielleicht war er aber die Rettung in letzter Sekunde. Ich hatte ihn verraten, mich gegen ihn entschieden und dennoch war er hier, um mir zu helfen. Oder wollte er ausführen, um was unser Vater ihn einst auf dem Sterbebett gebeten hatte? Mich aufhalten und damit die Welt retten? In diesem Moment wurde mir bewusst, dass es noch längst nicht vorbei war. Es hatte gerade erst angefangen.

    Ende

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     Betreff des Beitrags: Re: Dance With The Devil (Supernatural)
    BeitragVerfasst: 29.08.2010, 20:44 
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    Liebe Niniel,
    ich habe mich auch gefragt wie Sam sich wohl fühlen würde und ja bei mir ist ähnliches herausgekommen. SPN scheint nicht nur mich zu verfolgen. Aber das ist eine wunderbare Geschichte und der Song passt so gut zu seinem Gefühl von Schuld und der Tatsache, das er es hätte besser wissen müssen.

    Danke für die wunderschöne Geschichte,

    Evala


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     Betreff des Beitrags: Re: Dance With The Devil (Supernatural)
    BeitragVerfasst: 30.08.2010, 18:51 
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    Thi - vielen lieben Dank, Eve :).

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