Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Moderator: Boromirs Bride

Roux
Gimlis Bartflechter
Gimlis Bartflechter
Beiträge: 298
Registriert: 20.02.2003, 01:48
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Roux » 08.04.2003, 22:04

silver...das ist sehr schön...und sehr traurig...

lestat...ihr seid in meinen augen eine grosse bereicherung für dieses forum...
<br>
Zuletzt geändert von Roux am 08.04.2003, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
[VERBORGEN]

Benutzeravatar
Glorfindel
Saurons Spielzeug
Saurons Spielzeug
Beiträge: 7086
Registriert: 09.12.2002, 13:03
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Glorfindel » 08.04.2003, 23:11

Silverstar, es ist von Hermann Hesse.

Lioncourt - schwer, nach so einem Gedichte, wie du es veröffentlicht hast, noch überhaupt eines ins Rennen zu führen, doch will auch ich es versuchen...

Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.<br>
Sind meine Dämonen Hasen oder sind meine Hasen Dämonen?




<img border="0" src="http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/ ... /event.png">

Roux
Gimlis Bartflechter
Gimlis Bartflechter
Beiträge: 298
Registriert: 20.02.2003, 01:48
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Roux » 08.04.2003, 23:19

manchmal ist es schwerer für jemanden zu leben...als für ihn zu sterben...<br>
[VERBORGEN]

Myril
Baumbarts Moosentferner
Baumbarts Moosentferner
Beiträge: 1563
Registriert: 27.01.2003, 20:03
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Myril » 08.04.2003, 23:25

Da mach ich doch gleich mit einem meiner Lieblingsgedichte mit!
Erklär mir, Liebe

Dein Hut lüftet sich leis, grüßt, schwebt im Wind,
dein unbedeckter Kopf hat´s Wolken angetan,
dein Herz hat anderswo zu tun,
dein Mund verleibt sich neue Sprachen ein,
das Zittergras im Land nimmt überhand,
Sternblumen bläst der Sommer an und aus,
von Flocken blind erhebst du dein Gesicht,
du lachst und weinst und gehst an dir zugrund,
was soll dir noch geschehen -

Erkär mir, Liebe!

Der Pfau in feirlichem Staunen, schlägt sein Rad,
die Taube stellt den Federkragen hoch,
vom Gurren überfüllt, dehnt sich die Luft,
der Entrich schreit, vom wilden Honig nimmt
das ganze Land, auch im gesetzten Park
hat jedes Beet ein goldner Staub umsäumt.

Der Fisch errötet, überholt den Schwarm
und stürzt durch Grotten ins Korallenbett.
Zur Silbersandmusik tanzt scheu der Skorpion.
Der Käfer riecht die Herrlichste von weit;
hätt ich nur seinen Sinn, ich fühlte auch,
daß Flügel unter ihrem Panzer schimmern,
und nähm den Weg zum fernen Erdbeerstrauch!

Erklär mir, Liebe!

Wasser weiß zu reden,
die Welle nimmt die Welle an der Hand,
im Weinberg schwillt die Traube, springt und fällt.
So arglos tritt die Schnecke aus dem Haus!

Ein Stein weiß einen andern zu erweichen!

Erklär mir, Liebe, was ich nicht erklären kann:
sollt ich die kurze schauerliche Zeit
nur mit Gedanken Umgang haben und allein
nichts Liebes kennen und nichts Liebes tun?
Muß einer denken? Wird er nicht vermißt?

Du sagst: es zählt ein andrer Geist auf ihn...
Erklär mir nichts. Ich seh den Salamander
durch jedes Feuer gehen.
Kein Schauer jagt ihn, und es schmerzt ihn nichts.

Ingeborg Bachmann

<br>
Don´t try to catch the cat!

Benutzeravatar
Niniel
Saurons Spielzeug
Saurons Spielzeug
Beiträge: 8564
Registriert: 25.06.2002, 21:43
Wohnort: Asgard

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Niniel » 08.04.2003, 23:26

@Lioncourt: Danke für diesen wunderbaren Thread...er wird wirklich eine Bereicherung sein <img src="http://images.rapidforum.com/images/i23.gif" border="0"> und hat auch schon mit einem wirklich schönen Gedicht angefangen.

@Glory & Silverstar: Schöne Wort, die mein Herz erreichen....

EDIT @Myril: Wirklich schön, da kann ich verstehen das es zu Deinen Lieblingsgedichten gehört


Ich hab in den Weiten des Weballs auch ein Gedicht gefunden, dass ich seither gespeichert habe...das einzigste Gedicht. Aber ich weiß auch nicht wer es geschrieben hat...finde es nur irgendwie schön <img src="http://images.rapidforum.com/images/i23.gif" border="0">


Meinen Gefühlen möchte ich folgen,
einfach den Verstand verlieren.
Keine Zeit mehr vergeuden
und alles riskieren.
Meine Träume wollen leben
und ich sage niemals nie.
Unmögliches nicht übersehen
auf der Straße der Phantasie.
Eines Tages werde ich es wagen,
mein Herz kann es nicht ertragen.
Du gibst mir die Kraft
und zeigst mir den Weg,
vielleicht steht am Ende,
was mein Herz bewegt.

<br>
Zuletzt geändert von Niniel am 08.04.2003, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
Bild

Roux
Gimlis Bartflechter
Gimlis Bartflechter
Beiträge: 298
Registriert: 20.02.2003, 01:48
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Roux » 08.04.2003, 23:32

lady...ich schreibe normal nur ein-zwei mal was zu gedichten dazu...weil mir immer nur schön..oder sonstwas profanes dazu einfällt und ich nicht immer das gleiche schreiben will...so sag ich nur...danke<br>
[VERBORGEN]

Roux
Gimlis Bartflechter
Gimlis Bartflechter
Beiträge: 298
Registriert: 20.02.2003, 01:48
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Roux » 09.04.2003, 09:54

Die Nacht

Das Dunkel der Nacht hat mich erreicht,
Ungewiss ist die Frage der Wiederkehr
In das verlogene Reich der Tagesstund!
Begleitet von schwarzen Schatten,
Geschieht nun alles Tun.
In der Faszinierenden Unendlichkeit
Der Nacht geht vieles unter.
Und es bleibt vergessen.
Vergessen wie die letzten Tage!
Denn sie sind es, die das wahre Unheil bringen!
Die Nacht - ein Beschützer und Retter!
Offen und doch so geheimnisvoll!
Wohlige Kühle umgibt mich,
Wenn ich mich in ihr bewege.
Es liegt ein großes Vertrauen
Zwischen der Dunkelheit und mir.
Das niemand brechen kann!
Denn sie ist meine einzige Liebe - Die Nacht!

[Lady Alegesia]

<br>
[VERBORGEN]

Roux
Gimlis Bartflechter
Gimlis Bartflechter
Beiträge: 298
Registriert: 20.02.2003, 01:48
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Roux » 11.04.2003, 03:41

Es ist die Zeit, wenn neues Leben geschenkt wird,
Es ist die Zeit, wenn der Sensenmann einhergeht,
Es ist die Zeit, wenn der junge Tag die Nacht küßt,
Es ist die Zeit, wenn das Dunkel das Helle gebiert.

Der Seelenschmerz, jetzt hat er Dich doch noch erreicht,
Der Seelenschmerz, der Dein pochend Herz so sehr verletzt,
Der Seelenschmerz, der Dich packt, läßt Du Dich fallen,
Der Seelenschmerz, verschwindet im Licht hinter den Nebeln.

Die Ruhe, die Dich um diese frühe Stunde erfaßt,
Die Ruhe, die Dich so oft zweifeln und erschauern ließ,
Die Ruhe, so fest wie heißes Blut auf kaltem Stahl,
Die Ruhe, sieh den Engel, er wartet und beschützt auch Dich.


Morgan LeHawk
<br><br><br>Schwarz, sagt ihr, ist die Farbe des Bösen. Doch ihr irrt!!! Nicht mehr ist schwarz als die Farbe der Dunkelheit. Ist es Schuld des Dunklen, dass sich das Böse von Zeit zu Zeit unter seinem schützenden Mantel verkriecht? Versteckt es sich nicht ebenso im gleisenden Licht, das die Menschen blendet und so über seinen wahren Charakter täuscht? Schwarz aber ist die Farbe der Geborgenheit. Schwarz ist die Erde, in der das Samenkorn wächst.Dunkel ist es im Mutterleib, der das Ungeborene schützt. Alles Gute wächst im Dunklen, bevor es stark genug ist, an`s Licht zu treten.


Ancient Le Grey
<br>
[VERBORGEN]

Benutzeravatar
Glorfindel
Saurons Spielzeug
Saurons Spielzeug
Beiträge: 7086
Registriert: 09.12.2002, 13:03
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Glorfindel » 11.04.2003, 07:13

Asteras eisathreis, Aster emos.
Eithe genoimen Uranos,
hos pollois ommasin eis se blepo!
<br><br><br>Zu den Sternen blickst du, mein Stern.
Oh, wär ich der Himmel,
um mit tausend Paar Augen
dich wieder zu sehen!


(Platon)


Für meinen Stern.<br>
Sind meine Dämonen Hasen oder sind meine Hasen Dämonen?




<img border="0" src="http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/ ... /event.png">

mari
Aragorns Schwertpolierer
Aragorns Schwertpolierer
Beiträge: 1139
Registriert: 07.02.2003, 22:30
Wohnort: [VERBORGEN]
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von mari » 11.04.2003, 15:32

<p><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Quote:</font><hr> Schwarz, sagt ihr, ist die Farbe des Bösen. Doch ihr irrt!!! Nicht mehr ist schwarz als die Farbe der Dunkelheit. Ist es Schuld des Dunklen, dass sich das Böse von Zeit zu Zeit unter seinem schützenden Mantel verkriecht? Versteckt es sich nicht ebenso im gleisenden Licht, das die Menschen blendet und so über seinen wahren Charakter täuscht? Schwarz aber ist die Farbe der Geborgenheit. Schwarz ist die Erde, in der das Samenkorn wächst.Dunkel ist es im Mutterleib, der das Ungeborene schützt. Alles Gute wächst im Dunklen, bevor es stark genug ist, an`s Licht zu treten.


Ancient Le Grey
<hr></blockquote></p>

Danke, jetzt weiß ich endlich von wem das ist!<br>
hope is what our hearts are living for...

Benutzeravatar
Evala
Haldirs Flötenspieler
Haldirs Flötenspieler
Beiträge: 837
Registriert: 26.12.2002, 17:18
Wohnort: Schatten der Nacht
Kontaktdaten:

Re: Nicht unseres Geistes und doch bedeuten sie uns viel.

Beitrag von Evala » 13.04.2003, 15:41

Die Zeit heilt deine Wunden
und dein Schmerz geht vorbei.
Die Zeit vertreibt Kummer
und dein Herz schlägt wieder frei.
Die Zeit lässt das Passierte
zur Vergangenheit werden.
Doch ich kenne diese Zeit nicht,
und deswegen werden mein Schmerz,
mein Kummer und meine Vergangenheit
mich immer wieder einholen.
Die Zeit läuft an mir vorbei !

Dieses Gedicht fand eine Freundin mal in einer Mail. Sie zeigte es mir und mir gefiel es einfach supergut

bye Eve<br>
Der glücklichste Mensch der Welt hat zwar Ärger aber er lässt ihn kalt.

Antworten

Zurück zu „Gedicht-Ecke“